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8. Mai 2024

Du kriegst zurück, was du verschenkst.

Kann der David noch gewinnen?
Heute Nacht vor 79 Jahren (8.-9.5.1945) endete der 2. Weltkrieg in Europa mit unzähligen Toten, Zerstörungen, Narben, Traumata.
Die Atombomben auf Japan fielen am 6. und 9. August desselben Jahres.
"Bundespräsident (1984-94) Richard von Weizsäcker mahnte 1985 die Deutschen, den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 zu trennen ‑ dem Tag, an dem Reichspräsident von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannte."
Heute, am 9.5., ist Europatag und durch das Kriegsende Feiertag in etlichen europäischen Ländern, nicht in Deutschland.

Ein Dresdner und OLer, der 3 bzw. 4 Tage nach der Zerstörung Dresdens geboren worden war, bescherte heute vielen Schulkindern einen Orientierungslauf und zuvor geistig behinderten jungen Menschen.
U.a. ukrainische Jugendliche machten heute anderswo in Dresden, in Bombenlücken, wo inzwischen ein (Sport)Park ist, OL.

Gestern Nachmittag wurde abermals der Laubegaster Foto-OL von einer 7. Klasse und ihrer (OL-)Lehrerin genutzt.

Maria am Wasser, Schloss Pillnitz, Festung Königstein von Laubegaster Werft aus
(Die Vegetation und der Parkplatz an den Kiesgruben zwischen Laubegast und Leuben ist inzwischen um Einiges anders und die Karte dort etwas erneuert.)
Willy und Rudolf Blum, die in Laubegast wohnten, wurden vor 80 Jahren in Auschwitz - "ein Wimpernschlag in der Zeit" - von Nazis ermordet. Am 16.5. vor 80 Jahren leisteten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau Widerstand, wodurch die Ermordung von 6000 Menschen damals nicht erfolgte, allerdings Anfang August 1944 doch gegen die meisten vollzogen wurde.

Motschekiebchen, das Kuhkalb der Frau
Zur Doppel-Geburtstagsfeier unseres Abteilungsleiters und unserer Kindertrainierin Anfang April wurde u.a. ein Foto-OL im Albertpark erstellt und absolviert.

Durch neue OL-Karten, die im April eingeweiht wurden (für Schul-OL und der Sprint-OL am 24.4.), gibt es nun auch zwei neue Dresdner Stadt-OL-Angebote, Angebot 48 und 49:
Der WaldWasserWesen-OL, in dem es um Baumarten und Gewässer sowie um tierische und fabulöse Wesen (Stich- und Reizwort "Elfenburg") geht. Alles ist belebt - lernen wir das, bevor immer weniger belebt ist?!
Die Klimakrise schreitet krass voran und wir wollen es nicht wahrhaben, machen so weiter und weiter wie bisher?

Abenteuerspielplatz mit heutigem OL
Im Labyrinth-OL geht es auch um Geschichte und Politik, ja, um Demokratie, Autokratie, Euthanasie, Faschismus, den Holocaust. Wenn Menschen die Geschichte und damit wieder andere Menschen, ihr Leid leugnen, verharmlosen, fälschlich revidieren, verunglimpfen, darf man nicht müde werden, dagegenzuhalten.
Wegen seiner und ihrer SPD-Mitgliederschaft wurde einem Mann und einer Frau Gewalt angetan, wurden sie inhaftiert, flohen sie - Ende der 30er-, Anfang der 40er-Jahren, las ich durch Stolpersteine, um die ich die Karte für den Labyrinth-OL ausdehnte. Und wieder werden Sozialdemokraten und Grüne und andere angefeindet, tätlich angegriffen. Gar nicht weit entfernt, ganz nah, ganz aktuell geschah es, in Dresden Striesen, wo ich zwei Stadt-OL erstellte, einer heißt Freundschafts-OL. Wo bist du hin, Freundlichkeit?
Junge Männer am Männertag in Gruppen sind oft auch nicht schön anzuhören, geben Gift in die Welt, konsumieren Mist und damit meine ich auch radikale Musik und gewaltsame Computerspiele.

Damals flohen Deutsche - SPDler, Sinti (das Reisen gewohnt), Schwule, Schriftsteller, genauso Frauen ..., wenn sie (noch) konnten. "Abschiebung schafft Sicherheit" kratzte ich von der Regenrinne, die Regen auch von meinem Dach in den Boden leitet. Für wen schafft wessen Abschiebung das? Wie tief ist euer privilegierter Tellerrand? Mit Nazis gibt es keine so beschworene Sicherheit, für niemanden. Die Freiheit flieht vor euch und so auch eure. Die AfD betreibt Opferumkehr, so wie Putin und Trump, der durch krasse Erinnerungsfehler zu vielen gut erscheint. Das Patriarchat ist auch für Männer Scheiße und gehört in die Mülltonne der Geschichte. Mit dem Demokratiesterben sterben Menschenrechte und Menschen.

Begegnungen im Auenwald Leipzig
Dieses (Wahl)Jahr wird an einige Persönlichkeiten gedacht.
Personenkult ist Quatsch. Auch Jesus wurde vergöttert.
Caspar David Friedrich wurde (im September) vor 250 Jahren geboren - von seiner Mutter, Sophie Dorothea. Und hatte gestern seinen jährlichen Todestag. Sein Grab liegt auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof. Als Maler kann er gar keine "reine" weiße Weste getragen haben. Das war Spaß.
Neben dem Romantiker recherchierten Schüler*innen (statt OL zu machen) zum Autor Erich Kästner (rauchte und trank neben dem Schreiben), der in Dresden aufwuchs und vor 50 Jahren starb, bzw. zum Forscher und Erfinder Manfred von Ardenne (verschuldete sich jung), der nach 10 Jahren in Moskau, wo er nach dem Krieg zwangsverpflichtet arbeitete und mit an der sowjetischen Atombombe wirkte, nach Dresden zog.
Franz Kafka starb (Anfang Juni) vor 100 Jahren mit 40 an Tuberkulose, seine drei Schwestern wurden 18 Jahren später ermordet, er war Prager und deutsch und jüdisch, vielleicht auch verrückt (geworden) durch seines Vaters Strenge, durch seine Zeit, wollte seine Werke vernichtet wissen, die sein engster Freund bewahrte, wodurch Kafka berühmt wurde, der es auch mit Frauen nicht leicht hatte.
1984 ... Schwester und Papa beim OL

Und 2024 ist auch ein "Kant-Jahr": Philosoph der Aufklärung, die auch Rückschritte und Verblendung beinhaltete, Immanuel Kant, der vor 300 Jahren - wiederum von seiner Mutter, Anna Regina - in Königsberg, heute Kaliningrad, geboren worden war, der von vielen hochgelobt und nicht leicht verstanden wird, den Putin schätzt, den Scholz schätzt, Kant, der keinen Krieg schätzte, keine Kolonialisierung, keine Sklaverei, der aber auch Frauen nicht oder unterschätzte, das Judentum und Juden und andere "Rassen", die er eigentlich nicht sah und doch irgendwie. Ich werde nicht schlauer aus seinen Kritiken und Kritiken an ihm, doch er beeinflusste unsere westliche Welt sehr.
Förster Heinrich Cotta (1763-1844) soll freundlich gewesen sein. Stadt-OL in den Forstbotanischen Gärten Tharandts?
Pflanzen bleiben auch nicht immer dort, wo mensch sie anpflanzte.

Der April endete mit dem Tag der gewaltfreien Erziehung - und einem deutschlandweiten Seminar des Kinderschutzbundes und der Deutschen Sportjugend zu psychischer Gewalt im Sport, die es gibt, die ernst genommen wird, die ganz klar schwinden muss.


Blick von der Festung nach 'm Regen
In Leipzig überarbeite ich Karten fürs Turnfest 2025.
(Wie lange wir OLer*innen wohl noch mit bei den Turner*innen angesiedelt sein werden?)
Dort könnte ich also wirklich auch noch Stadt-OLs erstellen.

Zeit. ... Die Zeit wird es zeigen. Und OL-Anfragen reißen nicht ab. ...

13. April 2023

Globaler Frühling, Studentenbewegung und so weiter?

immer wieder, immer früher kommt der Frühling?

Ein Vereinsfreund und ich haben den Campus der TU Dresden auf der Karte aktualisiert, müsste man jedes Jahr, meinte er. Da sind wirklich nach wie vor allerhand Baustellen. Lässt es sich mit denen gut studieren?
Von Anfang an wollte ich dort auch einen Stadt-OL, nun erstellte ich ihn.
Langsam sehe ich die Grenze, was ich noch will und worauf ich verzichten kann und mag - zumindest beim (Stadt-)OL. Oder?
Der "Studenten-OL" umfasst im Nordwesten, am Münchner Platz eine Gedenkstätte, die Grausames wachhält, um eine Wiederkehr zu verhindern. Dort wurden früher tausende Menschen ermordet, insbesondere im Nazi-Regime und 2. Weltkrieg und vor allem auch aus Tschechien. Durch meinen Sport war ich so oft dort und bin gerade wieder mit mehr als einem Menschen aus Tschechien in Kontakt.
Das Zitat auf der Karte kam mir in diesem Zusammenhang in den Sinn. - Verrückt, dass Unterdrücker in der Minderheit anprangern, was sie selbst lebten und leben. - Oft waren und sind es Studenten und Studentinnen - sowie Arbeiter und Arbeiterinnen, die sich gegen Missstände und Unrecht auflehnten und auflehnen.
In diesem doppelten Sinne wählte ich auch Studentenbewegung im Titel und soll er verstanden werden.
Seit 2002 bieten Orientierungsläufer und -läuferinnen im Sommersemester einen Unisportkurs Orientierungslauf übers Universitätssportzentrum bzw. jetzt: über das Dresdner Hochschulsportzentrum der TU Dresden an, seit 16 Jahren wird er auch regelmäßig von USV-OLer/innen organisiert und geleitet. Heute begann der diesjährige Kurs. Früher war ich immer mal neidisch auf Studenten, weil ich nicht (immatrikuliert) studierte.

Die Karten Am Jägerpark (Zeichen-OL) und Weißer Hirsch (Fenster-OL) verbesserte ich etwas - ich löschte unnötige Linien.
Beim Lehrpfad-OL (Albertpark) ergänzte ich einen Posten in der Postenbeschreibung, der nach Ergänzung gefehlt hatte - genauso eine Wegmarkierung auf der südlichen Karte des Bachlaufes im (unteren) Prießnitzgrund.
Die Karte Blaues Wunder (Baukunst-OL) erhielt ein größeres "Update": neue Symbolik und Nordpfeil und -linien gedreht. Der Nordpol wandert, der magnetische.

Straßenquerungen wurden wieder mal ein Thema beim Orientierungslauf. Bei Wettkämpfen gibt es Sperrungen, zumindest Straßensicherungen, aber bei Trainings in der Stadt ... Klar, auch Nebenstraßen sollten wir vermeiden, aber Sprint-OL gehört auch bitte schön für die meisten ins Urbane denn in den Wald. Interessenkonflikt? Und sowieso steigt der Anspruch.
Und der Dresdner Sprint-OL sei zu lang und müsste Stadt-OL heißen - diesen gibt es hiermit aber schon. ;-)

Zittau, wo die DM Sprint und Sprintstaffel naht, geht kaputt, Häuser "reißen" - vielleicht in Folge des nahen polnischen Tagebaus?


immer wieder Unrecht, Hinrichtungen?

Und jetzt noch was zum Urheberrecht und zur derzeit gehypten "KI" - Ist das intelligent, was wir da wieder fabrizieren?

Und wieder eine alte Wut aus alter Kränkung. Ich schreibe was und es wird geändert, beschnitten.
Kürzen reicht. Kürzer wäre besser. Jemand meint(e), es besser zu wissen.
Das tut mir weh. Die Begründung kann ich verstehen, nachvollziehen, ist mir zuweilen und in Teilen plausibel.
Aber es geht um die Art und Weise. Schreibfehler raus erlaube ich mir auch bei anderen, eine klarere Formulierung vielleicht noch, wenn es das ist, was ich meinte. Und hier meinte ich nicht mal mehr, schrieb statt persönlich Fakten, schrieb angeblich aber zwei Sätze zu viel, die nichts mit dem anderen zu tun hätten, was ich klar anders sehe.
Texte sind wie Karten und Bilder Ideen und Produkte von Urheber*innen und da sollte man nicht drin herumfuschen, ändern, ohne zu fragen, und nicht klauen. Ja, wir arbeiten auch kollektiv und nutzen, was andere vor uns schufen und zunehmend auch was Daten und Programme erschaffen, aber das entbindet uns nicht von unserer Achtung vor anderen. Und: Änderung kann nur aus sich heraus entstehen, nicht erzwungen werden.
Ich lösche keine Kindersätze übers Essen im Trainingslager und schreibe noch 3 übers Training hinzu. Das Kind erlebte und schrieb. Lasst uns das achten. Und genauso das Wirken und die Werke von Kindern, die erwachsen wurden, wenn es nicht schadet.
Das Kind - und ich meine mit ihm auch die (unveränderte) Natur allgemein - wird vielleicht noch die letzte Grenze vor der Künstlichkeit sein, die seinen Ursprung schließlich auch in ihm/in ihr hat.
Wir wollen lediglich effizient und korrekt? Dann lasst uns die sogenannte KI nehmen! Die textet wie geleckt, aber nicht wie erlebt. Aber wofür leben wir dann schlussendlich noch? Sie kann Meinungen nachahmen und sie wirkt damit täuschend echt, aber sie wird sie nicht aus Gefühlen und Bedürfnissen heraus entwickeln und haben. Was uns Menschen zudem ausmacht, ist es, Zusammenhänge zu erkennen. Diese können Quatsch sein, aber sie machen uns eben auch aus und zu uns.
Und wir Menschen können erstaunlich gut differenzieren und sortieren - auch wenn Vielfältiges scheinbar zusammenhangslos auf uns einströmt.
Vielleicht ist dieses für manche Zusammenhangslose, für manche Unverständliche neben Stil auch NI (natürliche Intelligenz).
Noch ein Zusammenhang erkannte ich: Stadt-OL sind vielfältige Orte, Denkmäler, Fragen, Hinweise unterschiedlicher Themen, die durch gehbare Wege zusammenhängen! Und ich versuche oft, mehr als die Räumlichkeit verbindet, Themen zu benennen - immer bleiben Ausnahmen.


immer mehr Raketen und Technologien?

Und hier noch was zu Großem und Verschiedenem:

Unsere Regierung macht Mist (den Atomausstieg finde ich gut, das Waffenliefern nicht - war Putin jemals bereit zu verhandeln oder war das nur mit einem älteren Russland möglich gewesen?), jede macht Mist. Die Opposition täte es kein Deut besser. Vielleicht viel schlimmer.
Angst regiert und Geld und Angst ist der Gegner, was nicht sein müsste.
Die kritischen Stimmen sind laut, "bevölkern" Netzwerke, technische und biologische. Und immer gegenüber denen, die machen.
Was A über B sagt, sagt mehr über A als über B.
Und immer wieder: als gäbe es nur Westen-Osten, voran Russland-USA und nicht auch: entweder oder und sowohl als auch.
Das System ist Kacke und ich bin froh, dankbar in diesem zu leben.
Ich will diese zwei Seiten der selben Welt sehen und aushalten.
Wir Menschen sind unperfekt und fordern von uns und von einander, es nicht zu sein. Vielleicht sollten wir wie noch einige Kinder mehr nach Freude streben. "Häng dein Herz an die Freude!" (Judith Holofernes)
Manchmal will ich in die Höhle (zurück), nichts tun, suche die Verbundenheit (mit anderen und allem) und die Freiheit (ich selbst zu sein) und bekomme immer "nur" beides zusammen und eines nie ganz. (Und Fehlen tut weh, bis es lähmt oder gelöst wird.)
Das sind auch mir unsere zwei Grundbedürfnisse, die gegensätzlich scheinen, doch einander ergänzen.

Was kann man getrost glauben? Dass Mann und Frau alles sind, grundsätzlich verschieden, einander gehören?
Oder doch auch ein weites Feld, im Menschsein vereint, einander brauchen, ergänzen, lieben können?
Oder ist das schon wieder verklärt?
Merkwürdig und doch wie nichts unlogisch: Männer, die andere Kulturen ablehnen, aber selbst ein altes, stolzes Männerbild - und damit auch Frauenbild, weil Rollenbilder - propagieren.
Gott ist mir zu negativ belegt. Ich glaube an die Natur, die ich kenne, ahne und die viel mehr ist, als ich fasse, alles.
Glauben, dass alles auch ohne uns/mich wäre und sein wird, weil auch schon war?
Und wir doch auch die Welt mit uns, unserem Wahrnehmen wahrmachen, ein ganzes Stück weit erschaffen?
Wir glauben, was wir oft hören, lesen, was wir als wahr und wahrscheinlich befürchten und wünschen, teils fatal und allzu menschlich - und so wird auch KI geprägt.
Zwei mir interessante Radiobeiträge - Deutschlandradio Kultur:
kurz zu KI
und zu Klima- und allgemein modernen Mythen (knapp 30min)

30. Januar 2023

Nichts bleibt, wie es ist?

Blick von der Agneshöhe aus am 31.12.22 von Klaus Hempel
Heute hat ein Freund Geburtstag.
Er erstellt OL-Karten, professionell. Er wird damit finanziell nicht reich, im Gegenteil, aber er steckt sein Herz hinein. Und er machte mir klar, wie kostbar unsere Karten und dass sie im Sinne des Urheberrechtes geschützt sind. Sie veralten, doch sind sie historische Dokumente, Kunstwerke.

Rings um die Forstbaumschule in der Dresdner Heide entstand durch eine "Weihnachtsfeier" im Januar in weißer Pracht kurzfristig für Kollegen ein weiterer Dresdner Stadt-OL - auf einer seiner zahlreichen Karten: der Baumschul-OL.
Im Zuge dessen stattete ich sowohl den Lehrpfad-OL als auch den Wegzeichen-OL (hier doppeln sich zwei Posten mit dem Baumschul-OL) mit aktueller Karte aus.
Oft ist das mehr Arbeit als gedacht.

Ende 2022 ist die neue Bachlaufserie, diesmal als Winter Cup, mit 6 neuen Läufen angelaufen.
Vor allem einige OLer des USV TU Dresden liefen bereits einige der Läufe - gerade als der Schnee wieder verschwand und bevor er wiederkehrte.
Zuvor überarbeitete ich noch einmal die grobe Karte des Zschonergrundes und verbesserte noch ein paar Karten der ersten Bachläufe. Ideen für weitere sprudeln, aber nutzt sie wer, will ich es?
Dass sich die Bachläufe lohnen, zeigt eine Aussicht von der Agneshöhe - siehe Foto. Dort will ich auch noch einmal OL hinbringen. Einmal, vor reichlich 5 Jahren tat das bereits mein Vater.

Übersicht Streckenlängen und Höhenmeter der 11 bisherigen Bachläufe
1,6 km 145 Hm Moosleitensprint
2,6 km 105 Hm Gutebornbachlauf
2,8 km 120 Hm Eisenbornbachlauf
3,0 km 225 Hm Friedrichsgrundbachlauf
3,1 km 125 Hm Mordgrundwasserlauf
3,5 km 180 Hm Wachwitzbachlauf
3,8 km 120 Hm Kaitzgrundbachlauf
4,0 km 180 Hm Gorbitzbachlauf
5,3 km 145 Hm Zschonergrundbachlauf
6,8 km  80 Hm Prießnitzgrundbachlauf
6,9 km 200 Hm Gebergrundbachlauf

Schnee vom letzten Jahr, Osterzgebirge, Foto: Wiebke Seher
Die Zookarte und der Tier-OL enthielten nach den Weihnachtstagen ein Update. - Nichts ist spannender als das Leben.
Beim Insel-OL in Laubegast verschob ich einen Posten (mit Bezug zum OL), da der "Breitengrad" weg ist.

Meine neue Pirna-Karte wurde letztens von Leipziger Nachwuchsläuferinnen in einem Sprinttraining genutzt, genauso wie die "Innere Altstadt Dresden".

Rings um den Philosophischen Schul-OL (ein Posten hinzugefügt) entsteht die Karte "Rosengarten, Prießnitzmündung" (meine 20. Dresdner Sprint-OL-Karte) für den 3. Lauf (mein 20.) der 20. Dresdner Sprint-OL-Serie Ende März - mit/nach ihm nach Plan entsteht auch ein weiterer, der 40. Dresdner Stadt-OL (plus einer in Meißen und einer in Pirna = 42).

Und Ende 2023 soll als mein 19. Wichtel-OL ein Stadt-OL in Oberloschwitz (in Arbeit) eingeweiht werden. Erst plante ich den woanders (bereits fertig), aber dann wird das eben der 20., ein Jubiläum.

Unterdessen fand die Deutsche Meisterschaft im Ski-Lang-OL statt - mit marginaler Beteiligung. Und dennoch überraschte mich mein Gewinn in schöner, weißer Landschaft.

1. März 2021

Hallo Welt,

OL zum Projektbeginn Ende Februar 2017 – Bewegen = Denken

spielst dich inzwischen im Netz ab?
Wie ist die Luft da drinnen? Keimfrei? Virenfrei? Stickstoff- und sauerstoffrei?
Fließt da auch Wasser oder nur Strom?
Und was ist mit der, mit unserer Erde?!
Wie hoch ist der Stromverbrauch durch Videokonferenzen?
Welche Konzerne, Leute verdienen daran?
Beim Klimaschutz schon mal an Energiesparen im Sinne von „nichtwirtschaftlich“ (Energieverbrauch herunterfahren) gedacht? Was ist notwendig? Was könn(t)en wir alles weglassen und sein lassen?

Klar, Täuschung gibt es auch im Pflanzen- und Tierreich. Zwei-fel ist so alt wie die erste Teilung.
Aber wollen wir Menschen Menschen, die vor allem im Rechner und Smartphone leben und das Denken und Fühlen verlernen sowie das Fehlermachen und Nichtstun und Ausruhen? Alles, was das Leben ausmacht.
Wie lange funktioniert das noch, macht das Leben das mit?
Wer sorgt für unsere Grundbedürfnisse?
Sehen wir noch ein, dass Leben Sterben ist?
Dies können, wollen wir nicht ertragen? Geht es uns zu gut? Und unsere Antwort ist mit Unlebendigem das Lebendige in und um uns zu bekämpfen?
Menschen sterben, Menschen werden geboren, Frauen gebären, ...

Lässt dich eine Handy-App atmen, essen, auf Toilette gehen?
Es gibt inzwischen Apps zur Postenkontrolle ohne Posten für Orientierungssportarten.
Soll das die Zukunft sein? Wessen?
Tritt diese immer weniger ein, umso mehr wir meinen, sie vorauszusagen?
Auch weil das Voraussagen sie beeinflusst und oft eben nicht so, wie wir uns das denken, wünschen, befürchten.
Mit der Digitalisierung Schritt halten? Mitschwimmen, im Mainstream, Hauptstrom.
Gar nicht wäre extrem? Aber immer und alles? Extrem kann auch die Masse sein und ist es zu meinen, das wäre ganz dufte, gar die Rettung. Rettung vor uns?
Wir reduzieren uns aufs Hören und Sehen, nicht erst seit heute, und selbst das Sehen ist ohne Tiefe. Da wird, im Internet, von Räumen gesprochen, wo keine sind.
Sind wir längst dabei uns mit sogenannter künstlicher Intelligenz zu messen, zu vergleichen, der eine Menge fehlt um menschlich zu sein?
Fangen wir an, uns zurückzuentwickeln?

Geschichte. Lernen wir – gegenwärtig – aus ihr?
Wohin brachte uns die Industriealisierung, wenn nicht auch in einem rasanten Tempo hierher, an die Grenze der für die meisten Lebewesen nachhaltig unerträglichen Erderwärmung, vor Kipppunkte großer Ökosysteme?
Industrielle Revolution inklusive Waffen und industrieller Tötung, sei es „nur“ zum Verzehr von Tierfleisch.

Atlanten – die Welt dreht sich von alleine

„Chemie gibt Brot, Wohlstand und Schönheit“ wurde schon und auch in der DDR propagiert. Hört sich eher kapitalistisch an. Pharmazie soll jetzt (wieder mal) der Garant für Gesundheit sein?
Gehört nicht mehr zum möglichst gesunden Leben, das eben keine Garantie bereithält?

Ja, Gitarren sind Teile von Gitarrespielenden, aber Autos auch von Auto(mit)fahrenden und unsere Autos vernichten mit ihrer Wirkung, schnell und angeblich (kurzfristig) uns und anderes leichter zu transportieren, eben auch Stille, atembare Luft, trinkbares Wasser, lebensspendende Erde und Leben selbst.
Nebenwirkungen sind unerwünschte, Haupt- erwünschte Wirkungen.

Und mein Gefühl wahrzunehmen (dass es mir z.B. im Wald besser geht, als in der Stadt), soll „falsch“ sein?
Quatsch, denn alles ist folgerichtig, alles, folgeRICHTIG.
Meine Zweifel halten andere nicht aus, weil es auch ihre sind, die sie nicht hören (wollen)?
Ich will nicht ärgern, ich nehme wahr und will nicht leugnen. Werft mir nicht vor, in der Welt und ein Teil von ihr zu sein. Ich will es auch nicht tun, sondern euch gutmütig annehmen.


Praxis:
- eine Familie, die den (oder den) Schlösser-OL nutzte.
- das Kulturbüro der TU, die ihn und den Lehrpfad-OL nutzen möchte.

eine Laufserie im März mit einigen besonderen Orten:
Bachläufe – stromaufwärts
Früher tranken Menschen aus Bächen, kochten Wasser später ab, tranken es mit Alkohol, um sich nicht zu vergiften – und wieder zu viel Alkohol.
Heute fließt es, Wasser bei uns aus Wasserhähnen (Hähne!), die uns kaum noch an Brunnen erinnern, wenn wir es nicht tun.
Ohne (Trink-)Wasser keine Menschen, kein Leben.
Gelingt es zu sensibilisieren?
Mal wieder einen Fluss beobachten, seinem Flüstern lauschen und dadurch mehr lernen als beim Lesen von Worten?
Sich entschleunigen lassen ohne erst ganz anhalten zu müssen.
Schätzen, dass unsere Vorfahren mit Mühlen Mehl mahlten für Brot, sodass auch wir heute leben.

Demnächst folgt der 26. Stadt-OL ..., fertig ist er.


„Ente“ mit SI-Station, lösen Handy-Piep-Apps SPORTident ab?

Es gibt reichlich Lehr- und andere Pfade, einzelne Hinweise auf Vergangenes und Gegenwärtiges, im Zschonergrund, an den Elbhängen, im Erzgebirge, im Thüringer Wald, ...

Viel findet man oft auch im Netz. Aber dann war man nicht da, hat es einen nicht berührt, verbindet man es nicht mit dem Gehen, dem Dortgewesensein, bleibt es nicht so hängen. Und man findet nicht alles im Netz. Die Welt ändert sicher schneller. Und eben: die Luft, vom Wind bewegt, das Wasser in Flüssen und Gewässern, die Erde, die Sonne im (nicht am) Himmel, hinter Wolken ... spürt man nur draußen. Es gibt kein schlechtes Wetter! Regen bringt Segen, vergessen wir, weil wir kaum noch Bauern sind.

Nehmen wir uns Zeit?! Zeit füreinander?
Oder nur noch für stupide Arbeiten, die uns das Leben „erleichtern“, „verbessern“ sollen?

Wurde es denn jemals markant leichter, besser – gemessen woran und womit? Und geht es darum?
Leben ist Zeit. Wer keine Zeit hat, lebt nicht. Ein „Armer“ kann also reich sein gegenüber einem „Reichen“.

Ja und doch auch: uns geht es stetig „besser“. Sind wir auf dem Gipfel angelangt?

Die Kindersterblichkeit sinkt und die Gesundheit allgemein scheint mehr gegeben und doch verlagern wir unsere Sorgen: Kinder ohne Kindheit, Gesundheit ohne Wohlergehen, ohne Freude.
Und was ist mit unserer inneren Entwicklung?


Welches Tier wärst du? Mehrere? Ja, Tiere dürfen dir gefallen.

(Säuge)Tiere, Vögel, ... – Leben wir mit ihnen?
- ein toter Fuchs im Dunkeln am Wegesrand – Ein Schauer läuft über mich.
- ein Reiher, der mit kräftigen Schwingen langsam aufsteigt – War es ein Reiher, lernte ich genug kennen, um sie zu erkennen?
- ein Eichhörnchen, das einen Baum hochschnellt und flink auf den nächsten und nächsten springt und dem ich nachschaue.
- Hühner, die ich füttere.
- eine Bisamratte an der Elbe, kein Biber, am Schwanz zu erkennen – Eine Traube Menschen, die sich halb um sie trollt.
- ein Rehbock und ein Wildschwein – rannten in gleicher Richtung durch den Winterwald.
- zwei Rehe auf einer Wiese im Naturschutzgebiet, denen mein Blick länger folgt – Ich halte inne.
- ein Hase an der Straße, flüchtend um zu leben, Erinnerung an einen in der Stadt – Ich suche ein Foto.
- Schwäne und Enten in Flüssen und Seen in der (schützenden) Nacht – wenn wir sie nicht erhellen und durchlärmen würden. Ja, auch Lärm ist Schmutz und Stille Umweltschutz.
- ein Dachs, der floh und rannte und Krach – mit einem Auto zusammenstieß und weghumpelte, am Friedhof, vielleicht starb.
Wie geht es den Zootieren – ohne Besuchende, außer den Pflegekräften?
Würde man Menschen wie Tiere „einschläfern“?

Menschen töteten Menschen bestialisch und töten weiterhin (bestialisch). Wie lange noch?
Und doch, sind wir im Grunde so veranlagt gut zu tun.

PS: Die Rester des 10 Jahre alten Festpostennetzes im Jägerpark wurden heute eingesammelt, der Forst wollte es schon länger. Müll könnten und müssten wir OL-Treibenden vorm grünen Frühling gerade dort, in einem unserer Sport-/ Trainingsgelände auch mal einsammeln. ...

9. Juni 2020

Die Angst um (Söhne) und die Angst, Angst zu haben

Musik können alle hören, die hören, aber spielen, wer kann es
Gestern vor einem Jahr starb Janek Leibiger, ein OL-Jugendfreund. Ich, Wieland Kundisch, benannte letzten Sommer einen Stadt-OL nach ihm. Bei diesem Lauf und vorher, am Tag nach der Beerdigung, beim Sachsentrail, tauchte jeweils ein Janek vor mir auf. Ich hatte zuvor nur ihn mit dem Namen gekannt. Letzten Freitag stellten ein Kletterfreund Janeks und ich fest, dass wir uns, nachdem wir uns in den letzten Wochen kennengelernt hatten, über Janek schon länger „kannten“.
Janek meinte mal bei einem Lauftraining im Albertpark zu mir, mach was, wenn du dich unwohl fühlst, und machte und lachte.

Vorgestern wurde die neue OL-Karte der südlichen Dresdner Heide von Karsten Lehmann eingeweiht und somit erscheint jetzt auch der Lehrpfad-OL in einem neuen Licht. Da die Erdpole wandern (derzeit etwa 0,2 Grad pro Jahr), ist die Karte um inzwischen 5 Grad „verdreht“ zur alten bzw. die alte jetzt im Nachhinein zur neuen.
– Rings um die Königsbrücker Heide, die fast ein Jahrhundert dem Militär zum „Spielen“ diente, führt ein Radweg und mehrere Wanderpfade mit Infotafeln. –
Das erste Mal „seit Corona“ fand in Dresden wieder ein gemeinschaftliches OL-Training mit Zeitmessung statt. Einzelne Jungs reisten dafür von Dittersbach bzw. Bad Schandau an. Ein Vater erzählte, wie froh er sei, dass sein Sohn – durch Helmut Conrad, bald 80 und mehrfacher Senioren- Weltmeister – diesen Sport hat. Ein anderer OL-Kind-Vater bestätigte, wie gut seinem Sohn der Waldkindergarten getan hätte. Andere Erwachsene konnten nicht glauben, dass Kinder alleine mit Karte durch den Wald rennen.
Wie viele Kinder werden auf Straßen von (fetten) Autos überfahren oder sterben in ihnen? In Kriegen? Durch schlechte oder Mangelernährung? Durch seelische Mangelernährung, Vereinsamung? … Werden nicht alt, falls wir Affenmenschen uns „abschaffen“. (Nach einem Buchtitel.) Oder sind wir doch im Grunde gut?
Einige singen so, andere so und Judith Holofernes singt u.v.m.:
„Die Geschichte der Welt ist ein ödes Buch
aber jeder muss es lesen
berechenbar und schlecht erzählt
und voll verquerer Thesen ...“

Das Leben ist lebensgefährlich, scheiße, schrecklich, schmerzlich und schön.

Wenn wir alle voneinander wüssten, dass wir alle die selbe Sorge um uns selbst und um das Leben insgesamt in uns tragen und sie uns trägt. Wir wissen, weil fühlen es doch!

Ach, jetzt haue ich mal den Hellerauer Garten(-Stadt)-OL raus, bevor es vielleicht erst im Sommer oder später zu der Naturführung kommt.
In der Kommode vergammeln die Sachen, sollen sie doch lieber leben, genutzt werden!

11. Januar 2020

Das Rad der Welt

Älteres im Rücken „Und der Zukunft zugewandt“
Es hält nicht an, es hält nicht inne, es dreht sich immer noch
schnell und schneller – dreh’n wir durch?
Das Jahr beginnt, die Zeit verrinnt. Die Welt brennt und wir rennen.
Kinder werden geboren, größer, geliebt und misshandelt und sterben.
Die Jugend wächst und fehlt und die Alten bleiben und gehen. Und alles sind miteinander verflochtete Einzelschicksale.
Was geschah alles, wodurch wir Menschen, was alles, damit du und ich leben?

Die Anfang Dezember verlegten Stolpersteine im Bereich der Dresdner Innenstadt wurden in die Innenstadt-OL-Karten aufgenommen, der für van Emden vorm Kronentor des Zwingers in den Geschichts-OL, die weiteren auf der Seestraße für Familie Hundert und die 2018 (um)gelegten von Anne Pick und Familie Blumenkranz an der Wallstraße in den Kultur-OL (hier wurden die neuen Häuser eingezeichnet, die sich aus ihren Baustellen schälen und könnte man noch einen anderen OL zu Giebeln und Reliefs erstellen) und der am Georgenplatz für Alfred Schwarz in den Fragen-OL, wo das neue Rathaus entstehen soll. Und alle drei OL wurden (wie auch der Schüler-OL) auch um einen Posten für weitere Denkmale bzw. Informationen ergänzt. Für den Fragen-OL gibt es auch eine klassische OL-Strecke mit Routenwahlen und fast allen Posten.
Stolpersteine auf der Tiergarten Straße, also am Zoo und am Großen Garten könnten noch in den Entdecker-OL übertragen werden ...

Wohlhabendere verfolgte Menschen konnten durch finanzielle Mittel und Kontakte eher noch fliehen. (Im Personen-OL geht es um ... einige Personen.)
Zum 1945 durch die Nationalsozialisten ermordeten, im Widerstand kämpfenden Hans Dankner gibt es unterschiedliche Angaben, wo er umgebracht wurde. Natürlich ist die grausame Tat das Schlimmste. Und immer wieder gelangen Falschaussagen in die Welt, gerade auch in die virtuelle. Das Internet mit alle seinen Vorteilen kann Angst machen. Machen sich Algorithmen, dumm bzw. mit mangelhafter „Logik“ wie sie erschufen wurden, schon selbstständig?

Ein Blick durch eine Brille macht die Welt nicht wahrer oder falscher, höchstens genauer oder auch unklarer.
Es gibt tausende neue Versionen, Übersetzungen, Verluste und nichts ist mehr lesbar, wie es einmal war.
Es gibt Pläne den Wolfshügelturm (Lehrpfad-OL) wieder aufzubauen.

Und mir kamen schon je vier Pläne für 2020/2021 für weitere Stadt-OL und ihre (ersten) Nutzungen. Dafür soll aber jetzt erst einmal wieder eine neue Karte entstehen. ...

Solange sich also mein Rad dreht, ich meine, mein Herz schlägt ...
Und solange sich unsere Welt noch für uns Menschen dreht ...
Sie dreht sich nicht um uns. Sie dreht sich um unsere brennende Sonne und diese dreht sich in unserer Galaxie und diese dreht sich wohl im All.

Gestern starb eine Radfahrerin auf der Reicker Straße. Autos sind stärker und werden immer noch fetter. Eine Petition damit derart dort möglichst nicht mehr passiert unterschreiben?! Wann werden wir gescheiter? Wie viele Menschen sterben, weil andere dumm, unvorsichtig, gar böse agieren?!

Vor 2 Jahren hielt Gerald Hüther einen Vortrag, der sagt, wie unser Lernen läuft.

5. Dezember 2019

Bist du der Nikolaus?

Kinder haben Stimmen, hören wir ihnen zu, sonst schreien sie
Das fragten mich heute (Wald)Kinder, als ich mit dem Rad und zu Fuß Posten einholte. Ich hatte nicht wie gestern eine Weihnachtsmütze auf, es reichte eine rote Jacke, eine volle Radtasche, dass morgen Nikolaus ist und dass an einem kleinen Baum schon, aber noch ungefüllte Socken für Gaben von eben jenem Spendenden hingen. Man sollte wenigstens lernen, wissen, finde ich, wenn man den Nikolaus zelebriert, dass er aus der Türkei stammt. Und sein Knecht wurde, teils wie das Bild von Gott, welches man sich nicht machen soll, aber meist doch macht, vom strengen zum guten Weihnachtsmann und löste das (Christ-)Kind, die Familie, das Licht in der Dunkelheit ab.

Nein, ich bin „nur“ der Wichtel. Denn ohne die sind auch die Großen nix, und ich glaube, die „Kleinen“ erheben sich immer mehr und die Großen werden sich wieder erden (müssen). Gerade auch weil es teils nicht so aussieht – Systeme kippen im Extrem.
Ich traf auch unseren Kartenaufnehmer Nr. 1. Nächstes Jahr wird der Lehrpfad-OL im Albertpark eine neue, gute Grundlage erhalten.
Manifestieren wir die Welt durch unser Wahrnehmen? Was wissen wir denn wirklich? Alles wechselt zwischen Stoff und Zeit. Teilchen „teilen“ sich, verhalten sich beobachtet anders, als unbeobachtet. Und wir Subjekte beurteilen (Subjekte)?!

Gestern wurde also von reichlich Leuten (rund 50) der Schlösser-OL eingeweiht, von dem es zwei Varianten gibt. Zwei Fehler im Teil „quer“ wurden entdeckt und behoben. Einige schafften „nur“ das Training im Wald, einige werden die Schlösser-OL später nutzen. So z.B. auch der DOSV-Präsident, der dieses Projekt hier wesentlich iniitierte.
Einige Kinder und Jugendliche liefen mit Eifer und Freude mit (auch Erwachsene), einige Mountainbike-Orientierer, einige Neu-Orientierungslaufende – Freunde/Freundinnen von Orientierungslaufenden – spazierten. Wenn alle willkommen sind, wollen auch viele kommen.
Es ist lustig, es ist Kunst und es ist ernst: die vielen verschiedenen Schlösser, um etwas zu öffnen, aber eben nicht durch alle Menschen. Unsere Sorge bestimmt uns, jemand könnte uns was wegnehmen, einen Schaden anrichten, weil dies schon geschah. Vor 1,5 Wochen wurden glitzernde, fein gearbeitete Schmuckstücke in und aus Dresden geklaut. August der Starke besaß sie schon. Wie kam er an sie, woher wurden die Kristalle entnommen? Ich finde wie manche nicht schlimm, dass sie an sich weg sind, eher was mit dem Geld, das Macht ist, das man aus ihnen macht, passiert. Bleibt kriminelle Energie kriminell?
Frauen sind keine Objekte, weder die Erde noch das Wasser
Am selben Tag war Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Die Gründe, dass es ihn gibt, sind tragisch, weil Frauen verachtend bis tötend. Und das, weil Männer keine Kinder austragen, sondern eben Frauen? Sollte das wer lesen und nicht gleich verstehen, empfehle ich: nachdenken. Mann, wir leben doch auch in (unseren) Kindern weiter! Das Gute: Frauen kämpfen (mit Unterstützung durch einige Männer) seit einer ganzen Weile immer deutlicher für ihre Rechte und Würde – in einer immer noch männerdominierten Welt. Und seit Kürzerem tuen das nun auch Jugendliche. Kinder können es kaum alleine – solange Erwachsene sie nicht ernst nehmen. Dabei können wir so viel von ihnen wieder lernen. Wir waren doch alle mal Kinder! Das Bild vom Kind ist auch noch nicht lange, aber es ist im Wandel.
FFF ist mehr als Klimaschützenwollen – damit muss es anfangen, damit hört es eben nicht auf, es geht ums Ganze, dachte ich und las ich bei einer Schülerin auf dem Plakat. Nehmen wir einander wahr?! Einfach, weil wir sind. Weil das All sich für uns „entschied“. Freitag für Freiheit. Freiheit von Zwang und Gewalt. Und wenn Jugendliche „nur“ schwänzten, zeigt es eben auch, dass ihnen Schule so, wie sie sie erleben, nicht gut tut. Viele Ältere höre ich rhetorisch fragen, muss sie nicht (tat sie uns schließlich auch nicht). Ich habe das nicht so übernommen. Lernen muss gut tun – sonst lernt man „Schlechtes“. Revolution war nicht nur gestern und geschieht anderswo, sondern braucht es wohl immer noch für Veränderungen zu einem Besser, zum Aushalten, zum Überleben. In Syrien und anderen, besonders arabischen Ländern werden Menschen zum Erhalt des Status quo umgebracht, doch auch das hält ihn nicht dauerhaft. ... Leben ist Veränderung. Letztens lief im Thalia ein in der Türkei gedrehter Film über homosexuelle Syrer.
Und im PK-Ost passend zum Thema, dass selbst unser „Sozialsystem“ nicht schafft, was es versucht, Systemsprenger. Natur behauptet sich, wir Menschen sind ein Teil von ihr. Die Natur hätte kein Bewusstsein? Ganz viele, sage ich!

Am Mittwoch vor einer Woche nutzten Schüler den Zoo-OL. Auch wir sind Tiere, nur eben die, die andere Tiere nutzen, einpferchen, liebkosen, schlachten etc. Tiere sind auch klug und wir auch dumm, wir stehen nicht über ihnen. Schwäne zeigten, dass sie, wohl nach einem Kampf(?), (gezwungenermaßen) zusammenarbeiteten, um gerettet zu werden. Natur ist schön und schrecklich.

Fantasie und Utopie aus dem Kopf in die Welt
Gerald Hüther halte ich für einen sehr weisen Mann, von dem ich nicht lernen, sondern hören kann, was ich fühle, ahne, manchmal auch in Worte fasse. Letztens sagte er auch und das nicht alleine, dass sich Hierachien nicht mehr halten, unsere Welt zu komplex geworden ist. Hermann Hesse glaubte schon nicht an Demokratie, denn so besser sie als auch als andere Herrschaften ist, ist sie eine. Organischere, flexiblere Strukturen wachsen auch in menschlichen Gemeinschaften (wieder). Das macht mir statt Angst Hoffnung. Dass das Internet und andere Presse eingeschränkt wird, wiederum zeigt die Macht (der Angst) der Mächtigen. Leider erzeugt das Trennung, Feindschaft bis Krieg.
In dem immer wieder besetzt gewesenen Eritrea (die Griechen prägten bereits den Namen des Landes) z.B. wird neben der Presse auch das Leben so stark eingeschränkt, dass ein großer Teil der Bevölkerung ging. In fast jeder Familie gibt es Geflüchtete bzw. gibt es sie dann vielmehr nicht mehr in der Familie vor Ort. Und die, die den staatlichen Zwangsdienst leisten, sorgen dafür, dass möglichst nicht noch mehr gehen. Die freie Grenze zwischen seinem letzten Besatzer ist seit letztem Jahr schon wieder eine kurze Geschichte.

Zurück zu den Elbschlössern, die (Einfluss-)Reiche sich bauen ließen, die erhalten und unterschiedlich genutzt werden: Albrechtsberg mit Jugendkunstschule vorne dran, Keramikwerkstatt und Winzer nebenan, Lingnerschloss („eigentlich“ Villa Stockhausen – eigentlich wie die Loschwitzer Brücke, die die Masse Blaues Wunder nennt) und Eckberg. Geschichte ist ... Am Montag wurden 30 neue Stolpersteine in Dresden verlegt, am Abend – parallel zu den Montags-Menschen-gegen-andere-Menschen-Demos – erinnerten einige Menschen einige Menschen in einem Teil des Zwingers an die Menschen, für die die Steine stehen. (Stadt-OL-)Karten werden dahingehend aktualisiert, aber nicht heute.

24. November 2019

Jubel, Jubiläum! Wielands 15. Wichtel-OL

große Wiese am Lingnerschloss = Sperrfläche in der Karte
Und da gibt es einen ganzen OL- und Kulturabend von Alex und Wieland im Abendland.

Mittwoch, 4.12.2019, über 15 Jahre nach dem Weltcupfinale-Sprintfinale um die Elbschlösser

Treff und Umkleide ab 17Uhr im Kerker, äh im Keller VOM Schloss Albrechtsberg,
siehe „eingesüdete“/in Laufrichtung gedrehte Karte vom großen Helfer-Wichtel Alex.

Zeitplan
Start zwischen 17:15 und 18:15Uhr
Wein„berge“ bis auf öffentliche Wege = tabu
Zielschluss der OL-Trainings 19:30Uhr
2 Schlossrundgänge á 20-30min durch Alexander Lubs (ganz locker, ist keine Führung, ihr dürft Fragen stellen)
Start für diese jeweils etwa 18:30 und 19:30Uhr, je nach Interesse
20Uhr Schluss im Schloss

Fahrräder können vor dem Schloss oder im Gelände (in Karte beschriftet) abgestellt werden.
Für das Parken von Autos vor dem Schloss sind bis 19Uhr 25ct/Std. zu zahlen.
Die Bahnlinie 11 hält nordwestlich (Wilhelminenstr.) und nordöstlich (Elbschlösser) vom Schloss Albrechtsberg.

Wald-Nacht-OL mit reflektierenden Posten und (etwas aufgeräumter) Karte in 1:10.000
Lang       8,0km       20 Posten
Mittel       5,6km       14 Posten
Kurz       3,8km       10 Posten
Start und Ziel direkt gegenüber Ein-/Ausgang Schloss Albrechtsberg in der Heide

 im Bereich Schloss Eckberg = keine Posten
„Schlösser-OL“ = Foto-Score-Park-Nacht-OL
3 Elbschlösser? Vonwegen, da sind viel mehr! :-)
2 Versionen á 26 Posten (= 26 Tage bis Weihnachten zuzüglich Weihnachtsfeiertage), werden im Wechsel ausgeteilt, damit niemand nachläuft. ;-)
Karte: 1:4.000, aktualisiert
Wer die Zuordnung der Posten zu den Fotos auf der Rückseite der Karte vermerken will, muss sich einen Stift mitbringen.
DER OL kann auch gerne später noch mal absolviert werden, nur macht man das auch?

Für diesen OL innerhalb des Schlösserparks dürfen wegen der Sandsteine KEINE Dobbspikes getragen werden!

Meldung für die betreffenden Veranstaltungen bitte entsprechend der Meldelisten auf www.ol-in-dresden.de

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! Ob es zu alledem noch Süßes vom Wichtel gibt – mal schauen ...