29. Oktober 2026

Heimat und Ungehorsam

Wesenitz im Liebethaler Grund
Zuhause im OL: Zum D-Cup hatte ich einmal mehr den besten Lauf meines Lebens. :-) Ich hoffe auf noch reichlich weitere.
Der Nebel hing noch im Wald. (So schön wie Mondlicht zuweilen auf den Boden fällt.)
Und ich war eins mit Wald, Karte, Bahn, es lief wie am Schnürchen, ja, ich tat was dafür, schon über 30 Jahre lang, aber zugleich war es auch wie ein Geschenk, das ich auspacken durfte.

Sandstein(klettern) ebenda
Ich fühle mich im Wald, besonders auch im Herbstwald zu Hause. Da ist es ruhiger, friedlicher. Es zieht mich geradezu zu ihm hin, ich vermisse ihn, wenn ich drinnen hocke oder draußen bin, aber keinen Wald um mich habe, nicht wenigstens ein Wäldchen oder ein paar Bäume, durch die Wind streift.
Es ist erwiesen, dass Wald uns gut tut, sich gut auf Seelen auswirkt. Und wer es (noch) fühlt und in ihn eintaucht, braucht für dieses Wissen keine Wissenschaft.
D.h., wenn wir Wald zerstören, zulassen, dass Wald zerstört wird, zerstören wir uns, lassen wir unsere Zerstörung zu.

Start Malerweg, nochmals da
Und wir lassen bizarrer Weise auch durch Sehnsucht zu, Wald und Welt zu zerstören. Wir reisen woanders hin, um Welt zu sehen und zu genießen, sind "Bürger von Welt" und lassen unseren Flecken Heimat verdrecken, kennen den Stadtteil um die wenige Ecken schon nicht mehr, aber wir "kennen" und überfliegen das Meer, in dem wir Menschen, wenn wir sie noch als solche sehen, "niederer Klassen" ertrinken lassen.


Fähre, die mich nach Hause bringt
Ikea nutzt Holz aus Schutzgebieten, z.B. aus Rumänien. "Ist ja weit weg." - Außer wir machen gerade mal dort Urlaub. Jede 2 Sekunden fällt ein Baum für Ikea, also wird gefällt, las ich. 1, 2, ein Baum, 1, 2, ein Baum, 1, 2, ein Baum, ...

Die Deutsche Umwelthilfe schreibt: "Allein in Deutschland werden jährlich 5,8 Milliarden Einweg-Getränkebecher und 4,5 Milliarden Einweg-Essensverpackungen verbraucht. Dafür werden wertvolle Ressourcen verschwendet ..."
Die Zahlen sind so groß, dass wir darüber hinwegsehen. Wir kaufen uns, nutzen ja höchstens mal einen solchen Becher. Auch beim OL. Und das immer wieder, wenn keine Mehrwegbecher bereitstehen oder wir uns ein Tasse mitbringen.

wilder Wein statt einer Weide
Es gibt andere Möglichkeiten, auch des ressourcenschonenderen Baus wie mit Carbonbeton, wenn wir schon bauen und bauen. Es kann Pflanzenkohle aus Totholzabfällen entstehen, die mit Humus wertvoll ist. Und Rotalgen lassen Rinder weniger übel (Methan) blähen. Es gibt also Möglichkeiten der Verbesserung, die erforscht und schon angewendet werden. Aber auch hier wird Materie gemixt, erhitzt bis verbrannt und werden Lebewesen gezüchtet.
Wir erwärmen die Erde weiter, bringen das Klima noch weiter aus dem natürlichen Gleichgewicht, in das die Erde mit dem Wasser es brachte und sich über weite Zeiten hielt.
am Radweg, Laubegaster Ufer
Trinkbares Wasser wird knapper. Wasser, das im All reichlich vorkommt, ist irgendwie besonders gefroren. Wasser, das aufgrund seiner Struktur - uns und allgemein - Leben ermöglicht, besonders gut Verbindungen eingeht und Stoffe löst, das für Regulierungen sorgt, Wolken bildend Sonnenlicht reflektiert und als Feststoff in und auf sich selbst schwimmt.
Wir Menschen sind auf eine kleine Temperaturspanne nicht weit unter null Grad bis nicht wesentlich über unsere Körpertemperatur angewiesen. Wir schwitzen uns bei 40 Grad ohne Wasser, Abkühlung, Schatten zu Tode und erfrieren bei um die 0 Grad ohne warm haltende Kleidung/Decken, Bewegung und Feuer. Aber in diesem winzigen Fenster spielen wir Gott.


Farbenwunder der Natur,

Zierblüte eines Losstrauchs

Wie lange glauben wir das Märchen vom Fortschritt noch, dass uns weniger Arbeit verspricht und mehr unschöne aufbürdet? - Immer mit dem Glauben einhergehend, das ginge nur so und die Menschen seien so. Und wie bist du selbst ... so? Was willst du (nicht), wonach ist dir?
Freiheit ist mehr, als nach seinem Willen zu leben: Nicht tun zu müssen, was von einem verlangt wird, d.h. also seinen Unwillen zu (be)achten - und genauso den anderer. Z.B. NEIN zum Krieg sagen, notfalls zu schreien: Ich möchte keine Menschen umbringen. Schon weil ich selbst nicht umgebracht werden will. Ich fühle mich (nach meinem freien Willen) zum Schutz des Lebens verpflichtet, meines Lebens wie das der Menschen um mich, aller Menschen. Und bei Menschen endet dieses Schutzgebot nicht. ... Tiere, Pflanzen. Richtig schwierig wird es, wenn man mit der Waffe bedroht wird: Schieß oder stirb!
vorm Abriss, am Fetscherplatz
Ja, und diese Freiheit zur unbedingten Verteidigung des Lebens ist ein Ideal, unerreichbar (war es mal erreichbar, könnte es das sein?), weil wir ja doch auch mal lästern, um uns besser zu fühlen, wenn wir nicht ausgeglichen sind, eine Mücke erschlagen (ohne sie zu essen - wie in friedlichen Urgesellschaften dankbar das gejagte Tier, eher Elefanten als Mücken ;-), wenn wir nicht in uns ruhen, Gewächse abreißen (statt Früchte etc. zum Verzehr ernten), wenn wir unaufmerksam und unzufrieden sind, aber gerade das Ideale kann uns positiver Ansporn sein, immer und immer wieder.

In der Satzung des Turnover OL-Vereins OOB Turnov steht uvm.: Wer ehrlich spielt, gewinnt immer.


vor der Gedenkstätte Andreasstraße
Aber jetzt geben wir unseren (erlernten) Rassismus und Hass gar noch an Maschinen ab?
"KI-Killer-Roboter", die über Leben und Tod entscheiden, zudem ohne Regeln?
Heißt "Big Tech"-KI = kein Gewissen? Weil sich ohne Gewissen mehr Kohle/Geld verdienen lässt? Wie lange noch?
Menschen machen nicht mit, lassen nicht alles mit sich machen, streiken und sterben.

Eine Sprecherin bei einem Konzert wählte deutliche Worte gegen den Faschismus.
Sie appellierte daran, uns unsere Heimat nicht von Faschisten wegnehmen zu lassen.
Heimat und das Wort dürfen sie nicht für ihre hasserfüllte Ausgrenzung vereinnahmen.
Die Frau erinnerte daran, dass Heimat gerade auch im Zwischenmenschlichen zu finden ist.
Und dass eine durch den Zufluchtsort bestimmte Fremde für geflüchtete, zugezogene Menschen Heimat wird.

ReAktion, auch auf Kings, Erfurt
Ab welchem Punkt werden aus fremden vertraute Menschen?

Ich war bei einer Lesung, wobei ich einen der Lesenden kannte.
Er und noch ein Mann lasen aus "Planet des Ungehorsams" von (Brite) Russell Eric Frank: Widerstand und individuelle Freiheit als Grundlage für eine menschliche Gemeinschaft. Das tat mir gut, das gab mir Hoffnung.

Fahrräder an die Macht, Petersberg
Politisch links sei zu empört. Was rechtsextrem stärkte: "Bei uns könne man alles sagen - nur nicht gendern und so ein Scheiß." Und schon schleicht sich geforderter (patriotischer) Konformismus ein.
Aber Empören sei auch ganz wichtig - und ist es so wieder bei wirklich Wesentlichem.
Ich hörte eine Kriegsreporterin, die sah, dass die Menschen in grausam verursachten Leid menschlicher agieren, als wir in unserem Schöne-heile-Welt-Wohlstand. Auch sie appellierte an unsere in uns wohnende Menschlichkeit. Menschlichkeit ist demnach in uns beheimatet, aber wir vertreiben sie aus uns. Sie passt nicht zum Diktat des Kapitalismus', dem wir uns unterwerfen, weil wir meinen, nur so zu überleben?
die unscharfe Weite der Welt, in der Wigbertkirche
Ich hörte eine ehemals suizidale Bäuerin. Bauern und Bäuerinnen brennen aus. Früher, nicht so lange her, vor der Industrialisierung, waren die meisten Menschen Bauern/Bäuerinnen, heute sind es verhältnismäßig wenige - gleichbleibend: wir alle essen (müssen). Die Bauern stehen beim Schach vorm Scha/König (mit dem allein das Spiel steht und fällt) und den anderen Mächtigeren in der 1. Reihe - Kanonenfutter, sie setzt man/König ein, um den Gegner zu schwächen und nur einzelne Bauern, die wirklich in der "Heimat des Feindes" ankommen, können groß werden, selbst zu Herrschenden. Keine Herrschenden ohne Beherrschte.
Ich hörte Obdachlose (Frauen). Frauen sind auch dort besonders bedroht. Nur wo es ein Oben gibt, gibt es auch ein Unten. Und Erfolgreiche, Privilegierte bilden sich meines Erachtens oft ein, ihre Stellung wäre ihr Verdienst statt ihr Glück bzw. systembedingt und so setzt sich Diskriminierung, ob rassistisch oder sexistisch oder (un)sozial fort und wird weiter zementiert.

trotz relativ wenig Zerstörung 1500-1600

Bombenopfer, auch in Luftschutzkellern

Ich hörte Angela Merkel, die mit Jugendlichen/jungen Erwachsenen spricht und fand das gut, schon die Idee sich zusammenzusetzen und sich mit jungen Menschen mit ihren Zukunftssorgen auseinanderzusetzen. Klar, war sie als Kanzlerin nicht perfekt (wie kann das ein Menschen auf so einem Abstraktum sein?), klar fehlt immer was, aber wenn wir das Kleine, das Gute nicht schätzen und gut finden, finden wir irgendwann nichts mehr gut und tun so auch selbst nicht mehr gut.
Ich höre alte Menschen, besonders auch alte Männer, nicht im Radio, sondern in echt, die meckern und sich über junge Leute beschweren - sie tun es aus ihrer eigenen Unzufriedenheit heraus, weil sie mit Teilen ihres Lebens nicht zufrieden sind, weil sie machten, obwohl sie nicht wollten. So kommt es mir vor.


Klarheit, gegenüber der Predigerkirche
In den Herbstferien organisierte ich abermals einen Hort-OL, von einem Hort, der dieses Jahr 6 OL von mir nutzte, 2 Stadt-, speziell Foto-OL (den Katzen- und den Zusammenspiel-OL) und 4 klassische Schul-OL an 3 verschiedenen Orten.
Im Nachgang schrieb ich ein "Scheißgedicht":
Beschissen
die Wiese
vom Hund
keine Scham des Herrchens
es wegzumachen
trotz Hinterherlaufens
und Ansprechens
der ARSCH
da treten Kinder rein
die Kacke ist voller Krankheitskeime
Ein anderer Herr machte sie weg
seinen Mist
also den seines Hundes
Danke

Pionierlager Limbach-Oberfrohna
Zu Mitte des Monats organisierte ich einen Stadtrundgang durch Laubegast mit einer Familie mit Jugendlichen. Ein junger Mann der Runde schuf das schöne Graffiti von Melli Beese, aber wurde selbst nicht zum Kunst Studieren zugelassen und erlernt so was sogenannt Soziales, und ein großes Mädchen an der Schwelle zur Frau trägt den Namen einer Villa, an der wir vorbeikamen.
In diesem Zusammenhang trug ich etwas (u.a. Häuser) in die Laubegaster Karte nach und "tilgte" ein paar Fehler aus ihr, die beim Zusammensetzen entstanden waren und aktualisierte so auch die beiden Stadt-OL-Angebote. Vom Detail-OL entstand durch den Rundgang eine 5. Variante mit vielen recherierten Infos. Vor Jahren hatte ich bereits einen anderen Rundgang geplant und durchgeführt. Nun legte ich noch mehr Wert auf Personen und Persönlichkeiten.

Start der durch Hitze ausgefallenen,

bei Kälte nachgeholten Sprintstaffel


Laubegast und Dresden - Heimat für Frauen wie Melli Beese, Marie Hankel und Caroline Neuber, die für ihre Rechte und die anderer Frauen kämpften.
Künstler wie Hans Grundig, Wieland Förster und Hernando León, die verfolgt, inhaftiert, gedemütigt wurden und Kunst in und gegen Diktaturen machten.
Das Ufer, das die Elbe sich schuf, zwischen der Coselgasse an der Werft, Werken von Hernando León und seiner Frau Margarita Pellegrin und Götterbäumen (Eschen) im Geviert auf den Elbwiesen bei Alttolkewitz.
leuchtender, stinkender Gingko, Nähe Zwinger
In einem schönen Stadtteil, wo zugleich Pizzaboten rassistisch behandelt werden, ein Waffenladen steht und Reichsbürger wohnen.
Ich wiederhole den Rundgang demnächst. Mal sehen, wie viele dabei sein werden, vielmehr wer und wie es wird.
Derzeit lese ich ein Buch von Wieland Förster. Demnächst möchte ich eins zur ersten deutschen Fliegerin Melli Beese lesen.

Lächeln, Dresden Friedrichstadt
Ich sah einen, wie ich finde, wunderbaren Film zu der jung verstorbenen Malerin Paula Modersohn-Becker, die in Dresden Friedrichstadt geboren wurde und mit ihrer Kunst "ihr Ding" machte - gegen alte Konventionen. Mit meiner Mutter und Bekannten fand ich zuletzt auch die Wandtafel am Ort ihres Geburtshauses. Schon eher entstand der Plan, vom Krankenhaus um die Ecke eine Karte zu zeichnen. Ein Grund mehr. 2027?!

Karikaturenausstellung Nov-Feb, Haus der Presse
Das "Haus der Farben"/House of Colors am Fetscherplatz durfte cool angemalt werden, auch innen, nachdem entschieden wurde, dass es abgerissen wird - verrückte Welt.
Ist der Abriss überhaupt notwendig, ist das Haus wirklich baufällig?
Gut, dass drinnen hippige Musik(?)Filme gedreht wurden und so die Kunst etwas festgehalten ist. Im November will ich noch einmal hinein.

Im größeren Hof des Dresdner Schlosses, der lange komplett eine Baustelle war, entdeckte ich einen 2. Brunnen, den ich im Stadt-OL "Born-to-go-O" ergänzte. Weitere liegen in Gebäuden, aber deren Standorte kommen nicht in die Karte.

unweit des Grabes Caroline Neubers, Leuben
Gestern beendete ich vorerst mein neustes Werk, die Karte Liebethal samt Vereinsheimat-OL (da ich auch in meinem OL-Verein ein Zuhause fand) zum fast 50-jährigen Jubiläum unserer Vereinsmeisterschaft.
Ich dachte, diese Woche bereits mit der Erfurter Karte loszulegen, aber es kam so viel anderes dazwischen.
Und manchmal ist mir andere OL-(Vereins)Arbeit auch zu viel und empfinde ich sie nicht als sinnig und nicht als passend für mich.

...Ei, Schaf, Trottel; Laubegast
Und demnächst ist wohl doch erst einmal Erich Kästner dran. Nicht er, er lebt nicht mehr. Er blieb unter den Nazis, die seine Bücher verbrannten (wie später noch einmal einige Ultrachristen es in der BRD taten), was er sich in Berlin ansah, trotzdem in Deutschland, was ihm manche vorwarfen, wie auch angeblich dass er zu blumig textete, obgleich er sich klar für Verständigung und gegen Krieg positionierte und eben auch für Kinder schrieb. Mir gefällt, was ich von ihm las. Ich war Mitte September erstmals in "seinem" Museum, also dem zu seinen Ehren erstellten, kleinen am Albertplatz. Und der Idee, zum letzten Jahreswechsel Orte seiner Kindheit zu verbinden, folgen nun noch (weitere) Kartenerweiterungen - für den Nacht-(Stadt-)OL-Auftakt in 4 Wochen. Früher war ein Monat lang. (So ein Satz könnte vielleicht auch von Kästner stammen.)

Tür / Portal mit 21 Gesichtern zur

lebensüberbordernden Bürokratie

Am Sonntag, 1.11. findet ein Stolpersteinerundgang durch Laubegast statt.
Z.B. wird zu Familie Blum (Richter), Sinti und Marionettentheaterspieler/innen, und lange nicht anerkannte Opfer der Nationalsozialisten, gesprochen werden. Zwei Söhne wurden in Auschwitz ermordet - einer war 16, der andere 10. So wie weitere Menschen, die in Laubegast lebten und arbeiteten. Nachdem sich Melli Beese ihr Leben genommen hatte - weil sie sich in ihrer Zeit als Frau getraut hatte, zu leben. Und während Wieland Förster Kind war, Judennase genannt wurde, zeitig reifen musste, seinen Willen und Widerstand als eins erprobte und erkannte - mit krassen Folgen für sein Leben.
Ich reise nun erstmals ins KZ Auschwitz, an diesen Ort der wahnsinnig vielen Ermordeten (möglich, weil bei dem Wahn  viele mitmachten, im Mindesten nichts dagegen taten, sondern schwiegen), der wahnsinnigen, gewissen- und mitgefühlslosen, industriealisierten Gräul einer Hölle, die nur reichlich 80 Jahre zurückliegt, hier, wo nun wieder solche menschenverachtenden Menschen an die Macht kommen, die im Übrigen auch besonders frauenverachtend agieren - Frauenfeindlichkeit zulassen, fördern und nicht bekämpfen. (Das Patriachat steht rechts.)

Hooligans: Aufruf zur Gewalt

gg. andere Deutsche vor 2 Jahren

Und auf dem Rückweg will ich einen Widerstand besuchen, die Zwerge Breslaus.
...
PS1: Die aktuelle Friedensnobelpreisträgerin Navanethem Pillay wird angefeindet (u.a. von einem lächerlichen und gefährlichen König, der (Handels)Kriege lostritt und sich mit einem Friedensnobelpreis schmücken wollte), weil sie Menschheitsverbrechen anklagt und sich für Menschenrechte einsetzt.
PS2: (Lesbische) Frauen wurden umgebracht, in Argentinien und anderswo, weil sie (lesbische) Frauen sind.
PS3: Pestizide werden versprüht, weswegen Kinder und Erwachsene an Krebs erkranken. Die EU hört den profitorientierten Konzernen zu und den betroffenen Menschen nicht?

26. Oktober 2026

Erfurt – früher und im Frühjahr – und Erfurter*innen

die Energie der Angst
Stadt meiner Kindheit
klein bist du geworden
geschrumpft bist du
schlumpfenhaft
märchenhaft
oder bin ich nur groß geworden?
Alt bist du
oder lerne ich dich neu erst noch kennen?
Du kommst mir kindlich vor
Oder hängt und wabert mir meine Kindheit
in deinen Straßen
durch deine Straßen?
So vertraut bist du mir
und zugleich fremd
früher Frühling
Hauptbahnhof, Anger, Fischmarkt
früher alles weit voneinander entfernt
und die Orte
die ich zuerst mit vielen Menschen gefüllt
kennenlernte
Dom(platz) und Severikirche
auf dem
bzw. vor denen zum Martinsfest Lampions die Nacht erhellten
so auch unsere
„Tausend Sterne sind ein Dom“
und einmal der Lampion meiner Schwester brannte
was mir weh tat
als wäre es mehr als ein Lampion
„Der Mond ist aufgegangen“
mein Lieblingskinderlied
das mir meine Mutter vorsang
warme Regenrinne
Andreasstraße und -viertel
wo die Stasi saß
und ganz aktuell auch an neuere Verbrechen erinnert wurde
rassistische und weitere rechtsextreme
die fatal nicht als solche eingeordnet worden und werden
der Petersberg mit Festung
der früher noch kein Touristenmagnet war
Nordpark, Stadtpark, Südpark
in dem wir am Stadion OL machten
bevor es OL-Parktouren und Sprint-OLs gab
das Nordbad
die Schwimmhalle im Süden
in der ich mich nach dem Sommer '94
in dem ich bei den Großeltern schwimmen gelernt hatte
traute - oder war es Scham als Nichtschwimmer dazustehen? -
in die Gruppe der Schwimmer zu gehen
(Ich blieb oben, ging nicht unter.)
Dom - "Ich glaube, der Wald ist meine Kirche"
Wiesenhügel, Drosselberg, Breitscheidstraße
wo wir wohnten
wo ich als Säugling hustete
wo ich Wände anmalte
- in Ermangelung von meinem Vater bekommenem Papier -
wo wir herumstromerten
in wilden Ecken, die es noch gab
und auf ehemaligen Militärübungsplätzen
und Wagenmarken wegfanden
und Klingeln runterrutschten und wegrannten
beides mit beklommenem Gefühl
den Älteren nachahmend und hinterher
wo ich erst nicht in den Kindergarten
und dann nicht in die Schule wollte
wo ich die Treppe hinauffiel
und beim Klettern im Baum hängen blieb
- Narben, die blieben -
wo ich mich verliebte
und mit Freunden Waldbuden baute
und wir dort bleiben wollten
weil Dritte die schönen Mädchen „abbekamen“
am Petersberg
meine Grundschule
mein Schulanfang
welche ich innerlich abwehrte
wo ich meinen ersten besten Freund fand
dessen Familie im selben hohen Neubauhaus wohnte
der mir beim Vorlesensollen zuflüsternd vorlas
wodurch ich mich bis zu den ersten Noten
auf Diktate „durchschummelte“
und mit dem ich später erste Legogeschichten schrieb
wo ich ängstlich einkaufen lernte
wo ich eine Bude kaputt machte
weil sie mir Angst machte
und mir ein Junge eine leere Bierdose an die Nase warf
an der Krämerbrücke
wo junge Neonazis abends auf dem Spielplatz grölten
was mich nicht einschlafen ließ
wie die Bauchschmerzen
die ich vor der Schule entwickelte
wo ich fast auf meine Grundschule spucken konnte
die Gesamtschule gefühlt weit entfernt
aber auch im Süden
in der meine Angst sogar noch wuchs
die Deutschnachhilfe irgendwo in die Stadt hinein
wohin ich nicht wollte
im Klinikumsgelände, am selben Tag (vor und nach Treffen am Fischmarkt)
der Steiger mit der unebenen Rollschuhbahn
wo ich meine ersten OL machte
die Turnhalle vom Anger Richtung Nordost
wohin wir Kinder zum Training fuhren
und ich nicht so recht wollte
der Malkurs im Süden
wohin wir nicht wollten
zumindest meine Schwester nicht
und ich mich ihr scheu anschloss
und wir einmal nicht hingingen
obgleich unsere Eltern Geld dafür ausgaben
DDR- und Kindheitstraum: Können wir nicht alle Freunde sein?, Stadtpark Erfurt

Schlaf gut und träum was Schönes, Brühler Garten
die Suhlequelle
wo wir Huflattich sammelten
auf dem Petersberg
wo ich meinen Fahrradführerschein machte
und wohl auch zur Erfurter Matheolympiade war
der Domberg
so markant und prägnant mit den spitzen Kirchturmspitzen
das Theater, wo jetzt Fuchs und Elster stehen
teils schaurige Puppenspiele, da
beim Brunnen mit den Bremer Stadtmusikanten
die EGA, früher IGA
mit den großen Kletterspinnen
wo ich 2009 noch einmal zum OL war
die Gera, der Stadtfluss, ein Flüsschen
das sich verzweigt und wieder vereint
die vielen Kirchen und Türme

am Hirschgarten, wo ich

immer Anisplätzchen wollte

das Naturkundemuseum, das Angermuseum
Kino und Hertie
das winzige Programmkino
wo am Montag Kurzfilme liefen
darunter einer
der in Dresden spielt
angesiedelt in den Nuller Jahren
die Krämerbrücke
auf der Häuser stehen
warum auch nicht
das sah ich doch schon als Kind immer so
bis Venedig, das Erfurter Venedig
als sei Erfurt eine Brücke
zur Vergangenheit
zu einer viel älteren als meiner kleinen
eine Brücke zu Alten Meistern
und zur italienischen Lagunenstadt
in der wohl Schweden meinten
in dieser Stadt müsse man OL machen
und es taten

Angerbrunnen, kleiner als einige hiesige, damals groß
Ich sah dich meine ersten 12 Jahre fast täglich
manche Straßen zumindest
manche immer mal
manche nie
und dann lange nicht
die PLZ änderte sich
extremer geht es nicht
von 99... auf 01...
die Vorwahl blieb aber fast gleich
eine 6 wurde nicht zur 7, sondern zur 5
Und erst nach und nach sah ich dich ein paar Mal wieder
Ende 2015 z.B. einmal
da ging es um endliches Wachstum und Klima

Figur Jahrhundertbilanz gleich

als von Wieland Förster erkannt

und Ende 2023 auch einmal
da ging es um alte Geister und unvergängliches Sehnen
und im März diesen Jahres
da entstanden die ersten sieben Fotos hier
und im Nachgang eine Karte
3-geteilt mit drei Foto-OLs
dieses Jahr
was ich nicht eingeplant hatte
sondern sich ergab
und deren zwei südliche
besonders der südwestliche
noch einmal einige Ergänzungen und
Verbesserungen erhielten

Maler Friedrich Nerly, von Erfurt nach Venedig
Und seit einer Weile habe ich vor
und angefangen
dich öfter zu besuchen
um die alte Innenstadt zu kartieren
für Wettkämpfe 2029
Den Petersberg nahm ich mir als Erstes vor
Und in dieser Woche lernte ich Freunde meiner Mutter kennen
die sie durch ihre Arbeiten kennengelernt hatte
Arbeiten
zu denen sie nicht Nein gesagt hatte
vier Freund*innen
die durch ihre Kinder auch einander kennengelernt hatten
die auch mal in Dresden weilten
entweder hier wohnten oder Familie haben
Menschen
die ich mag

im Angermuseum, Schoa-Überlebende

Mein langjährigster Freund
der als Jugendlicher auch mal beim OL mitmachte
aber lieber klettert
den ich durchs Skilaufen unserer Familien kennenlernte
und der seit Langem auch Dresdner ist
war in den vielen Jahren im Grunde das einzige Band
das mich menschlich noch mit Erfurt verband
Vereinskolleginnen zogen nach Erfurt
das sind/waren auch ein paar losere Bänder
Nun sind da wieder ein paar mehr
die meine Vergangenheit nicht direkt beeinflussten
aber meine unmittelbare Gegenwart

Pitiplatsch steuert die Gera hinauf

Danke
Erfurt
ich kehre wieder ein wenig heim
zu meinem alten
meinem kindlichen Ich
in und mit meinem erwachsen gewordenen Ich
Ich halte mich an der Hand
angstbefreiter
vielleicht ein wenig gescheiter
auf jeden Fall erfahrener
Vielleicht versöhne ich dabei einen Teil von mir
den ängstlichen
gar einen „kränklichen“
„kaputten“
aber meine Kindheit führte mich auch wieder zu dir zurück
speziell das, was in dir begann
und zu wachsen begann
in deiner „Heide“
in deinem Wald
im Süden
der OL

an der Gera in "Venedig"
eine alte Karte

"Achten Sie auf die Videoaufnahmen der Polizei!" - Wo wird nicht überwacht?




 

8. Oktober 2026

Im September 2026

Müll(machen) ist das Monster, August Laubegast
Danke/Schön, dass du die AfD NICHT gewählt hast/wählst! (Wenn doch, dann besinne dich und frage dich ehrlich, was dir und der Welt das bringt.)
Faschismus tötet.
ein Beispiel v
on Millionen: Elfriede Lohse-Wächtler
Sie malte, wurde für verrückt erklärt und in Pirna vergast.
Ich fand ihre Ehrentafel, ein Frauenort, in der Dresdner Kunsthochschule und band ihn in meinen neusten Dresdner Stadt-OL ein - eher fürs Rad, weil die Wege zwischen den Frauen(kraft)orten länger sind. ... weiter unten mehr dazu

Deutschlandfahne + "Frieden", Struppen
Rattenfänger: Die AfD bietet immer jemanden an, nach dem nach unten getreten werden kann, um ihre eigene Macht über andere zu etablieren und zu sichern.
Sie nutzt das Bedürfnis nach Verbundenheit sowie die Angst vor Einsamkeit und vor Ausgeschlossenheit, um (friedliche) Gemeinschaft zu zerstören.
Und sie wird auch noch im Scheitern Erfolg verbuchen, weil ja die anderen (die Opposition, der Bund, die EU, die Ausländern, ...) schuld seien.

Ein Menschenleben liegt zeitlich zwischen ein und demselben Massenwahn, den üblen Geistern, die maximal etwas schliefen? Und nichts, keine Bildung und keine Literatur hat gereicht, die Masse zu erreichen, so scheint 's (mir).

Fahnen + Kanoniervereine auf Festung Königstein
Die Gefahr liegt in der Normalisierung von Extremismus, in seiner schleichenden Gewohnheit.

Geht es in Politik um Inhalte und Konsens? Oder nur (noch) um Machtkämpfe gegeneinander? Es wird kein Oder sein. Weil Oder gegenüber Und naturgemäß spaltet, zumindest trennt, abgrenzt, was nicht per se schlecht ist.
Es gibt auch gute Beispiele für (politisches) Miteinander, ist man dafür offen.
Spaltung wird verrückterweise oft von jenen beklagt, die sie mitverursachen. 
Erkennen wir Fehler auch bei uns selbst?
In einer konstruktiven Streitkultur wird weder belehrt noch beleidigt, DAMIT es um Inhalte gehen kann.

Mahnung von Wieland Förster, Freital
Rechtsextremismus wird zuweilen durch Linksextremismus klein geredet. Jede Form des Extremismus endet in Gewalt. Ein Unterschied: Teile(!) des linken Extremismus sind direkte Reaktionen auf rechten. Das rechtfertigt ihn nicht, aber beschreibt sein Entstehen, dagegen "braucht" Rechtsextremismus Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung für sein Weltbild, in dem er eine Elite über andere erhaben sieht. Antifaschismus reagiert auf das faschistische Weltbild. Die Frage ist, wie er sich äußert. Im Extremfall wird gewaltvoller Widerstand im Nachhinein gut geheißen. Und als Reaktion auf (gefühlte) äußere Bedrohungen werden Aufrüstung und Abwehr geradezu als Notwendigkeit gepriesen. Misst man hier mit verschiedenen Maßen?
Ein Extremismusforscher, der selbst beim IS war, ordnete ein, dass religös begründeter oder sonstiger Terror extremistisch ist.
Albert Einstein soll gesagt haben: Das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen. Ich will das Wort "Krieg" auf "Gewalt" ausdehnen. Und zum "Denken" Mitgefühl hinzufügen.

Bizarr auch: rechtsextreme Frauen in Machtpositionen, die es so früher nicht gab. Sind sie nur der "Spielball" von Männern? Sind sie nicht selbst "Symbole" des Sexismus? Bekam hier der Neofaschismus moderne Züge, die vorspielen?

Drahtesel und Bronzehirsch, Kurort Hartha
Geregelte Zuwanderung erwünscht, geradezu gebraucht, um zumindest den Status quo in Europa, Deutschland zu erhalten - egal, was das in den Herkunftsländern macht, solange es uns nicht tangiert. Nach den extrem Rechten "alle raus", egal, dass "Onkel Vu" und seine Frau aus Vietnam um die Ecke dann im Rentenalter mit Herzlichkeit kein Obst aus fernen Ländern mehr verkaufen. Von Versorgungen durch Pflege- und Putzkräfte mit Migrationsgrund mal ganz abgesehen.
Aber dass afrikanische Menschen / junge Männer in der EU / in Spanien "einfallen", das "darf nicht sein". Es gibt die Vermutung, dass die USA das arrangierte, weil "sie" über Spanien erbost ist, aber auch Israel oder Russland könnten es gewesen sein. Schuldige anderswo finden, scheint gut zu tun, weil aus der eigenen Verantwortlichkeit zu "entlassen". Es sind auch nicht die Länder, sondern die Regierungen, die in den Bevölkerungen genug Mittäter fanden und finden.
Europa kolonisierte die Welt - die Mächtigen, die genug Mittäter fanden.
"Du kriegst zurück, was du verschenkst."
Und der Klimawandel trifft uns in Europa auch besonders. Die "ewigen" Alpen bröckeln.
Am Ende ist es auch (fast) egal, wer etwas lostrat, aber nicht, dass Menschen leiden. Ich meine kein Gejammer auf hohem Niveau, sondern Krieg und Ausbeutung.
Gefährlich finde ich, wenn wir uns in Europa allzuviel auf unsere Errungenschaften einbilden. Die Produkt von und Motivation für Rassismus seien können.

Kack Kapitalismus, Faschismus, KI, kranker Fuck Määh
Afrikanische Männer zu Soldaten (niederer Klasse) in europäischen Kriegen gemacht. - nach wie vor in der Ukraine von Russland aus, früher besonders krass von Frankreich, aber auch anderen Kolonialmächten aus (Beitrag Deutschlandradio Kultur am 14.9.)

Leute redeten vom Urlaub, den sie sich privilegiert leisten können.
Ist teils so schön daran, dass man sich "nur" ums Wesentliche kümmert? So wie ganz früher, als wir noch Natur waren?

Durch einen Freund las ich ein angenehmes Interview mit Luisa Neubauer, weil es um die Betonung des Guttuenden, Verbindenden geht.

Was nutzt uns (ein bisschen) Naturschutz, wenn auf der anderen Seite, der mächtigen, ein wirtschaftsgeleiteter Digitalminister digitale Unabhängigkeit beschwört, in dem er Zeugs von denen bauen - und damit Natur zerstören - lässt, von denen wir digital abhängig wären/sind?


alternativ: 2 Spuren, 0 Autos oder gar keine Brücke
Geht es hier jetzt mal um (Stadt-)OL?
Okay, ich habe meinen Zitate-OL durch kleine Kartenkorrekturen/-ergänzungen in Radebeul Ost aktualisiert.

Gab es eine weitere Nutzung des Labyrinth-OL durchs Gymnasium Tolkewitz? Eine Bekannte sah dort Jugendliche mit Karten. Wäre ja gut, wenn sie auch durch den Friedhof und meinen OL dort begreifen, was extreme Gewalt antut und hinterlässt.

Die Frauenort-Tafel in der HfBK für Elfriede Lohse-Wächtler habe ich auch im feministischen(, nicht Kinderhof-)OL ergänzt.
Ich wiederhole: Sie wurde als krank, verrückt erklärt. - Wer ist das, krank, verrückt? Die Kränkenden? Ein Mobb? Eine Masse, die einem Wahn (ursprünglich einzelner?) erliegt?
Die Diagnostizierenden (Das Wort soll es nicht geben)? Ja, es soll helfen und es helfen auch gute Behandlungen - von Menschen, besonders bevor, vielmehr, damit sie nicht erkranken.

Ming-OL und größter OL-Verein passt bei Regen in lütte Hütte
Ich bot den "Ming-OL" als kleinen Teil des Detail-OL (Foto-OL) an, den ein paar Vereinsmitglieder zu einer Vereinsfeier absolvierten, bevor es regnete.

Ich organisierte mit einer Freundin, für eine andere und weitere eine feministische Schnitzeljagd (per Rad), die bestärken sollte und es tat. Aus dieser erstellte ich ergänzend die Frauenkraftorte-Radtour.
Frauenfiguren im Stadtbild sind oft allgemein gehalten gegenüber Männerfiguren, die individuell und oft überhöht auf Sockel gestellt werden. Das las ich auch bei Ulli Lust in "Die Frau als Mensch", sah ich in Podebrady und erfuhr ich anderswo auch schon eher: dass Männer die Tendenz haben, sich selbst überhöht darzustellen, weswegen sich in Urgesellschaften Frauen selbst "priesen", für Männer dies aber ein Freund vollführte. Sowas finde ich spannend.

EIN Mädchen am Ende des Fürstenzuges
Ergänzend nahm ich zuletzt noch vier Frauenbilder am Albertinum auf, nach denen ich länger recherierte. Die Künstlerin Elisabeth Brockmann, die sie auswählte, fotografierte, leicht verfremdete und Ausschnitte anbringen ließ, gab nicht an, was die Ursprungsmotive waren und so konnte ich schließlich eins nicht zuordnen.

Am 13.9., als unser 3. Saxonia O Festival stattfand, nutzte ein großer (Stadt-)OL-Fan eine weiteres Mal meinen Katzen-OL. :-) -> siehe Foto

Straßengemeinschaft findet Neustadtcats
Durch den Sprint-OL auf der Festung Königstein ergänzte ich den dortigen Fragen-/SOF-OL u.a. mit der Büste von Königin Maria Anna von Sachsen - elbwärts auf dem Patrouillenweg um die Festung Königstein.
Fotos SOF

Ich aktualisierte abermals das Stadt-OL-Faltblatt.
Und erstellte ein Schul-OL-Faltblatt.

"alles" zum OL: "Die TK denkt", wir laufen mit Wanderkarte/Stadtplan? So wie dann auch "die KI" und dass der Rucksack beim OL "Pflicht" ist.

Im September fand auch der 14.(!) Anne-Frank-(Förder)Schul-OL in Radebeul statt, wie ich ihn nenne - das 3-mal mit mir, das 2. Mal durch mich. Die Schule zieht ins Nachbargelände. Der Kindergarten nebenan heißt Geschwister Scholl - benannt nach den jungen Münchner Widerstandskämpfern. Sophie Scholl meinte: Stehe zu den Dingen, an die du glaubst. Auch, wenn du alleine dort stehst. Das erinnert mich an ein historisches Foto von einer großen Menge an Männern, die den rechten Arm hebt - nur ein Mann verweigert sich die Arme verschränkt.

das frühe Ende der Pillnitzer Blutbuchen
Und - neben einer anderen auf dem Rabenberg - fand eine Lehrerfortbildung in Meißen Siebeneichen statt, wofür ich die drei Stadt-OL dort erstellte.
Lustig, wie klein die Welt zuweilen scheint: Jüngere Lehrer/innen, die OLer/innen kennen oder gar mit ehemaligen verwandt sind. Angenehm auch in der Begegnung: Ältere Leute, die interessiert fragen, was OL ist oder OL (er)kennen - anhand der Postenstäbe.
An die Jüngeren (Lehrer/innen): Nein, mit KI lassen sich keine OL-Karten aus anderem (eigentlich geschützten?) Kartenmaterial generieren, die eindeutig zeigen, wo man (wie gut) lang laufen kann und darf oder nicht darf!

Die Erfindung der KI "entzaubert" das Denken, sagte ein kluger Kopf, so wie uns bereits vorherige Entdeckungen aus dem Zentrum des Alls und wieder zu den Tieren rückten. Ich spreche lieber von einer Entmechanisierung des Denkens - ja, gerade weil KI scheinbar auch denkt - wieder hin zu einem Zauber. Wir meinen, immer mehr(?) zu verstehen, aber bilden uns dabei viel ein, merken, dass wir ganz viel im Grunde nicht wissen und ich frage, was nützt es uns, wenn es uns nicht wieder mit der Natur vereint und Mitgefühl fördert? Vielleicht kann die KI das indirekt, wenn wir meinen, sie nimmt uns das Denken ab: uns daran erinnern, dass wir nicht wie Automaten denken, sondern fühlend denken, weil etwas durch Erregung nachhallt, weil wir etwas sorgend antizipieren.

in erster Linie Mensch, Anne Frank
In Österreich scheint Schul-OL auf einem besseren Stand als bei uns, sicher auch durch einzelne wie Ursula Binder. Ich nahm neben ein paar anderen Gasthörern aus Deutschland an einem Online-Lehrgang teil.

Am letzten September-(OL-)WE (wo ich - ich bin ein Mann, darum gebe ich damit an ;-) - noch einmal einen BRL in der HE gewann, auch wenn die Besten außer bei den Junioren nicht da waren) hörte ich von einem größeren OL-Projekt für (Schul-)Kinder in Leipzig.
Und auch, dass ein Dresdner in Weimar einen Studenten-OL-Kurs organisieren will - so wie Dresdnerinnen und eine Leipzigerin in Erfurt, wofür meine 1. Erfurter Karte entstand. :-)


Zuhören, Gesicht zeigen; im Schloss Siebeneichen
"Damit es nicht zu fröhlich wird": Ende September war ich bei einer Stolpersteinverlegung vor dem Hygienemuseum (DHMD) - und trug den Ort in den dortigen Stadt-OL und ergänzte einen weiter "Posten" (ehemalige Robotron-Kantine) im Skulpturen-OL.
In Heidenau sollen durch AfD und CDU unter fadenscheinigen Begründungen keine Stolpersteine mehr verlegt werden, in Radebeul wurden (wie zuletzt öfter irgendwo) welche hassend beschädigt oder entwendet. Eine Rednerin vom DHMD sprach auch von einer Täter-Institutionen zu NS-Zeiten, die eigene Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin ausgrenzte und sich für deren Leid entschied. Institutionen bestehen aus Menschen.
Seit 2009 sorgt der Stolpersteine für Dresden e.V. für Stolpersteine in Dresden. Im Mai wurde der 400. in Dresden verlegt, diesmal sieben vorm Museum für Menschen, von denen sechs jüdisch geboren worden waren und einer den Nazis politisch "nicht passte" (SPD). Etliche Menschen wohnten der Verlegung bei. Eine 8. Klasse aus Bühlau, wobei ein Jugendlicher sich immer wieder bei anderen Jungs sein Grinsen aus Unsicherheit rechtfertigen ließ? Eine Schauspielerin, die bei den SandsteinSpielen mitspielt, war zugegen und ging als das Wesentliche gesagt war?
Ein Zeuge Jehova arbeitet seit Jahren in herzlicher Art als Museumsaufseher. Auch die enge Glaubensgemeinschaft war eine Opfergruppe der Nazis.
Eine Touristin lobte die Schönheit Dresdens und meinte, schade, dass die Menschen so gegeneinander sind - wie bei Corona. Sie führte es nicht aus.

Ich wiederhole: Heidenau schafft Stolpersteine im öffentlichen Raum ab. Das Internationale Auschwitz-Komitee warnte davor.
Ich habe vor, mit Freunden nach Auschwitz zu reisen.

zahlreich besuchte Stolpersteinverlegung vorm DHMD
(Mobbing)Opfer tendieren mit erhöhter Wahrscheinlichkeit dazu, Täter zu werden. Das "passiert" nicht nur auf dem Schulhof, sondern z.B. auch in Palästina und Israel (nicht "die Juden"!).
Und wahrscheinlich will sich auch Herr Putin und "sein" Russland keinesfalls als Opfer sehen. Das Zaren- und Kaiserreich Russland sowie die Sowjetunion waren mal größer und einflussreicher, oder?
Wie lange bleibt die Ukraine ...?
Wie endet dieser Krieg?
Die USA haben unter "Friedenspräsident" Trump gegen den Iran ihren wie vielten Krieg, mit bisher wie vielen Toten angezettelt? Dabei ging und geht es immer wieder um Bodenschätze und Einfluss auf diese. Das war schon in Vietnam so, wie ich gestern hörte.
Hätten Urgesellschaften Putins und Trumps geholfen, damit sie keine Narzissten werden, oder, wenn es sich nicht vermeiden ließ, sie ausgeschlossen? Früher waren alle Einzelnen auf die Gemeinschaft angewiesen. Heute meinen einige in Gemeinschaften, diese wären auf Einzelne angewiesen, was auch ausgenutzt wird. Dabei zeigt unsere Geschichte immer wieder, dass Machthaber/Eliten scheitern - mit herben Verlusten für die Gemeinschaft, bis hin zum Urvertrauen.
Und der Kapitalismus (Gier) - m.E. die extreme Entgleitung (Gerald Hüther würde wohl Verwicklung dazu sagen) der Menschlichkeit anstatt unsere Natur - würde dem Narzissmus auch noch Vorschub leisten.

Göttin Fama und Wer schaut da aus dem Fenster?
Und warum werden weltweit Menschen, die (sich) zu LGBTQ+ zählen, angegriffen, unterdrückt, inhaftiert, wie derzeit z.B. massiv in der Türkei? Warum richten Menschen, weil sie etwas selbst nicht akzeptieren, menschenverachtende Zustände an?
Vielleicht bringen die Fragen nix, sondern geht es ums Akzeptieren oder Ändern.
"Die Welt werden wir nicht ändern, die Menschen auch nicht." Doch, wir können die Welt ändern - weil wir ein Teil von ihr sind und kein unerheblicher.


Nun ist bereits Oktober und ich habe den Erfurter Heilungschancen-OL erstellt, weil die dortige (Studenten)Trainingskarte fertig.
Die kurzen Wörter für die Stadt-OL sind "fast" aufgebraucht, daher zusammengesetzte mit teils mehr Bedeutung. ;-)
So, schließe ich zuversichtlicher (mit dem Text auf dem neusten Stadt-OL - vielleicht tut er dir gut?!) und mache hoffentlich nicht mit, uns Menschen und die von uns stark beeinflusste Welt zu verteufeln.