24. November 2019

Jubel, Jubiläum! Wielands 15. Wichtel-OL


große Wiese am Lingnerschloss = Sperrfläche in der Karte
Und da gibt es einen ganzen OL- und Kulturabend von Alex und Wieland im Abendland.

Mittwoch, 4.12.2019, über 15 Jahre nach dem Weltcupfinale-Sprintfinale um die Elbschlösser

Treff und Umkleide ab 17Uhr im Kerker, äh im Keller VOM Schloss Albrechtsberg,
siehe „eingesüdete“/in Laufrichtung gedrehte Karte vom großen Helfer-Wichtel Alex.

Zeitplan
Start zwischen 17:15 und 18:15Uhr
Wein„berge“ bis auf öffentliche Wege = tabu
Zielschluss der OL-Trainings 19:30Uhr
2 Schlossrundgänge á 20-30min durch Alexander Lubs (ganz locker, ist keine Führung, ihr dürft Fragen stellen)
Start für diese jeweils etwa 18:30 und 19:30Uhr, je nach Interesse
20Uhr Schluss im Schloss

Fahrräder können vor dem Schloss oder im Gelände (in Karte beschriftet) abgestellt werden.
Für das Parken von Autos vor dem Schloss sind bis 19Uhr 25ct/Std. zu zahlen.
Die Bahnlinie 11 hält nordwestlich (Wilhelminenstr.) und nordöstlich (Elbschlösser) vom Schloss Albrechtsberg.

Wald-Nacht-OL mit reflektierenden Posten und (etwas aufgeräumter) Karte in 1:10.000
Lang       8,0km       20 Posten
Mittel       5,6km       14 Posten
Kurz       3,8km       10 Posten
Start und Ziel direkt gegenüber Ein-/Ausgang Schloss Albrechtsberg in der Heide

 im Bereich Schloss Eckberg = keine Posten
Schlösser-OL“ = Foto-Score-Park-Nacht-OL
3 Elbschlösser? Vonwegen, da sind viel mehr! :-)
2 Versionen á 26 Posten (= 26 Tage bis Weihnachten zuzüglich Weihnachtsfeiertage), werden im Wechsel ausgeteilt, damit niemand nachläuft. ;-)
Karte: 1:4.000, aktualisiert
Wer die Zuordnung der Posten zu den Fotos auf der Rückseite der Karte vermerken will, muss sich einen Stift mitbringen.
DER OL kann auch gerne später noch mal absolviert werden, nur macht man das auch?

Für diesen OL innerhalb des Schlösserparks dürfen wegen der Sandsteine KEINE Dobbspikes getragen werden!

Meldung für die betreffenden Veranstaltungen bitte entsprechend der Meldelisten auf www.ol-in-dresden.de

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! Ob es zu alledem noch Süßes vom Wichtel gibt – mal schauen ...

11. November 2019

Es war einmal, kann noch einmal


24 Menschen mit Fotograf, eine Luthereiche, ein Gedenkstein
In Syrien ist seit Jahren Krieg, töten Menschen Menschen. In Afghanistan seit Jahrzehnten. Aus anderen Ländern wanderten vorallem syrische Ärzte von den ABC-Tischen mit und weihten damit den Lehrpfad-Orientierungslauf durch den Albertpark ein. Ein Syrer wusste meist, wo wir auf der Karte waren. Ärzte leben bizarrerweise zum Teil ungesund, um zu helfen.
Ich informierte, wurde ergänzt, wir kamen miteinander ins Gespräch, scherzten, lachten, erlebten Natur und erfreuten uns an ihr und etwas weiter abseits der lauten, gefährlich befahrenen Straßen fühlte ich mich auch tief wohl. Die 3. von 6 Touren für Einheimische und Neuzugezogene, die im 4. Jahresquartal vom Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V. durch Förderung und mit Kooperationen Natur und Menschen zusammen bringen, verband inhaltlich auch die 1. Tour in und bei (Schloss) Moritzburg mit der nächsten in und bei Pillnitz durch den Moritzburg-Pillnitzer/Pillnitz-Moritzburger Weg.
Die 2. fand in kleiner Gruppe im Stadtzentrum statt. Ein Experiment veranschaulichte den Treibhauseffekt, der wichtig ist, ohne den es zu kalt auf der Erde wäre, der aber „zu viel des Guten“ wird. 6 Grad wärmer wird es im Sommer zwischen den toten Asphaltböden und Betonwänden mitten in Dresden als allein schon unter den Stadtbäumen des Großen Garten. Und da leugnen Menschen menschgemachten, mindestens von uns Menschen beeinflussten Klimawandel. Diese riesen Autos, überhaupt, der scheinbar unablässige Autostrom nur einer Hauptstraße, sie machen mich so wütend! Wir haben zu viel Geld und Macht und nehmen uns die Rechte heraus, die Erde Untertan zu machen und andere Menschen auszubeuten. Ja, es passiert beim Einkauf, dass wir töten und versklaven. Und aus diesem Bewusstsein muss der Protest gegenüber der Politik kommen, damit sich Gesetze im Sinne der Menschenrechte wandeln – und als verbindliche Standards eingehalten werden. Oder geht es anders?

Rassismus geschieht einigen alltäglich, teils unüberlegt, teils subtil, durch Lieblosigkeit. Was kann man ganz direkt und wirksam machen neben dem Reflektieren und Verändern von eigenen Gewohnheiten? Veränderungen sind mitunter so festgefahren, allein Namen ändert man kaum, gerade wenn sie viele kennen. Es ist schwierig, weil aufwändig aus alten Mustern auszusteigen, die Bank zu wechseln oder das E-Mailkonto.
Was kann man also tun? Menschen echt begegnen, einzeln, kennenlernen. Betroffene bestärken – auch untereinander tun sie das, weiter so! –, sich friedlich als Menschen zu behaupten, ihre/eigene Würde, die man ihnen/uns abstreitet, aberkennt, einzufordern, zu zeigen. (Solidarität heißt wir, nicht sie!) Prävention „gegen“ Rechtsextremismus betreiben, wie eine Tourteilnehmerin meinte, es gefördert werden müsse, und Menschen von anderswo willkommen heißen. Viele von ihnen, gerade auch Ärmere, Menschen, die Not leiden, litten und kennen, Menschen aus von Deutschland aus gesehen östlichen Ländern, sind gastfreundschaftlich.

Zum 200. Geburtstag-OL von 3 Sportfreunden auf dem WSP
Geschichte ist spannend, wenn sie spannend erlebt, erzählt, gesehen wird. Und am Ende geht es darum, aus Geschichte zu lernen.
Am 9. November vor 30 Jahren (1989) fiel die Berliner Mauer und damit deutschland-, gar weltweit eine Mauer zwischen West und Ost, Kaptial- und Sozialdiktaturen, wobei der „materiellere“ Westen den „ideologischeren“ Osten zum Teil überrollte; eine Mauer, die durch das Internet wohl auch kaum überlebt hätte – obwohl in China dieses stark zensiert und überwacht ist. Am 9. November vor 96 Jahren (1923) versuchte die NSDAP (sie waren scheinbar(!) für alle) unter Hitler schon zu putschen. Am 9. November vor 81 Jahren (1938) fiel metaphorisch gesprochen der Teufel über Deutschland herein, um bis 1945 wahnsinnig zu wüten, war die Reichsprogromnacht, „brannten die Synagogen. Sie brannten [...] im gesamten Deutschen Reich. Sie brannten in Österreich und in der Tschechoslowakei. Der 9. November ist der Tag, an dem organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand setzten. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Spätestens an diesem Tag konnte jeder in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in Europa.“ (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg) Und welche hätten es nicht gewusst? Oder wollten sie es nicht ... wissen?
Am 9. November vor 101 Jahren (1918) fiel sprichwörtlich der Startschuss der 1. Deutschen Republik, d.h. sie wurde ausgerufen, König mit Demokratie ersetzt, ein Alleinherrscher mit der Volksherrschaft. Der 1. Weltkrieg war zuende, die Mittelmächte hatten fast gegen den Rest der Welt gekämpft und verloren, Grenzen verschoben sich, wurden verschoben. Im 2. Weltkrieg kämpften teils andere Konstellationen gegeneinander, als sei alles Schau und Spiel aus außen betrachtet. Millionenfach wurden Menschen umgebracht und töteten sie einander, ohne zu kennen. Und es gab „feindliche“ Verbrüderungen unter Soldaten in Zeiten als Waffen ruhten. Es gab Widerstand, Flucht, Zivilcourage und Drogenschlucken, Kampfrausch und Nicht-zielen-treffen-töten-Wollen.
Wie schnell wurden Menschen aussortiert! Wie lange gab – und gibt – es schon Abneigungen, Vorurteile!
Am 10. November vor 536 Jahren wurde Martin Luther geboren, der die Bibel ins Deutsche übertrug, die Mächtigen der Kirche anzweifelte, anklagte, kritisierte, die Kirche reformieren wollte und so die Spaltung einleihtete, der Kluges wohl dachte, sagte, weil schrieb, der aber auch einige Menschengruppen – wie Frauen, Juden, Osmanen (Türken), Muslime als geringwertig ablehnte, anprangerte.
Heute, am 11. November ist St.-Martinstag und Faschingsanfang und wer weiß, was noch alles. Im November wird noch mehr als sonst Toten gedacht.

Manchmal will ich so viel und dann höre ich noch und seufze innerlich und lächle geduldig: Mach doch mal (z.B. einen weiteren Stadt-OL) und da und da könnte man (mit Kindern und Jugendlichen). Danke, ich habe schon mehr als genug Ideen und zu tun!

Manchmal würde ich am liebsten alle Sprachen lernen, verstehen, sprechen, nicht nur Englisch, was mir schwer fällt (also federleicht ist?), und alles wissen. Das geht nicht oder aber: ich kann es längst und weiß alles, wenn ich das Ich immer mal ein Stück weit auflöse, wenn ich mich als Teil aller Menschen und der Geschichte sehe, verstehe. Um dann wieder zu mir zu kommen, ganz bei mir zu sein.
Ich sehe manchmal in Erwachsenen Kinder, in Kindern Erwachsene und in alle Sterbende, den Schädel hinter unseren Gesichtern. Es ist nicht leicht zu leben und zu sterben (was eins ist), wir haben es uns nicht herausgesucht, aber wir müssen es, solange wir atmen (lernen. Weil alles Lernen ist. Damit wir wenigstens mal neue Fehler machen. Die Entwicklung holt (mich) auf, ein. Die Mutigen leben in die Utopien hinein.)

6. November 2019

Und immer wieder?

Verloren betitelte der Fotograf sein Motiv
Die OL-Saison 2019 ist (fast) Geschichte.
Wurde beim Weltcup in China betrogen wie bei den World Games eine Woche zuvor?
Die Vermutung ist wage und birgt Gefahren. Wenn z.B. einer bescheißt, sind nicht gleich alle anderen im Boot automatisch beschissen. Das Wort ist vulgär, aber halt auch mit dieser Bedeutung im Sprachgebrauch. Rassismus ist schlimmer, weil er verletzt und tötet.
In einer Zeitung stand einmal, das Lösungswort wäre „Holocaust“ – Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern. Vergaß da jemand seinen Verstand einzuschalten, jegliches Feingefühl? Präteritum von vergessen ist vergaß, was wie Vergasen klingt. Sprachen sind weniger mathematisch logisch, aber natürlich-kulturell sinnhaft entstanden, weswegen auch Mathematik nicht alles erklärt. Mit Worten wird Macht ausgeübt – und kann Verständnis gelingen.

Andreas Pröve erzählte am Montag in Dresden von seiner Reise mehr und weniger am Jangtse entlang durch China, er zeigte beeinduckende Bilder, bewegte Aufnahmen und er sitzt im Rollstuhl.
Es gibt einen Nachhaltigkeitsstadtplan in Dresden.
Und Stadtführungen in Dresden auf Englisch – „logisch“, hat die USA direkt und indirekt Englisch doch fast schon zur Weltsprache „erklärt“. Sprechen die (allermeisten) Menschen in hundert Jahren nur noch Englisch, Spanisch, Arabisch und Chinesisch?
Heute läuft der Film Die Grüne Lüge im Programmkino Ost in Dresden.
Wohin die körperlichen Kraft (und Agressivität) der Männer? Reicht da allein Sport? Gibt es fairen Sport? Früher war wichtig, dass Männer den Clan, die Sippe, die Familie beschützen, jagen, rennen, kämpfen, Zeiten ändern sich.
Ja, das sind verschiedene und viele Themen und doch hängt alles zusammen!

Durch ein Projekt des Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V., welches vom House of Resources gefördert wird, und Eigeninitiative entstand der 16. Stadt-OL – im Wald – mit Elementen des Lehrpfades dort und wird am Sonntag, 10.11. bei einer kostenfreien Führung eingeweiht. Wir gehen durch den Albertpark, der früher (mehr) gepflegt wurde und wo sich letzten Samstag viele Orientierungsläufer zu einem „200. Geburtstag“ trafen. Derzeit baut die DREWAG eine Trinkwasserversorgungsleitung für den Dresden Norden (die wachsende Industrie dort hat auch Durst) hindurch, was zu Einschränkungen auf dem PM-/MP-Weg führt.
Am Abend zuvor zeigt das Staatsschauspielhaus das Stück Blaues Wunder. Kunst findet Worte bzw. allgemein Ausdrucksmöglichkeiten.
Auch der DWBV e.V. bietet immer wieder Wanderungen an.
Bei einer persönlichen entdeckte ich einen Lehrpfad in der Böhmischen Schweiz und erfuhr zuvor vom Festpostennetz in Decin. In Pilzen gibt es z.B. auch eins.

Orientierungslaufposten an der Ruine auf dem Wolfshügel
Versehentlich löschte ich beim Platzschaffen und Wegwerfen alle Stadt-OL-Karten aus dem Netz. So meldete jedoch eine Frau, die das Projekt vor zwei Jahren, also zu seinem Beginn dienstlich kennengelernt hatte, private Nutzungen im Freundeskreis.
Manche „Posten“ findet man unten, andere oben, Augen auf bzw. auch mal übers Geländer gefühlt, Kulturfreunde! Nicht alles ist gleich weg, wenn man es nicht sieht, oder verkehrt/falsch, wenn man es nicht versteht.
Eine andere Frau und OLerin „erledigte“ mit ihrer Mutter die vier Innere-Altstadt-Angebote in einem Schwung – optimierende Sportlerin. Und sie nimmt die Idee festes Stadt-OL-Angebot vielleicht mit in eine kleinere Stadt/Burg in Sachsen. Mal sehen.
Die Unklarkeiten ließen sich klären. Der Foto-OL enthält  mehr Fotos als Posten. Da ist es glatt von Nachteil, wenn man Dresden mit seinen Skulpturen am Zwinger und Denkmälern „zu“ gut kennt und teils ohne Karte weiß, wo die Fotos zu finden sind.
Ein Geschichtslehrer aus Pulsnitz möchte ein Dresdner Stadt-OL-Angebot als Exkursion nutzen.
Alle Karten und Links wurden ersetzt und dabei 1/3 der Angebote teilaktualisiert und ergänzt. Entdecker-, Insel- sowie die dieses Jahr neu entstandenen Geschichts- und Wasser/Brunnen-OL erhielten mindestens einen Posten mehr.
Ein „Wasser“-Posten wird noch einmal geprüft. ... Er ist an Ort und Stelle, ringsherum Baustelle, die nicht alle immer korrekt eingezeichnet sind. Da sagte ich mal: egal und nein und lasst mich in Ruhe.