29. März 2023

All das Schöne - maßstabsgetreu

wahr: Schönheitsideale und schön ist individuell
Warum sehen manche, ich auch, manchmal - oder meistens? - das Blöde und Schlimme oder was schief lief, die eigenen "Makel" viel mehr als alles Gute?
Was haben wir anderen, Vorfahren, unserer modernen Welt - mit all ihren Übeln - dennnoch sehr zu verdanken?!
Wie viel wissen und können wir nicht und brauchen andere dafür?!

Viele der vielen Teilnehmenden meines 20. Sprints dankten heute, fanden Gelände(wahl) schön, die Karte "Rosengarten Prießnitzmündung" gut (sicherlich an manchen Stellen etwas kleinteilig) und die Bahnen herausfordernd.
Unten befindet sich ein Bild mit beiden Sprintbahnen (in den Maßstäben 1:4000 und 1:3000) der 20. Dresdner Sprint-OL-Serie. Der "Philosophische Schul-OL", der in dem Zuge bereits eine präzisierte Karte und einzelne Anpassungen erhielt, ist (seit Herbst und kaum jemand fand wohl vorher die Karte :) im Maßstab 1:2000 und der EinFluss-OL 1:5000, der in einem Stadtspaziergang am 4.5. verwendet werden wird.
Warum Einfluss? Einfluss der Prießnitz in die Elbe, vielleicht auch auf?!

Wozu ist das Böse gut? Graffiti in Laubegast - nicht im Foto-OL
Im April soll "der" "Studenten-OL" auf dem Campus der TU entstehen.

Der Laubegaster Foto-OL für 2024 ist schon soweit fertig.
Die Karte(n) habe ich in ISSprOM2019-2 überführt und aktualisiert (wozu Kranksein so gut sein kann). D.h. auch der Insel-OL erscheint bereits in neuem Glanz - und mit 2 geänderten Posten. Anfang Mai ist im Norden Laubegastes, im Toeplerpark und ringsherum, ein Schul-OL geplant.
 
Über Straßen rennen? Ständen Autos mal still.
Ein Posten des Weit-im-Süden-OL habe ich auch erneuert und am Montag erst einen am Schloss Pillnitz/beim Kronen-OL, was ich schon länger vorhatte.

Zudem entstanden Bergbahn-Läufe samt Plattleite- und Veilchen-Stein-Weg-Sprint (seit 23.-26.3.23), die aber noch getestet werden wollen, wenn ich wieder fitter bin.

Zuletzt erreichte mich noch eine Idee eines Vereinsmitgliedes: Katzen-OL in der Neustadt, da gibt es ja einige schicke Graffiti, die ich auch schon für Stadt-OL-tauglich hielt. Ob dafür die OL-Karte, die es bereits gibt, herhalten könnte?!





 
von C. Höfert, Studenten-OL-König, schaffte es nicht zum Sprint





17. März 2023

Verhindert

Erotisch? Die Elbe in Laubegast (hoch). Menschen brauchen liebevolle Nähe.

Achtung, der Text enthält reichlich wütende Ironie.

Mit wieviel Energie, Zeit und wie vielen Nerven wird verhindert?!
Sport, oh, wie gefährlich, dass sich Menschen bewegen, so außerhalb von Benzin verschleudernden Vehikeln.
Durch ein Schulgelände, nach Schulschluss, laufen, nee, das geht nicht. Lasst uns die Kinder lieber einsperren, vor Bildschirme setzen. Da passiert nix, haha. Doppelt so viele Jugendliche in diesem Land haben nach Corona(maßnahmen) eine Computerspiel- und Internetsucht, nein, sie haben sie nicht nur, sie leiden an ihr, brauchen eigentlich was anderes. Aber voran mit der Digitalisierung, wir müssen Schritt halten oder besser noch Tempovorlegen. "German first und great again".
Der alltägliche Wahnsinn findet statt, wird nicht verhindert.
Menschen bringen Menschen um, Gerichte urteilen gegen ethische Moral, für Täter, gegen Opfer.
Autoverkehr, wichtig, wichtig. Ach, wieder jemand tot gefahren, passiert, immer wieder. Schlimm, schlimm, dass sich Menschen auf die Straße kleben, wie ordnungswidrig. Wer das hier lesen sollte und blöd findet, höre sich doch bitte einmal ein (fair geführtes) Interview von der Jura studierenden Aktivistin Carla Hinrichs an. Am besten noch mit einem CDU-Politiker, durch den ihr am Ende die Worte fehlen - wie ruhig sie äußerlich bleibt - der sie null versteht, weil das seine Pflicht scheint, zudem sie zu kriminalisieren, damit man vertuscht, dass der Kapitalismus der wahre Krimi ist, dass die Reichen und Superreichen die Ausbeuter oder zumindest ihre Nachfolger sind, die nicht oder viel zu unzureichend verhindern, dass es so weitergeht. Es scheint nur von unten zu gehen, auch wenn es niedergedrückt und -geknüpelt wird. Die Bild titelt "Klima-Chaoten" und meint damit die, die unser zerbrechliches Ökosystem schützen und die Krise abbremsen wollen. Bildet euch, Bild! Aber lasst uns Rassisten in den Artenschutz nehmen, nicht dass die mit ihrem Hasskulturerbe aussterben. Und Diktatoren, von denen gibt es ja auch nicht sooo viele. Lasst uns wieder mehr Soldaten zeugen, los Mütter - und Väter. Obgleich, die Männer nehmen sich Frauen im Krieg ja. Horror, was geht vor, Mensch!


Männlich? Bogenschütze am Staudengarten. Waffen schaffen keinen Frieden.
In wenigen(!) Jahren werden wir rufen, oh, hätten wir doch auf die Kassandras gehört, die sich mehrten und weigerten, dass unsere Erde zersägt, gesprengt, geköpft wird. Das wird sie, das tun wir, wir verhindern Frieden und wir verhindern Natur, unsere/n eigene/n und den und die da draußen, um uns, ohne die wir in unseren Blasen längst nicht mehr, ja, nie entstanden wären. Über Jahrmillionen hat's gedauert, bis wir so blöd und teils boshaft wurden, obwohl wir doch auch so (be)geist(erungs)reich und liebevoll sein können. Die Ameisen und Libellen gibt es schon so viel länger, nach meiner Rechnung so etwa das 500-fache an Zeit von uns, und sie haben in all der Zeit die Erde nicht zugrunde gerichtet. Und wir, mit unserer Scheißansgt, wo bringen wir uns hin? Wir übernehmen keine Verantwortung, wir bieten keine Lösungen an für Interessen, für Bedürfnisse, wir verhindern. Wir reiben uns auf, mit so viel Energie. Ich habe es satt. Vielleicht setze ich mich ja auch noch auf eine Straße (Wald wäre mir lieber, aber der muss ja für Kies gerodet werden wie der beräumte Heidebogen nördlich Dresdens). Nicht weil ich will, sondern um ein Korn, das nicht keimen darf, in die Verhinderungsmaschinerie zu werfen, die eh aus ihren Nähten platzt. Hauptsache aber der deutsche Staat hält fragliche Ordnung und rechnet unfaire Renten ab. Ich bin dankbar hier zu leben! Aber das, was wir momentan als Demokratie schützen wollen, u.a. indem wir Menschen(rechte auf Unversehrtheit) mit Füßen treten, wird genauso untergehen wie niedrige Inseln und Küsten, wenn wir nicht sagen: He, bremsen, besinnen, umkehren bzw. korrigieren!
Das schmelzende Eis wird immer mehr Meerwasser, Permafrostboden taut auf und setzt Tonnen Treibhausgase frei, Plaste und andere Schadstoffe nehmen zu, in Luft, Wasser, im Boden, vergiften, Pflanzen, Tiere, schließlich auch Kinder, die z.B. komisch aggressiv werden, Extremwetter nimmt zu und Kriege um Rohstoffe nehmen zu, schließlich um Trinkwasser, und Migration (kann das ein Nazi wollen?). Wie oft wollen wir das noch erforschen, weitergeben, leugnen in unserem Handeln und Verhalten? Weltuntergang an die Wand gemalt oder ist es nicht doch "viel zu" real? Apokalypse im gruseligen Sinne sei doch nur im Ami-Blockbuster als Fantasie-Schreckgespenst in Megadimensionen und super schnell "cool". Tempolimit, ein längsthin gefordertes Verhindern von einer Menge Scheiß oder vielmehr ein Enthindern von gewissem Gewissen und ein bisschen mehr Respekt vor dem Leben, wäre ein klitzekleiner Anfang, Menschen der Freien Demokraten Partei.
Und Frieden. Wenn sich Menschen, besonders Frauen, dafür stark machen und sie dafür angefeindet, gar unterdrückt, inhaftiert und umgebracht werden, dann sind Grenzen der Achtung und Menschlichkeit längst überschritten.
Jeden 3. Tag wird in Deutschland eine Frau, ein Mädchen ermordet. In den ersten Märztagen war es jeden Tag eine. Am Frauentag eine. Davor eine. Danach eine. Allermeistens von Männern, meistens (Ex)PartnER. Und die, teils staatliche, Gewalt besonders gegen Frauen und Kinder, auch in so vielen anderen Ländern wie nach Berichten derzeit z.B. krass im Iran und in solchem Ausmaß. Eigentlich unerträglich und für nicht wenige, ja, viele doch im Leben.
Mir fällt gerade nichts Schönes mehr ein, obwohl es da viel gibt.
Über die Kirche habe ich noch gar nicht geschimpft, die ist sowieso an allem Schuld, sie, nicht Jesus, falls es ihn gab. Warum an allem? Weil sie die Schuld als Konzept in die Welt brachte. ;-) Und die Monogamie?

Schnee von gestern. Festposten bei Altenberg. Menschen suchen Sinn und Halt.
Nun doch noch ein Fazit: Das Dumme und Böse ist vielleicht die Verhinderung des Guten im Sinne des Natürlichen. Aber irgendwie ist ja alles Natur.

Hat "er" sich wieder entladen - immherin ein Ventil gefunden - seiner Wut Raum eingeräumt. Liebe Leser*innen, ihr müsst das nicht lesen, so wie ihr nicht Nachrichten sehen, hören, lesen müsst. Ihr könnt auch rausgehen und Müll sammeln oder einfach nur rausgehen und laufen, wenn ihr könnt. Noch geht's. Vielleicht rettet man ja so die Welt, mit Müßiggang, der Achtung des Schönen und der Ruhe Ich-hab-genug und Ich-bin-genug.

* zum Gendern: Wollen viele (Männer) nicht? Überlegt/fragt mal, wie es für einige Frauen und einige Menschen, die sich nicht in männlich oder weiblich einordnen, ist! Das half mir von einer Unentschiedenheit zu einer Tendenz.

Ausschreibung Sprint-OL
Ende März
Einladung Heide-Frühjahrsputz Ende März
und Stadtspaziergang mit mir Zwischen Rosenduft und Autolärm Anfang Mai

15. Februar 2023

Isergebirge – erschlossenes Land

Rundumblick vom Jizera/Siechhübel aus, 9.2.23 12:00 Uhr
Zieht das Gefühl der Achtung und des Vertrauens gegenüber der Natur aus unseren Herzen, aus unserer Sprache und so aus der Welt? Ich meine weder bereits Dankbarkeit, die das Denken braucht, noch Demut, die unterscheidet und in Demütigung (sich oder/und anderen gegenüber) enden kann. Ich meine den Zauber der Welt in dem Moment, in dem wir sie erkennen ohne sie zu benennen (bis auf ein freudiges Glucksen, wie es Neugeborenen noch innewohnt), ohne sie zu (zer)gliedern und meinen sie so zu verstehen, ohne sie auf Papier oder ins Netz zu bannen. Vielleicht ist des Zaubers Natur ein Wimpernschlag, wie kurz nach dem Aufwachen, etwas zwischen einem flüchtigen Erschrecken und Staunen und Schmunzeln, ob seiner Wahrheit und Vergänglichkeit, kurz bevor es schon zerdacht wird.

Ich meine auch keine Schuld, die wir uns aufladen und die uns abhält mündig und verantwortlich zu agieren. Ich meine unser Fühlen, uns nicht gut zu fühlen, was wir allzu leicht mit „schlechtem Gefühl“ verwechseln und darum abwehren, nieder reden, ja, in uns ersticken, ersäufen, verbrennen, vergraben. Doch was ist die Natur der Natur, wenn nicht Wiederkehr. Und das höchstens im religiösen Wortsinne rückbesinnend, dass sich Natur durchsetzt – wertungsfrei.

Rundumblick vom Smrk/von der Tafelfichte aus, 9.2.23 14:00
Mutter Erde ist auch ohne uns, folgt ihren Gesetzen, aber sie hält uns auch ein Spiegelbild bereit. Sind wir gewillt unverblümt hinzusehen? Naturkatastrophen gab es schon immer, noch nicht lange leben an so vielen Orten so viele Menschen, doch dass die Natur, voran das Klima (langfristig) und Wetter (regional) zunehmend verrückt „spielen“, ist auch Folge unseres Umgangs mit ihr und uns.

Ich habe mich verausgabt und zog mir wiederholt im mir so vertrauten und in meinem Leben liebgewonnenen Isergebirge von Sportkollegen das zu, was mir eine Nacht gefühlt den Kopf zermarterte. Halte ich inne, höre ich zu oder ignoriere ich, mache ich weiter wie bisher?

Ach dort, zum Smrk hin, Richtung Schneekoppe gesehen.
In einem DDR-Buch wird das Isergebirge noch mit einem Zauber zwischen Glasmacherei, Vogelfängerei und Kurbädern beschrieben. Obgleich damals viel Wald gerodet worden war, später Kohleverbrennung und daraus resultierender saurer Regen Bäume absterben ließ. Immerhin erzählt es noch von der bzw. war es im Vergleich zu unserer die Zeit vor der Digitalisierung. Ja, es herrschte auch damals die Angst vor dem Krieg Sonnenauf- gegen Sonnenuntergangsland. – Ich träumte fiebrig vom Bündnis mit Russland und allen Ländern gegen niemanden. Ist mein Fieber gescheiter als die Herrschenden? Im Krieg liegt die Demokratie am Boden, sie will statt Waffen Frieden, doch niemand hört sie, geschweige denn hört auf und hört auf sie? Ab wann geht Verteidigung ins Diktat des Angreifers über? Fatal, wenn einer (wenige) über andere (viele) entscheidet (entscheiden), noch fataler, wenn dieser über Menschen in einem anderen Land entscheidet, ob sie z.B. Soldaten werden „sollen“. Sold. Wie in Coronazeiten für den Kampf mit Impfstoffen ist für den Krieg Geld da. …

Ich bleibe bei meinem Zwiespalt, da ihn empfinde: gute Karten sind Gold für die Orientierung und sie lösen mit der Zeit vielleicht sogar Probleme, die sie schaffen (verzerrte Bilder geraderücken), aber sie erschließen und stören auch das Gebiet und ihren Zauber, halten Grenzen fest, die festgesetzt und weiterhin gewaltsam verschoben werden. Und doch: Bewegen im Wald steht im Interesse der Gemeinschaft. Und doch: welch Energie digitale Geländemodelldaten erfordern, verschlingen. Und doch: welch Präzision. …

Ich habe vor bald 10 Jahren für Freunde und mich eine Ski-OL-Karte vom Isergebirge angefertigt, da wir vorher mit für mich nicht so leserlichen Karten unterwegs waren, auch auf der Suche nach Posten. Im Randbereich bei Bedrichov gab es damals auch Ski-OL-Karten – von einem Tschechen, der vor 1990 in den Westen ging – und zurückkehrte. Mittlerweile ist auch mehr für den Fuß-OL kartiert – erschlossen. Die WM-Mittelstrecke fand 2021 dort statt, 2019 die Tschechische Lang- Meisterschaft. Ich laufe gerne dort, bei Schnee mit Skiern und ohne ohne. Ich habe meine Karte überarbeitet, vielleicht will sie wer nutzen. Die Höhenpunkte ließ ich, ein Gebirge besteht aus Bergen. „Getränkeposten“ kamen mehr hinzu. Und mehr Wege wurden zu Loipen – sind natürlich, auch genug Schnee vorausgesetzt, nicht jeden Winter alle so. Das Wort Loipe kommt aus dem Norwegischen. Aus Norwegen kommen derzeit viele sehr erfolgreiche Sportler. Sicher spielt auch Geld und natürliches Umfeld dabei eine große Rolle, aber eben auch, dass Kinder bis 14 Jahren keinem Leistungsdruck ausgesetzt werden.

2016 Mühlleithen, Weltcup Sprintstaffel Ski-OL, Foto: R. Tröße
Den 56. Isergebirgslauf/Jizerska50 (50km Klassisch Ski) gewannen auch ein Norweger und eine Norwegerin. Trotz der Höhenmeter bewegen sich die Schnellsten im Doppelstockschub durchs Gebirge. Von erlernt eleganter klassischer Technik also keine Spur mehr. Hauptsache, der getestete, gewählte und präparierte Ski ist schnell. Am Vortag regnete es auf den Schnee. Wäre der Lauf nicht vor ein paar Jahren um einen Monat in den Februar verschoben worden, wäre er schon noch öfter ausgefallen oder verkürzt ausgetragen worden. Die „Cracks“ liefen neben den Loipen, in den Schneemobilrillen, die „schneller“, glatter waren. Über 2h fahren solche Lärm und Gestank absondernden Fahrzeuge vor den Führenden her, damit andere Menschen das Rennen „live“ im TV verfolgen können. Ja, ohne solche keine präparierten Loipen, aber der Zauber der ersten Isergebirgsläufe als Abenteuer mit Holzskiern, wo man das „Knuspern“ des Schnees hörte oder sogar sein Fallen und die kalte Luft nicht beißend nach Benzin roch, blieb auf der Strecke. Damals machte ich nicht mit, lebte ich noch nicht, vor (über) 10 Jahren ein paar Mal, aber dann wollte ich den Stress für Geld nicht mehr, wenn ich auch so und mit mehr Genuss so laufen kann. Was tut es zur Sache 500. oder 1000. zu sein? Warum meinen wir uns messen zu müssen?

Wie lange geht es noch um Geschwindigkeit, Rekorde, Erschließung? So oder so nicht mehr lange.

Ein Maximum an Möglichkeiten und (Un)Verträglichkeiten kann nicht gesteigert werden. Und nach Wissen, Einsicht und Umdenken kann nur noch Umsetzen Kipppunkte noch aufhalten, wenn sie nicht schon überschritten sind, da die Trägheit noch greift. Einige Menschen tun einiges dafür.

Ohne Spaß fehlt waß, 8.2.23, Foto: P. Müller
Aber warum bauen wir unsere Länder ab, um Autos zu bauen und Energie in sie zu stopfen, und lärmen blitzerschnell über Autobahnen (wobei uns die „gewonnene Zeit“ der Zeit der Reise vielmehr beraubt), um dort Urlaub zu machen, wo kein Land abgebaut, eher unbebaut ist und kein Lärm die Stille verschlingt und Bildschirmlicht das echter, uralter Sterne verschluckt, anstatt dort, wo wir leben, das Land mit seinen Gewässern und seiner Luft, die Natur lebenswert zu halten? Weil es „alle“, viele, vielleicht die meisten machen und wir dazugehören wollen? Nur natürlich! Nur natürlich?

Solange läuft etwas schief und bekommen wir es im Kern mit, solange noch der Fortschrittsglaube allein vorherrscht, Digitalisierung „alles“ erleichtere und beschleunige – tut sie: sie erleichtert uns ums Denken, das wir in der Abstraktion der Laut- und Schriftsprache zur Verständigung und Bedürfnisregulierung noch brauchten, und sie könnte unseren Untergang beschleunigen.

„Oh, der Wieland, so ein Miesepeterich und Schwarzseher wieder!“ Ich bin nicht das „Wieder“, die Natur ist die Wiederkehr!

Stört dich, dass etwas dran ist? Müsstest du dazu mal nicht an deinem Zweifel zweifeln oder an mir als Zweifler? Im Zweifel für den Zweifelnden! Ja, ich bin viel lieber für Optimismus und Zuversicht, aber eben auch nicht blind.

30. Januar 2023

Nichts bleibt, wie es ist?

Blick von der Agneshöhe aus am 31.12.22 von Klaus Hempel
Heute hat ein Freund Geburtstag.
Er erstellt OL-Karten, professionell. Er wird damit finanziell nicht reich, im Gegenteil, aber er steckt sein Herz hinein. Und er machte mir klar, wie kostbar unsere Karten und dass sie im Sinne des Urheberrechtes geschützt sind. Sie veralten, doch sind sie historische Dokumente, Kunstwerke.

Rings um die Forstbaumschule in der Dresdner Heide entstand durch eine "Weihnachtsfeier" im Januar in weißer Pracht kurzfristig für Kollegen ein weiterer Dresdner Stadt-OL - auf einer seiner zahlreichen Karten: der Baumschul-OL.
Im Zuge dessen stattete ich sowohl den Lehrpfad-OL als auch den Wegzeichen-OL (hier doppelte sich ein Posten mit dem Baumschul-OL) mit aktueller Karte aus.
Oft ist das mehr Arbeit als gedacht.

Ende 2022 ist die neue Bachlaufserie, diesmal als Winter Cup, mit 6 neuen Läufen angelaufen.
Vor allem einige OLer des USV TU Dresden liefen bereits einige der Läufe - gerade als der Schnee wieder verschwand und bevor er wiederkehrte.
Zuvor überarbeitete ich noch einmal die grobe Karte des Zschonergrundes und verbesserte noch ein paar Karten der ersten Bachläufe. Ideen für weitere sprudeln, aber nutzt sie wer, will ich es?
Dass sich die Bachläufe lohnen, zeigt eine Aussicht von der Agneshöhe - siehe Foto. Dort will ich auch noch einmal OL hinbringen. Einmal, vor reichlich 5 Jahren tat das bereits mein Vater.

Übersicht Streckenlängen und Höhenmeter der 11 bisherigen Bachläufe
1,6 km 145 Hm Moosleitensprint
2,6 km 105 Hm Gutebornbachlauf
2,8 km 120 Hm Eisenbornbachlauf
3,0 km 225 Hm Friedrichsgrundbachlauf
3,1 km 125 Hm Mordgrundwasserlauf
3,5 km 180 Hm Wachwitzbachlauf
3,8 km 120 Hm Kaitzgrundbachlauf
4,0 km 180 Hm Gorbitzbachlauf
5,3 km 145 Hm Zschonergrundbachlauf
6,8 km  80 Hm Prießnitzgrundbachlauf
6,9 km 200 Hm Gebergrundbachlauf

Schnee vom letzten Jahr, Osterzgebirge, Foto: Wiebke Seher
Die Zookarte und der Tier-OL enthielten nach den Weihnachtstagen ein Update. - Nichts ist spannender als das Leben.
Beim Insel-OL in Laubegast verschob ich einen Posten (mit Bezug zum OL), da der "Breitengrad" weg ist.

Meine neue Pirna-Karte wurde letztens von Leipziger Nachwuchsläuferinnen in einem Sprinttraining genutzt, genauso wie die "Innere Altstadt Dresden".

Rings um den Philosophischen Schul-OL (ein Posten hinzugefügt) entsteht die Karte "Rosengarten, Prießnitzmündung" (meine 20. Dresdner Sprint-OL-Karte) für den 3. Lauf (mein 20.) der 20. Dresdner Sprint-OL-Serie Ende März - mit/nach ihm nach Plan entsteht auch ein weiterer, der 40. Dresdner Stadt-OL (plus einer in Meißen und einer in Pirna = 42).

Und Ende 2023 soll als mein 19. Wichtel-OL ein Stadt-OL in Oberloschwitz (in Arbeit) eingeweiht werden. Erst plante ich den woanders (bereits fertig), aber dann wird das eben der 20., ein Jubiläum.

Unterdessen fand die Deutsche Meisterschaft im Ski-Lang-OL statt - mit marginaler Beteiligung. Und dennoch überraschte mich mein Gewinn in schöner, weißer Landschaft.

21. Dezember 2022

Neue Bachlaufserie zur Wintersonnenwende – Winter Cup 2023

Im OL-wettkampffreieren Frühling 2021 gab es den Spring Cup mit 4 Bachläufen, 2022 kam ein 5. hinzu. Für diesen Winter gibt es allein 6 neue, 3 davon auf einer Karte und für eine Gesamtwertung bis zum Winterende (Sonntag, 19.3.) reicht es neben den 3 anderen, von diesen 3 einen zu laufen. Doch wer läuft alle? Alle bieten sich an, in Dauerläufe eingebunden zu werden. Und das muss auch nicht mehr alleine geschehen. Ladet einander dazu ein, startet in kleinen Gruppen (z.B. auch zeitversetzt) und lauft zusammen weiter und zurück. Und, motiviert?! Eine Idee für Wochenenden: Januar Geberbach, Februar Gorbitzbach, März Moosleite und je einen Heidebachlauf in den 3 Monaten statt(?) eines Nacht-OLs. Je nachdem, wie viele mitmachen, behalte ich mir vor, emsige und flinke Bachläufer und Bachläuferinnen mit einem Preis zu würdigen. 2021 gab es Cups von Nils und mir. Der lohnendste Lohn sind allerdings schnelle Beine am Berg in den warmen Jahreszeiten bei OL-Wettkämpfen und ihr lernt, falls noch unbekannt, einen Dresdner Bach und seine Umgebung kennen und vielleicht auch (mehr) schätzen.


6,9 km Geberbachlauf – lang und nicht langweilig

Dresdner OL-Legenden liefen und laufen hier im Südosten zwischen Prohlis und Bannewitz durch waldigen Grund mit Mühlen an Höhen voller Felder. Los, lauft den längsten Bachlauf! (100m länger als der Prießnitzgrundbachlauf, aber auch 120Hm mehr. :) Die Babisnauer Pappel lädt mit Blick über Dresden ein auf dem Rückweg eines langen Dauerlaufs besucht zu werden. Und weitere Bachläufe im näheren Süden locken für die nächsten Jahre …

Start ist am Fußweg der Dohnaer Straße unweit des Baches, Ziel in Hänichen am Gartenzaun, hinter dem sich die Quelle verbirgt. Hinter der Autobahn lauft ihr aus Dresden hinaus.

Achtung: In der Hälfte der Strecke lauft ihr 500m an der Golberoder Straße entlang, zudem quert ihr 2-, 3-mal wenig befahrene Straßen. Ihr lauft – alle Läufe – auf eigene Verantwortung!


1,6 km Moosleitensprint – kurz und knackig

„Ach, so kurz! Das lohnt doch kaum.“ Ha, rennt erst einmal durch! Die Steigung beträgt fast 10%. Die Beine werdet ihr merken und oben in Pappritz neben dem Fernsehturm auch einen Platz für einen schönen Weitblick finden, z.B. die Agneshöhe.

Start ist am Eingang in den Moosleitenweg unweit der Fähre nach/in Niederpoyritz. Passt auf bei den Treppen zu Beginn und verpasst weiter oben den Abzweig auf den Waldpfad nicht! Überholen ist auf den beiden Wegen, bis ihr zu den Häusern oben gelangt, kaum möglich. Besser ihr trefft unterwegs keinen Hund. Das Ziel ist an der Straße Am Mieschenhang am Ende des Zaunes um die eingefasste Quelle. Die Moosleite wird auch Miesche genannt. Freut euch ihrer!


Der Friedrichsgrundbach endet in Reitzendorf, der Bachlauf auf dem Borsberg.
3 Heidebach(sprint)läufe – vielfältig und waldig

Du kennst die Südheide? Umso besser! Dann laufe doch alle 3 Bäche hinauf, denn 3 Gleiche sind sie nicht, auch wenn sie alle hinter Sümpfen „finischen“. Falls du lediglich einen oder 2 deiner Wahl schaffst, dann errechne dir geschätzte Laufzeiten zu den/dem anderen aus und zwar so: Vom Längsten 8% zum Mittleren und 16% zum Kürzesten abziehen, vom Mittleren 11% zum Längsten addieren und 8% zum Kürzesten subtrahieren und vom Kürzesten 22% zum Längsten bzw. 11% zum Mittleren dazurechnen. Beispiele: 13:16min → 12:12min / 11:09min; 12:05min → 13:25min / 11:07min; 11min → 13:25min / 12:13min – Ist dir zu kompliziert? Dann lauf doch lieber, dann bist du auch schneller und es ist doch eh oft genug dort in der Nähe Trainingstreff!


3,1 km Mordgrundwasserlauf (zur Motivation auch -wasalauf ;) – erst steil, dann schön

Start ist am elbnahen Körnerweg direkt vorm Tor in den Heilstättenweg, auf dem du erst einmal Höhen nimmst, bevor du in den meisten Fällen am Drücker der Fußgängerampel an der Bautzner (Land)Straße eine Pause von vielleicht einer Minute (bis es eben grün wird) einlegen darfst bis du zugleich die Mordgrundbrücke und das Mordgrundwasser querst. Entspannter(?) läufst du durch vertrauten Stechgrund bis zu den Bühlauer Waldgärten. Achtung auf nassen Holzbalken und beim Queren des HG-Weges! Manche Radfahrer rasen dort lang. Ziel ist an der Unterführung des Waldgartengrabens unter dem Asphaltweg. Mordgrund kommt entweder von Moor- oder auch Mark(Grenz-)grund. Wikipedia hält aber auch eine schaurige Sage bereit.


2,6 km Gutebornbachlauf – erst pfadig, dann rasant

Los geht es direkt am Bach, der hier meist unterirdisch fließt, kurz „hinter“ der Bautzner Straße. Achtung beim Queren des PM-Weges – eventuell Radfahrer! Auf der Höhe des Wolfshügels liegt noch ein großer Baum auf dem Laufweg, durch den man allerdings geschickt hindurch kommt. Hier führt der Gutbornbach wieder Wasser. Hinter der 1. Steinbrücke führt ein breiter Weg bis zur nächsten, zur 2. Steinbrücke. Ein Stück hinter dieser folgt eine scharfe Rechtskurve kurz vor dem Ziel knapp oberhalb der „guten“ Quellen. Schon geschafft!


Ziel des Prießnitzgrundbachlaufes am Wasserfall
2,8 km Eisenbornbachlauf – erst brückig, dann grundig

Du startest an der neu gemachten Brücke an einem Schild in den Weg am Wildgehege vorbei, durch den Schotengrund, den tote Buchenriesen säumen, über 5 Brücken (Achtung auf diesen und beim pflastersteinigen Abgang östlich des Fischhauses!), an den Fischmannsteichen entlang, in den steilen Naturdenkmal-Grund und am Ende wieder auf einen Pfad, der ein letztes Mal den Bach quert und eine scharfe Linkskurve vollzieht, bevor du an (d)einem Bachende landest. Der (oberirdisch meist trockene) Bach erstreckt sich flach etwa einen Kilometer weiter bis zu den Waldgärten. Das Wasser ist natürlicherweise eisen(ocker)haltig, daher der Bach(lauf)name. (Von mir aus nennt euch nach dem Lauf Ironmännchen und Ironweibchen. :)


4,0 km Gorbitzbachlauf – urig urban bis über die Autobahn

Weißt du noch, wo die Sächsische Sprint-OL-Meisterschaft 2013 war? Unter anderem in Altgorbitz!

Und durch dieses führt der Gorbitzbach und so auch der neue Gorbitzbachlauf (Achtung: entlang Nebenstraßen!), vorbei am Hexenhaus. Start ist an der Straße-Weg-Grenze. Ab der Hälfte wird es wilder, verläuft aber parallel zum Bach auch der Strom ständig autofahrender Menschen namens A17. Nachdem ihr über dieser ward, quert ihr eine Nebenstraße. Dass ihr vorbei an der Quelle bis etwas weiter hoch auf den Berg (ein Hügel mit 2 Bänken) lauft, empfahl Kay-Uwe, allein schon der Aussicht(en) wegen. Mehr und länger trainiert habt ihr damit zudem. Mit Buchstaben in der Karte eingetragen sind ein kurzer Treppenzwischensprint (A) und zwei mögliche, etwas unwegsame Teilrouten für den Rückweg, die ebenso Kay-Uwe vorschlägt. Auf geht’s!

Laufzeiten zum Selbsteintragen (mit Richtzeiten ;)