22. März 2019

(Klimaschutz nehme ich )PERSÖNLICH!

zu warm in Schwedisch Lappland und Klimastreik am 15.3.
Über was definieren wir uns und andere uns? Über unsere Herkunft, unseren Beruf? Kultur ist viel, aber nicht alles. Was ist Charakter, was angeboren, gelernt, was Natur? Menschen und ihre Persönlichkeit kann man – wer ist man? – nicht ohne Hintergrund, nicht ohne Bezug zu ihrer Umgebung und zu anderen sehen. Es gibt keine rein objektive Sicht, weil wir alle, jeder und jede und jedes diverse Menschenwesen Subjektive sind.

Manchen scheint dies theoretisches Philosophieren und unwichtig, mir nicht. Der Wissenschaftlerin Siri Husvedt, die „Illusion der Gewissheit“ schrieb, auch nicht.

Auf einer neu entstandenen Karte ist nun auch ein neuer Stadt-OL entstanden und wurde sogleich getestet, also einfach mal von Schülern ausprobiert, freundliche und interessante junge Menschen, wenn man sie freundlich und interessiert behandelt. Interessiert, wenn man sie begeistert. Begeistert, wenn man sie für eine Sache gewinnt.

Der Personen-OL zeigt, wie viel Einzelschicksale von der Geschichte, von anderen Menschen geprägt wurden, mitunter und oft grausam vernichtet, wie manche derer aber auch (Welt-)Geschichte mitprägten. Und alles wirkt in der Gegenwart fort und einen Bruchteil kann man – wer ist man? – könnt ihr und können Sie ein Stück weit entdecken. Genauere Informationen zu den Menschen werden vielleicht noch geliefert, findet man im Netz – wenn es nicht eingeschränkt wird. „Artikel 13“ bewegt auch junge Leute. Im Internet sind Personen seltener anonym unterwegs, als manche denken, es ist zum Großteil ein öffentlicher Raum und dementsprechend sollte man sich verhalten.

Wem das zu „persönlich“ ist: Der Früling verwandelt derzeit erste kahle Bäume in Blütenprachten, tot geglaubte Erde in bunte Teppiche. Ein Ausflug in den Botanischen Garten lohnt zu jeder Jahreszeit, man kann ja dort auch nach „Afrika“ und in die „Tropen“. Vielleicht sogar mit Pflanzen-OL-Karte?!

Der menschgeprägte Klimawandel bringt u.a. Erderwärmung mit sich, Überschwemmungen und Stürme, unter denen Bäume brechen und sterben. Eine junge Schwedin sorgte für Fridays for Future. Vor einer Woche gingen auch viele Schüler in Dresden für (mehr) Klimaschutz auf die Straßen. Straßen, wo meist Autos Lärm, Dreck und Gefahr bedeuten.

Am selben Freitag probierten etliche Schüler auf der Messe in Dresden u.a. wieder OL aus. Erfreulich, einige Lehrerinnen kennen und nutzen inzwischen Stadt-Orientierungsläufe. Auch deswegen soll es weitere Angebote geben. ...

13. Februar 2019

Ab in den Zoo

Die Schüler freuten sich, einige gehen öfter hinein. Schneeleopard und Schneeeule seien schön, schöner als Schnee, wie er noch vor einer Woche Dresden „beherrschte“. Die Stunde heute reichte nicht, aber die Schüler mussten zurück in „ihren Zoo“.


Menschen lernen im Zoo, Menschen arbeiten im Zoo und leben somit auch ein ganzes Stück dort. Aber immer hinter Gittern? Erdmännchen und Bartaffen – und besonders Kaiserschnurrbarttamarinen – springen scheinbar fröhlich herum und ziehen damit insbesondere Blicke junger Menschen auf sich, die Koalabären und die erwachsenen Orang-Utans schienen eher (winter-)depressiv „herumzuhängen“. Wir Menschen, die komischsten und verbreitetesten Tiere weltweit, rotten andere Tiere aus, manche ganz bewusst, z.B. auch Giraffen, drängen sie immer mehr zurück – und schützen einzelne, auch in Zoos. Aber wo lebten sie ursprünglich? Wie sehen sie aus? Schauen wir hin oder geht es nur ums Selfie im Streichelzoo, damit andere uns (wirklich?) sehen?

Flamigos und Pelikane sehen sich auf den ersten, ungenaueren Blick etwas ähnlich. Doch Flamenco, der Tanz, kommt aus ... und ist in ... verbreitet. Eine Eselsbrücke?! Esel gibt es mittlerweile auch fast überall. Esel benutzten Menschen vor Motoren als Lastentiere und ihre Bezeichnung benutzen wir zugleich nach wie vor als Schimpfwort – nicht nur im Deutschen.


Heute gedenken etliche Menschen der Zerstörung Dresdens, manche einseitig aus einer Opferrolle heraus. Auch der Dresdner Zoo blieb nicht unversehrt.
Am Montag wurde zum 10. Mal der Internationale Friedenspreis Dresdens verliehen: an Phan Thi Kim Phuc, die folgend zitiert wird: „Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber mit Liebe können wir die Zukunft heilen.“ Kinder waren und sind nicht nur die größten Opfer von Kriegen, ob in Japan, Vietnam, Afghanistan, Ruanda, dem Kosovo, dem Sudan, dem Kongo, dem Irak, Syrien, dem Jemen und leider, leider vielen anderen Ländern. Kinder werden auch zu Soldaten, zu Tätern, zu Tötenden gemacht und das muss aufhören. Mal wieder werden da, wo sie so notwendig sind, Hilfsgelder gekürzt, gar gestrichen?

Kein Tier kann die Bösartigkeit von Menschen entwickeln, aber wir Menschen können durch unser Reflektieren und unser Mitfühlen auch immer wieder die Wahl treffen, wie Kim Phuc überzeugt herausstellte, und wir können – mit gemeinsamer Sprache – gesprächsbereit seinauch wenn es nicht leicht fällt.
Thérapie Sociale sollte in Schulen vermittelt, gelebt werden!

9. Februar 2019

Wenn OLer des USV TU Dresden ...

... im Winter im Osterzgebirge ein Wochenende trainieren, wie sie es breits Jahre tun, was machen sie dann?

Sie machen zuerst einen Foto-OL. Aber ohne zu rennen. Nur die Gedanken rasen. Wo befinden sich die Posten von den Fotos auf der Karte? Alle zusammen müssen eine sinnvolle Bahn mit bestimmter Streckenlänge ergeben.
In der schwedischen OL-Zeitschrift skogssport, was soviel wie Waldsport bedeutet, erscheint immer wieder ein solcher Foto-OL, an dem man sich die Nerven blank reiben kann. So geht schnell ein Abend rum.

Und zum krönenden Abschluss nach Skitrainings satt machten sie diesmal noch ein „Tiefschnee“-Ski-Rogaine als Fragen-OL. Ist der See zugefroren? Was steht hier? Was für ein Schild ist dort? Welche Nummer hat der Festposten?

20 Festpostennetze im Erzgebirge, damit OL dort bekannt(er) wird? Geld wäre da, muss „nur“ wer machen. ...

18. Januar 2019

OL für Schüler und alles bleibt nicht


Am Mittwoch suchten und fanden Schüler die passenden Fotos zu den „Posten“, Orten, die sie anliefen. Niemand sagte, renn, sie machten es. Sie dachten wohl auch nicht, Bewegen ist gesund. Lernen und Bewegen sind Nebenwirkungen vom Spielen, die Hauptwirkung ist Freude. Wenn Lernen verordnet wird, lernt man womöglich, dass Lernen keine Freude macht und will nicht lernen, verlernt es gar. Dann lieber Parallelfehler kennenlernen, klettern, um die Welt von oben besser zu verstehen, eine Denkmalfrau für einen Denkmaljungen halten oder Abrisshäuser für ein Seniorenheim.

Fußball im Käfig oder mal neue Horizonte kennenlernen?!
Schule wandelt sich, staatliche Schulen übernehmen und verwenden (freiere) Konzepte, bieten lebbaren Schulalltag und Projekte, Sozialarbeiter unterstützen. Nach „westlicher“ Tradition stehen Geisteswissenschaften und Künste Naturwissenschaften und Mathe nach, was sich sowohl in Schulen als auch in Berufen bemerkbar macht, ja im ganzen Denken und Weltbild. Lehrende, Pädagogen, Therapeuten, Pflegende, alle Dienstleistenden, Ladeneinräumende, Putzmann und Müllfrau, ... werden, kurzum die Arbeit mit und für Menschen wird oft weniger (finanziell) geachtet als (studierte) Ingenieurs- und Wirtschaftsberufe. Wobei Naturwissenschaftler oft auch gegen Wände reden (z.B. beim Klimawandel). Ausbeuten zählt, zahlt sich leider nach wie vor aus.

Morgen vor 100 Jahren, also am 19.1.1919, wurde das erste Mal eine Frau in Deutschland ins nationale Parlament gewählt. Nachdem am 12.11.1918 das (aktive) Frauenwahlrecht eingeführt wurde.

Wenn junge Schüler postiv sensibilisiert werden für den Wert der Natur und andere Lebewesen, Menschen, dann ... reine Theorie und dennoch: von dort zur Praxis und zurück. Schüler müssen ein freundliches Miteinander lernen (dürfen), nach und nach Verantwortung übernehmen, anderen z.B. ihre Lieblingssportart OL vorstellen ...

Gesamtschulen sorgen für weniger Klassengesellschaft, für mehr Mut zum Wechseln, wenn einem Jugendlichen einige Schulfächer nicht so leicht fallen oder doch wieder leichter.

Zwei Klassen angehende Physiotherapeuten führten im Oktober den „Trimm-dich-OL“ – verknüpften also Bewegungsübungen mit Orientierungsaufgaben.

Schul-OL sorgte in der Schweiz für ein bleibendes Hoch im OL. Ist in Deutschland mehr möglich?


Wer glaubt, dass „feste“ Stadt-OL fest seien, irrt. Dresden baut fleißig, Karten werden aktualisiert und verbessert, Posten hinzugefügt, präzisiert und gestrichen, weil es sie schlicht nicht mehr gibt.

Also alles bleibt veränderlich. Auf ein veränderliches 2019!

Neue Angebote sollen dazu kommen.

Mach mit oder selbst. Probier es aus, kannst nur ausversehen dabei dazulernen!

15. Dezember 2018

Thüringen

Thüringen brachte einiges und einige hervor, was bzw. die den OL in Deutschland nach vorne brachten. So den weltlängsten Staffel-OL 24-Stunden-OL, der 2019 zum 22. Mal stattfindet. Und SPORTident, das Kontroll- und Zeitmesssystem, welches beim OL weltweit am häufigsten zur Anwendung kommt.
Die derzeit beste deutsche Orientierungsläuferin Susen Lösch, 2019 in den A-Kader nominiert, kommt aus Jena und läuft in der Weltspitze.

Die Weihnachtsfeier von SPORTident fand in Erfurt mit einem Foto-OL statt. Grundlage war eine aus OpenStreetMap generierte OL-Karte.