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9. Januar 2024

Wenn wir es nicht im Kleinen schaffen ...

friedlich miteinander umzugeben, zu leben,
wie dann im Großen?

"Was ist so lustig an Frieden und Liebe?"
aus: "Der Krieg kommt schneller zurück, als du denkst."
von Judith Holofernes, 2007

Allen, die sich auf die Seite hier verirren oder sie gezielt anorientieren ;)
wünsche ich friedliches Handeln und Behandeltwerden,
ein gesundes Leben und Miteinander
sowie sich zu freuen, wenn man andere erfreut.


Stockholm, Rathaus, Dezember 2023
Ich machte mit meinen Nichten Weihnachten OL - zwischen meterhohem Schnee. Einen Posten platzierte ich auf einem Schneeberg, weil darunter auf den Platz einfach nicht hinzukommen war. Sie fanden ihre Geschenke. Der Weihnachtsmann (oder Ostermann oder die -frau?) hatte sie im Vorbeiritt, -flug, -gang verloren.
Wie wertvoll ist Zeit, die einfach mal verstreichen darf, nicht gefüllt wird mit Erledigungen.
Auch in Schweden weht der politische Wind längst von rechts und sind EU und UN nicht mehr so cool.
Die alten schwedischen Märchen sind ganz ähnlich unseren: gruselig bis kitschig, manche tiefgründig.

Grabhügel von Hanč u. Vrbata
Keine Woche drauf stand ich mehrfach an einem eisig umwehten Denkmal, 3km der Elbquelle entfernt (kein Wasserhahn zum Zudrehen da), mit Wissen und Bildern von einem Film über verunglückte Sportler im Kopf, die ich am 16.11.23 am Ende erwähnte.
Denkmäler von Helden werden verehrt, Denkmäler von Opfern teils geschändet.

Und manchmal ist man einfach nicht dabei gewesen und es war für andere schön: wie das letzte Geburtstags-Freunde-OL-Wochenende.

Mal sehen, was 2024 so wird und wie's wird und ob's wird, wenn's werden soll, wie es nicht auch anders werden könnte.
An Ideen und Projekten für Sprint- und Stadt-OL mangelt es mir nicht.
Irgendwann werde ich weniger machen und irgendwann nichts mehr, bis dahin aber hoffentlich noch Schönes erleben.

PS: Meine Botanische Garten-Karte war doch tatsächlich noch nicht im neuen Gewand! ... Nun aber, inklusive Pflanzen-OL. Drei andere Stadt-OL erhielten auch noch Aufhübschungen. Zudem habe ich Aktualisierungen der Elbschlösser-Karte durch jemanden nach 1,5 Jahren nachgetragen. Es war mal wieder durch zwei Leute an einer Karten gearbeitet worden. -> D.h. auch der Schlösser-OL (mit ein paar aktuelleren Fotos aus dem Spätfrühling) und Froschkönig-OL sind aktualisiert.

PS2: Ich bin wohl nicht mal in Deutschland der, der die meisten Foto-OL erstellt (Cedric G. in Südhessen macht viele), und auch nicht der, der in Sachsen besonders viele Stadt-OL-Karten erstellt (Hanka S. im Mittleren Erzgebirge macht reichlich, weiß nur kaum wer).

PS3: Ein Kollege schenkte Freunden zu Weihnachten den Schlösser-OL. Eine Kollegin meinte (wiederholt), eine Schule an der Heide suche einen Orientierungslaufangebotsmacher, eine weitere aus dem Arbeitsumfeld könne sich das an einer Nachbarschule mit mir zusammen und Stadt-OL-Angeboten vorstellen. ...

3. März 2021

Die Zone der Erschöpfung

Vom anderen Ufer aus gesehen; nichts ist mächtiger als Natur.
Nase voll von Corona? (Ein Jahr schon Pandemie, vielleicht noch eins?)
Wenn „nur“ im übertragenen, geistigen Sinne, dann gibt es hier ein passendes neues Angebot: rausgehen in die frischere Luft, ans Wasser, über den Fluss fahren (lassen), langsam gehen und genau hinsehen, zu frühen Frühling fühlen und sich und Welt tiefgründig verstehen – mit offenen Fragen, hoffend.
Kronen-OL in Pillnitz (Nein, nicht Corona, aber sprachlich hängen die Begriffe zusammen: Lateinisch heißt corona deutsch Krone.)
Welches Tier bezeichnen wir als König der Tiere?
Und welches Muttertier nennen wir Königin?
Sind wir Menschentiere wirklich die Krönung, wenn ja, in welchem Sinn?

Gehen
Für barfuß Gehen ist es den meisten noch zu kalt (kurze Hose wird schon gerne mal getragen) und oft zu dreckig (unser Dreck) und teils zu gefährlich/ zu ungewohnt. Wir wohnen im globalen Norden seit wie vielen Generationen in unseren Schuhen und verloren den Kontakt zur Erde?!
Begreifen
... geht im und übers Herz, weniger im und übers Netz, weil da nur die Maus dranhängt, die nicht lebt, die Tastatur für Fingerkuppenreizung oder der Wischbildschirm.

Chinesische Details; alte Weisheit und neue Vernichtungslager
„Generation Depression“ – sieht so aus, wenn man in die Geschichter schaut und das geht am besten übern Bildschirm, weil wir, so viele, da regelmäßig reinstarren.
In die Finger kommen wir uns nicht mehr, nur über Vibrationsalarm. Armselig.
In die körperliche Quere kommen wir uns auch immer weniger – Abstandsgebot.
Grundbedürfnis Berühren scheint tabu. Wir übertragen doch aber nicht nur Viren und Bakterien, welche wir nicht brauchen. Und schaden tun sie uns nicht absichtlich. Auch wir schaden seltener absichtlich, sondern eher als Reaktion auf etwas und andere, um uns selbst und andere zu bewahren, zu schützen.
„Depression“ sind Symptome eines aus dem Gleichgewicht geraten Seins, erfolgen adäquat, sind zuerst gesunde Reaktion, wenn es ums Überleben geht, ums Ergeben und endlich einmal nicht mehr Bekämpfen. Mindestens am Ende erliegen wir alle der Erschöpfung. Beim gelassenen Einschlafen können wir es üben.
Erfahren und leben, lernen und lehren wir Akzeptanz?! Das ist kein Aufruf zur Rebellion „Depression“. Trägheit wirkt von sich aus, ist große Kraft. Sie ist Winter, sie ist Ruhe, Vorbereitung, Ausbreitung, Zusammenzug, Innehalten. Bekommen wir das noch mit, können wir das noch mitgehen?

Hier ist ein Sprint-OL-Angebot im und um den Schlosspark Pillnitz für den März, wahlweise mit an den Posten piepender App.
Wer ohne GPS-Handy/ -Uhr läuft, ist trotzdem gelaufen.

Er jät, sät und harkt, er ist König und Untertan.
Optimierung ist irgendwann ausgereizt und dann fängt der Optimierungswahn an.
Bzw. geht es oft um Gewinnmaximierung und darunter leidet sinnvolle Optimierung. Wir könnten eine Waschmaschine herstellen, die lange hält, aber wer verdient daran? Unsere Enkel, die weniger Müll zu verwalten haben! Warum Laufschuhe, die gut sind, weiter verkaufen, wenn man sie verschlimmbessern kann? (Ironie) Ein fettes, großes, schweres Auto, welches mehr ein Panzer und Statussymbol ist, denn ein Gefährt zum Transport, und viel verbraucht, sollte viel mehr kosten, WEIL es uns und besonders unsere Nachfahren und Mitgeschöpfe viel mehr kostet, uns und sie kostet!

In Pillnitz wachsen wie in Botanischen Gärten Bäume und kleinere Pflanzen aus anderen Regionen unserer Welt und wurden Gärten anderer Länder nachempfunden. ...
England (global klein), Holland (noch kleiner) bzw. die Niederlande (Holland ist nur der westliche Teil) und China waren bzw. sind Weltmächte bzw. ist dies sprachlich Englands „Ableger“ die USA. Wann liegt Holland unter dem Meeresspiegel? Die Niederlande handeln Diamanten und helfen Griechenland. Großbritannien kapselte sich ab und wird abgekapselt und „mutiert“ und steht „besser“ da als die EU mit seinen Kapseln für die „Rettung“ aus der Pandemie. China missachtet Menschenrechte. Und überrollt die Welt? Außer Englisch, was die größte Weltsprache bleibt? Und in allen diesen Ländern dachten Menschen groß und Großartiges. Genauso anderswo, z.B. meinte ein Philosoph in Japan vor etwas 800 Jahren, dass Zeit nicht existiere außerhalb von Wesen, die sie erfahren können.

Ich höre auf, ich bin erschöpft, in der Zone der Erschöpfung.
Vielleicht rettet uns Schlaf bzw. Schwermut, so wie Dornröschen.

PS: Die Erschöpfung der Erde/ Flächenfraß, Erwärmung, Vergiftung und Tötung: „Stündlich werden es fünf Arten, 2.700 Hektar Wald, 85 Millionen Tonnen Gletschereis weniger auf der Erde.“ (aus „Alle Zeit der Welt“, Zeitungsartikel aus der Freitag, 24.12.2020)

27. Februar 2020

Ahhhhh, Mensch...enskinder!

Nicht Februar, nicht Feuer, Angst ... um – Liebe (Albertinum)
Was machst du, was mache ich, was machen wir! So viel Mist und Schreckliches und Schönes. Bringen wir uns um ... Schlaf, Verstand, alles? Hast du Schuld, habe ich Schuld, haben wir Schuld? (Was) Nutzt Schuld? Mensch könnte die Hoffnung verlieren. Verlorst du sie schon immer? Bekämpfst Viren. Bist selbst eins, einer?
Knallst Türen und knallst andere ab, erwirkst und erwürgst (wie viele Menschen, besonders auch Frauen, werden täglich ermordet, wie unvorstellbar viele Menschen sind wir?), zwingst und singst, liebst und folgst blind getrieben Trieben, Kind! Kind, bist du noch bei Sinnen, wo bist du hin? Tot, erwachsen? Lernen wir von dir, vielmehr durch dich und meinen, du nur von uns Älteren, durch uns Ältere? Machst doch eh alles nach. Nein, machst auch vor, machst auch Neues, neues Ungeheuer...liches, Unheimliches – im Guttuenden wie im Dummen wie im Bösen.
Nachrichten machen Angst, sind auch „Vorrichten“, geben uns (Denk-)Richtungen vor?! Informationsüberflussgesellschaft – sprengt schon als Wort fast die Zeile.


Was schenkt man einem Orientierungslaufkameraden zum 75. Geburtstag? Ein Bündel Stadt-OL-Karten. Schließlich hatte er den ersten Dresdner FOTO-Orientierungslauf, soweit ich weiß, erstellt, der als erstes Angebot mit ins Projekt einfloss.
Eine Orientierungslaufkameradin schenkte einer Freundin ebenso einen Satz Stadt-OL-Karten. (Ein Junge, der zum Mann wurde, musste, nein, durfte zu seinem 18. den im Botanischen Garten nutzen. Schrieb ich schon?)
Eine andere, Selbstständige und Kartenzeichnerin, zeigt diese Karten Leuten, um im Erzgebirge Ähnliches zu machen – über eine halbe bezahlte Stelle, also als Angestellte.

Es gibt vielerorts Lehrpfade, so bei Geyer im Erzgebirge, als auch im Hochschwarzwald u.a. in Titisee-Neustadt eine Stadttour. Und in unserem Nachbarland Tschechien, wo mehr Sport getrieben wird und auch Wälder litten. Wo nächstes Jahr in der Nähe die 1. (wieder) reine Wald-OL-WM stattfindet. Gerade Sport kann Mensch auch übertreiben. Dann wirkt er wie Alkohol im Po. Ja, das macht „die Jugend“ jetzt so. Die Finnen spinnen. Nein, ist natürlich Quatsch (schon rassistisch?), es gibt viele unspinnige Finnen. Nur es kommt aus Finnland, weil: im Winter noch länger dunkel und Alkohol teuer. Helfen da junge Politikerinnen? Oder dreht die Politik sich so und so nur um sich? Geht das auch ohne? Das friedliche Leben.

Es kann so schnell vorbei sein. Ghostbike 12, Frau, Freund
Mensch muss entspannen, still- und innehalten (um nicht erst schwermütig, gleichgültig zu werden), macht zu viel, viel zu viel, vorallem kaputt. Es wird zu warm, ist es schon. Ski-Orientierungslauf geht ein, geht ohne Kunstschnee nicht. Kunstschnee macht noch weniger Schnee und das ist nicht das größte Problem. Wasser wird knapper. Wenn es kalt ist, kann Mensch was anziehen und sich bewegen. Wenn es zu warm, heiß wird ...? Schatten, Wasser(verlust), ... Heizen ist eins unserer Probleme. Klimaanlagen heizen dem Klimawandel ein.

Mal nur am derzeit vollen Fluss sitzen oder spazieren?! Geht auch mit Karte, z.B. in Laubegast. Und da gibt es noch mehr als mit der Karte zu entdecken. Ein Anker, eine weitere Hochwassermarke, eine „Goldene Insel“, eine „göttliche“ Inschrift, bunte Figuren von Kindern bzw. für Kinder, die nicht eingezeichnet sind.
4km flussabwärts, am Blauen Wunder entsteht ein neuer Stadt-OL. Die Route und ein paar Stationen stehen. Die Anmeldung fürs diesjährige Jane’s Walk Festival Anfang Mai von Dresden zu Fuß bis vorgestern erfolgte vorvorgestern.
Weitere rund 650km die Elbe abwärts trainierten einige Jung-OLer in und bei Hamburg, wo nächstes Jahr sowohl die DM Sprint als auch die DM Mittel sind.

Und im Sommer, wenn es dann zu warm ist, auf jeden Fall heller, also länger hell: eine nachhaltige Naturwanderung unter dem Titel NaturkreisLäufe übern Heller und durch Hellerau (der Teil auch als Stadt-OL)?! Ein Planungs-, na mehr Ideenfindungstreffen für mehrere Touren fand statt und soll vorallem auch Menschen verschiedener Herkunft zusammenbringen, friedlich, fröhlich. Das geht. Wenn nicht, könnte Mensch ja gleich nicht gelebt haben.

Libanon, von einem Freund der Stille, Heimat Khalil Gibrans
Kinder! Alle Menschen sind Kinder. Aufgepasst! Der Kinderhof-Orientierungslauf ist da! Direkt nach der Fertigstellung und Erstnutzung der neuen Karte Johannstadt Nord, steht er auch schon. Wird er zu Beginn von einer Erzieher*innenklasse genutzt? Überhaupt? (Wenn morgen die Welt untergeht, also die Sonne nicht aufgeht, dann nicht.) Liegt alles an künstlich erzeugter Werbung? Oder spricht sich was auch so rum, weil es neckt, wird gar „selbst“ entdeckt?
Ist alles, was nichts kostet, wertlos? Sehen das alle so? Nein, weil ich nicht. Oder zahlen wir schon für die Wärme und das Licht der Sonne? Die Erde kostet uns vielleicht die Welt.
Stadtteile sind verbunden. Biber wurden hier wie da, in Laubegast und am Käthe-Kollwitz-/Johannstädter Ufer an der Elbe „gefunden“, gesichtet, zumindest auch ihre Spuren. Lassen wir Menschen ihm noch Bäume zum Nagen oder fällen wir alle vor ihm oder tun es die Geschwister von Sabine, Ciara oder Elsa, die Stürme, die sich türmen, scheinbar erzürnen – weil wir Menschen uns nicht zügeln(, jede alte Falte auszubügeln)?
Ganz viele Kakaobäume in Westafrika sind krank. Weil wir zuviel Schokolade verschlingen?
Das Gute am Stadt-OL: die nicht gesetzten Posten werden auch nicht entwendet.
Das Leben richtet (uns) mehr als jedes Gericht. Wer Unmut sät, wird nichts Genießbares ernten. Aber auch Gutgemeintes wird oft genug bitter belohnt.

Ist am Ende alles sinnlos, weil vorbei, oder ist alles immer und schlimmer gab’s auch schon immer?

11. Oktober 2019

Was es Neues gäbe, fragt mein Vater oft.

Sept. nördlich des Nordpolarkreises bei meiner Schwester
Es ist Herbst.
Die OL-Saison ist fast vorbei.
Im September konnte man im Botanischen Garten ... Posten K des Pflanzen-OL bestaunen. Da lässt sich viel mit Kindern, mit jungen Menschen machen. Wenn wir sie, wenn wir einander nicht sensibilisieren für die, für unsere Natur, uns selbst nicht mehr von ihr sensibilisieren lassen, dann tut es irgendwann sehr weh. Um es positiv und lyrisch mit Goethes Worten auszudrücken: „Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.“
Eine Kartographin und Geigenspielerin und Malende wollte das Pflanzen-OL-Angebot zu einem Geburtstag mit einer Gruppe nutzen. Tat sie es? Mutter, weißt du's jetzt?

In Oxford, wo das Leben nicht wegen politischem Hin und Her still steht, gibt es auch Stadt-Score-OLs samt Quiz, berichtete eine Bekannte.

Eine andere bekannte Orientierungsläuferin aus Chemnitz, aus Russland stammend, seit Jahren Deutsche wie ihre Kinder, meinte letzte Woche, sie wolle längst mal einige Dresdner Stadt-OLs ausprobieren. Schafft sie es noch? Die meisten haben ja alle soviel zu tun. Was (davon) ist wesentlich? Ich glaube fest, ich lebe nur einmal. Und dann gibt es Menschen, die von Langeweile reden. Gebt mir die Zeit, ich habe genug Ideen.

Und anderswo, nicht weit weg, alles auf unserer einen Erde, wie es keine zweite gibt, und die wir ausbeuten und ausbeuten, greifen Menschen Menschen an, töten und werden getötet, überfällt ein Land ein anderes. Was soll das? Und wie lange noch? Wahrscheinlich soll es nichts. Es geschieht, aber wir können es ändern. Es wird so oder so ein Ende geben. Mit oder ohne uns.

Ich könnte Lingnertafeln ergänzen. Es gibt einen Lingnerpfad in Dresden. Die am Lingnerschloss wird es vielleicht nicht auf ein neues Angebot schaffen, welches dieses Jahr noch zu einem Termin Anfang Dezember für eine Nutzung entstanden sein soll, weil das speziell werden soll.

Ich könnte immer wieder kleine Änderungen an Karten vornehmen und manchmal tue ich es.

Er zeigte ihr den Po, er hat auch einen, ist mit uns verwandt.
Gestern wurden Naturführungen vom Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V. für dieses Jahr noch geplant. Für Menschen von hier und anderswo, also kurz gesagt für alle (die laufen können und gut genug Deutsch verstehen, um auch was von den Erklärungen zu haben – Es gibt ja doch immer Einschränkungen.).
Eine Führung werde ich, Wieland Kundisch, anbieten. Sie wird den Lehrpfad im Albertpark der Stadt nutzen, aber auch verlassen. Einzelne seiner Stationen wurden bereits zum Orientierungslauf-Frühlingsspaziergang 2017 im Mai genutzt, wo der Lehrpfad doch erst im Juni 2017 eingeweiht wurde.
Und wenn die neue OL-Karte dort fertig ist, soll das Angebot auch als fester Dresdner Stadt(wald)-OL hier erscheinen.

18. Juni 2019

„Da fiel ich fast in einen See.“

Schul-OL - auch mit Arm kaputt abspazierbar
Ein Lehrer, der das Stadt-OL-Projekt von Anfang an, also schon 2017, nutzen wollte, tat es am 23. Mai mit 16 Schülern und Schülerinnen des Pestalozzigymnasiums Heidenau. Und zwar den Insel-OL in Laubegast, der hierfür (wie andere) noch einmal leicht verbessert wurde und für den als 2. Angebot neben dem Entdecker-OL im Großen Garten nun ein Lösungsblatt existiert. Das ist eine Ausnahme, ist es doch eben Aufgabe, die Lösungen durch die Praxis, das Begehen, das Selbstmachen zu erwerben. Schlussendlich: Er dankte herzlich und seine Schülerinnen und Schüler waren zufrieden mit dem Radausflug und OL: „Kömmer wieder ma machn.“
Merke 1: Alle bisherigen Stadt-OL-Karten bis auf den Pflanzen-OL vollflächig auf A4 ausdrucken, damit der Maßstab passt.
Merke 2: Zum Sehen mancher „Postenstandorte“ muss man genau sein, sich bücken (Stolpersteine!).

Zum 10. Schulgeburtstag des Gymnasiums Bürgerwiese am 27. Mai wurde u.a. ein Sportfest veranstaltet. An der Schule in Dresden waren und sind einige OLer, seit 2 Jahren gibt es eine OL-AG, die fortgeführt wird, und trainieren OLer des USV TU Dresden (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) dort.
„Ihr wollet doch schon immer mal OL machen!“
„Keine Zeit, wir müssen jetzt zu unserem Spendenlauf.“
„Ja, klar, OL ist cool.“
„Was ist OL?“
„Ein Freund von mir/meine Schwester macht das.“
Ein schickes Mädchen: „Nein, auf keinen Fall! Das mussten wir schon einmal machen. Da fiel ich fast in einen See.“
Ein pfiffiger Junge: „Ich suche was Neues ...“
... „Orr, war das anstrengend.“
„Gleich noch einmal!“
Neben vielen anderen Sportarten spielten manche auch „E-Sport“ und schienen die Wirklichkeit nicht zu sehen. Das Internet – seine Genialität und seine Abgründe, gerade auch für junge Menschen.
150 Schüler liefen einen „klassischen“ OL (vorgegebene Reihenfolge) mit SI (SPORTident) und 30 von ihnen den Foto-Schüler-OL. Danke an die vier Helfer!

Am 5. Juni wurde nun auch, nach über einem halben Jahr nach Erstellung, der Pflanzen-OL (Ausdruck A5!) im Botanischer Garten der TU Dresden im Großen Garten erstmals mit Schülern/Schülerinnen genutzt. Übrige Karten gingen am Mittag gleich an Interessierte weiter.
Im Botanischen Garten gibt es viel zu entdecken und Schatten, ist möglichst langsam zu laufen (sonst entdeckt man ja auch nicht so viel), sind Beete – wie überall – nicht zu betreten und sind, liebe Schüler, keine Wasserhähne aufzudrehen. „Sonst kömmer das nicht noch ma machn!“
Die Gärtner*innen sind uns dankbar, wenn wir keinen Ärger machen, sondern uns an den Pflanzen aus der ganzen Welt erfreuen, die sie hegen und pflegen. Danke an sie.

Die Zeit rennt und die Welt verbrennt und man verpennt das Leben. Anhalten, besinnen, Schönes tun. Es passiert so viel und man weiß manchmal nicht weiter und zweifelt.
Erstarken die Rechten, erstarken die Linken, beide?
Verbrennen wir die Welt, rennen wir zu viel? Ist Rennen gesund, gesünder als Fliegen? Für wen?

PS: eine gute, weil einleuchtend dargestellte Übersicht zu Sprint-OL-Kartensymbolen der Schweizer (Was ist erlaubt im Sprint-OL) – Einfacher machen wir es uns ja auch nicht immer mit unseren neuen Kartenzeichenbestimmungen.

PS2: Werbung (eine Art Visitenkarten) für die Dresdner-Stadt-OL-Angebote geht auch klein, wie zuletzt fürs 100-Jahre-Physiotherapie-Symposium genutzt.

22. März 2019

(Klimaschutz nehme ICH )PERSÖNLICH!

zu warm in Schwedisch Lappland und Klimastreik am 15.3.
Über was definieren wir uns und andere uns? Über unsere Herkunft, unseren Beruf? Kultur ist viel, aber nicht alles. Was ist Charakter, was angeboren, gelernt, was Natur? Menschen und ihre Persönlichkeit kann man – wer ist man? – nicht ohne Hintergrund, nicht ohne Bezug zu ihrer Umgebung und zu anderen sehen. Es gibt keine rein objektive Sicht, weil wir alle, jeder und jede und jedes diverse Menschenwesen Subjektive sind.

Manchen scheint dies theoretisches Philosophieren und unwichtig, mir nicht. Der Schriftstellerin Siri Husvedt, die „Illusion der Gewissheit“ schrieb, auch nicht.

Auf einer neu entstandenen Karte ist nun auch ein neuer Stadt-OL entstanden und wurde sogleich getestet, also einfach mal von Schülern ausprobiert, freundliche und interessante junge Menschen, wenn man sie freundlich und interessiert behandelt. Interessiert, wenn man sie begeistert. Begeistert, wenn man sie für eine Sache gewinnt.

Der Personen-OL zeigt, wie viel Einzelschicksale von der Geschichte, von anderen Menschen geprägt wurden, mitunter und oft grausam vernichtet, wie manche derer aber auch (Welt-)Geschichte mitprägten. Und alles wirkt in der Gegenwart fort und einen Bruchteil kann man – wer ist man? – könnt ihr und können Sie ein Stück weit entdecken. Genauere Informationen zu den Menschen werden vielleicht noch geliefert, findet man im Netz – wenn es nicht eingeschränkt wird. „Artikel 13“ bewegt auch junge Leute. Im Internet sind Personen seltener anonym unterwegs, als manche denken, es ist zum Großteil ein öffentlicher Raum und dementsprechend sollte man sich verhalten.

Wem das zu „persönlich“ ist: Der Frühling verwandelt derzeit erste kahle Bäume in Blütenprachten, tot geglaubte Erde in bunte Teppiche. Ein Ausflug in den Botanischen Garten lohnt zu jeder Jahreszeit, man kann ja dort auch nach „Afrika“ und in die „Tropen“. Vielleicht sogar mit Pflanzen-OL-Karte?!

Der menschgeprägte Klimawandel bringt u.a. Erderwärmung mit sich, Überschwemmungen und Stürme, unter denen Bäume brechen und sterben. Eine junge Schwedin sorgte für Fridays for Future. Astrid Lindgren hätte sich vermutlich – vermute ich – an ihr erfreut. Vor einer Woche gingen auch viele Schüler in Dresden für (mehr) Klimaschutz auf die Straßen. Straßen, wo meist Autos Lärm, Dreck und Gefahr bedeuten.

Am selben Freitag probierten etliche Schüler auf der Messe in Dresden u.a. wieder OL aus. Erfreulich, einige Lehrerinnen kennen und nutzen inzwischen Stadt-Orientierungsläufe. Auch deswegen soll es weitere Angebote geben. ...

Eine Woche davor, am 8. März, war Internationaler Frauentag. Selbst manche Frauen mögen ihn nicht mögen, doch wie lange wurden viele Frauen von vielen Männern nicht als (gleichwertige, gleichberechtigte) Personen anerkannt und werden es nach wie vor nicht?!

9. November 2018

Nur die Harten kommen in den Garten? Auch die Zarten!

OL am Natur- und Familientag 2011 am Jugend-Ökohaus
Angebot Nummer 6 ist fertig: nach Tier-OL im Zoo nun auch Pflanzen-OL im Botanischen Garten der TU Dresden. (für Ausdruck auf A5-Format) Im Winterhalbjahr öffnet er später und schließt eher, der Eintritt ist frei. Besuche lohnen. Dort wachsen Pflanzen von der ganzen Welt. Das geht, teils in Gewächshäusern. Einige werden für den Winter ins Warme, Trockene transportiert – auch diesen Herbst. Andere weichen darum und werden erst im Frühjahr wieder ausgesät und gedeihen neu (z.B. Posten K). So wie man für OL-Karten nicht alle Bäume im Wald kartieren kann, sollte man auch nicht alle beschrifteten Bäume als „Posten“ markieren. Das wird einfach zu viel, unübersichtlich und ist eben keine Vereinfachung, keine Auswahl mehr. Genauso wie die natürlichen Schätze kann man kaum alle kulturellen, allein im Außengelände der Innenstadt Dresdens markieren. Weil es so viele finde, folgt ein Geschichts-OL in der Inneren Altstadt.

Eine Dresdnerin begeisterte die Stadtrundgänge mit Karte für Bekannte/Verwandte. Sie wies auf eine Ergänzung beim Kultur-OL hin. Für diesen interessiert sich auch eine gebürtige Dresdner Lehrerin, welche ihn gerne später auf einer Klassenfahrt mit ihren tschechischen Schülern machen möchte.

Am letzten Wochenende gab es eine Veranstaltung von einem russischen Organisationsteam, welche mehr und weniger etwas mit Stadtorientierungslauf zu tun hatte. „Running City Dresden 2018“ Modern sind heutzutage englische Namen. Es gab z.B. die Kategorie Laufen und öffentliche Verkehrsmittel und ein Aufgabenheft zum Abarbeiten. Karten von Dresden mussten sie eigene nehmen. Es hat nach der Aussage einer Teilnehmerin sehr viel Spaß gemacht.

Das Stadt-OL-Angebot im Botanischen Garten war für 3.- und 4.-Klässler einer nahen Schule angedacht. Nun ist die Zeit zu knapp. Es wird auf jeden Fall nächstes Jahr mit älteren Schülern genutzt. Schüler lernen dort regelmäßig praktisch. Kinder und Jugendliche klauen leider auch mal Posten, die beim OL eingesetzt werden, allein daher sind Fotos und Fragen zu den „Standorten“ sinnvoll. Auch gestandene Orientierungsläufer machten am Mittwoch (im Dunkeln) einen Fragen-OL am Elbhang. Manchen ist das nicht sportartenspezifisch genug – Anhalten am Posten.

Am Vormittag liefen 10 Schüler des Gymnasiums Bürgerwiese voller Bewegungs- und Entdeckungsdrang den Fragen-OL auf der und um die Prager Straße. Hier wurde ein Posten aktualisiert und der Fetscherstein neu mit aufgenommen. (Posten A-Q von der und zur Prager Spitze bilden jetzt eine OL-Bahn mit Routenwahlen.) Dresdner kennen den Fetscherplatz und die Fetscherstraße. Einige wissen, dass diese nach Rainer Fetscher benannt sind, einem Arzt, Wissenschaftler und Humanisten? – oder war er doch von der Rassenhygiene überzeugt? Und manche wissen auch, dass er wahrscheinlich auf der Prager Straße von SS-Männern erschossen wurde. Vielleicht waren es aber auch Russen.

Heute, am 9.11. wird an das Pogrom vor 80 Jahren in Deutschland erinnert. Ab 18Uhr werden Stolpersteine geputzt und Mahnwachen an ihnen abgehalten. In Dresden Laubegast wurden vor bald 5 Jahren an 3 Stellen 4 Stück verlegt. Einer war bereits beim dortigen Insel-OL, ein weiterer wurde in der Karte ergänzt. Wer waren die Menschen, für die sie stehen? Werden wir endlich aus unserer – grausamen – Menschheitsgeschichte weltweit lernen? Die Hoffnung stirbt zuletzt.