21. April 2021

Sehnsucht (ohne Erwarten?!)

Ö und I, kalt und nass. – Mal wieder ein richtiger Winter war das!
nach Frühling nach langem Winter
nach einem Nach-Corona
nach anderen Menschen
nach bestimmten Menschen
nach ungeborenen Menschen
nach Wald und Bergen und Meer
nach mehr Ruhe
nach einer Welt ohne Krieg
und ohne Müll
und ohne Klimakollaps
und doch eben mit Menschen

Am Montag wurde der 27. Stadt-OL eingeweiht.
Mit Schülerinnen und Schülern der Montessorischule Huckepack.
Die Karte „Striesen Süd Gruna Nord“ bleibt extern der Schule bis zu einem Lauf für die OL-Gemeinde unveröffentlicht - am besten man sperrte dafür einmal die Nebenstraßen.
Das 27. Angebot heißt aus einigen Gründen „Weit im Süden“.
Wo wohnen Elefanten?
Die zwei Seiten des Tourismus: er zerstört und kann schützen helfen.
Ein Eritreer geht in eine deutsche Abendschule.
Und Deutsche fliegen nach Afrika.
Was war mein Südlichstes? Portugal. Was tat ich dort? Wie fühlte es sich an?
Für was FFF auf- und einsteht drängt sich immer mehr auf.

städtischer Osterhase, hier 2013 nahe Prager Str.
Kurz nach Ostern traf ich Hasen beim Karteaufnehmen mitten in der Stadt.
Daher musste auch wieder einer auf die Karte.
Das Schönste für die Kinder schien eine Katze und die Spielplätze.

Was kann man machen, wenn einen der Müll anderer Menschen in Wäldern wütend macht?
Sich aufregen oder seinen Verein und Freunde aufrufen, ihn aufzusammeln.
So in der Dresdner Heide am Wochenende geschehen.
Tiere inklusive. Große Tiere. Wildschweine. Und ein toter Wolf? War wohl ein Fuchs. Der Förster kümmert sich.

Die Verlängerung des Spring Cups Dresden 2021, der Bachlaufserie der Dresdner OL-Gemeinde, wurde ebenfalls am Wochenende abgeschlossen.
Gerade der untere Kaitzbach ist versiegelt, verbaut und teils vermüllt.
Da, wo früher Wassermühlen klapperten, hinter Kaitz bachaufwärts, ragt eine Halde – durch ehemaligen Uranabbau – auf dem Grund und ist der Kaitzbach eintunnelt.

Außerhalb der Stadt traf ich einen Fuchs, der sich an menschlichen Essenresten zu schaffen machte.
Tage nacheinander sah ich Rehe.
Und hielt mal an, als ich Greif-/ Raubvögel über Baumwipfeln schweben sah. Fernsehen, dass nichts kostet - auer meine Aufmerksamkeit und etwas Zeit,
die wir so vielseitig vergeuden und der Erde ausbeuten für alles und alle, die noch kommen könnten.
Einfach mal einem Bachlauf zuschauen!
Und Wind, wie der Blätter in Spiralen dreht.
Und nass werden wie die Erde und den Straßenverkehr und -lärm mehr scheuen als die Elemente.

Der Winter war lang und einige nutzten ihn vielfach zum Langlauf.
Und wir nutzen das erweiterte Festpostennetz bei Altenberg und Zinnwald zum Ski-OL-Training.
Gibt es auch als MTB-O-Variante und müssen wir mal um die neuen Posten aktualisieren. ...

Das Veilchen, wundert und tröstet dich, blüht stets nur ein Weilchen.
Der Wegzeichen-OL nicht schon eine Weile kein Ski-OL mehr und
mein Vater lieferte ein neues, langes alte-Wegzeichen-in-Kiefern-Angebot: „Alle Neune
der Weißer Hirsch/ Fenster-OL jetzt mit weniger Baustellen, auch wenn noch nicht weg und neue kommen.
die Trimm-dich-OL-Karte erhielt die neuste Kartensymbolik
der Kronen-OL ist mit kleinen Kartenpräzisierungen – Nutzte ihn wer außer eine Familie, bevor die Tore zum Park nur mit Geld sich öffnen im Sommerhalbjahr?
Eine Bekannte wollte den Kinderhof-OL nutzen.
Ein Paar vielleicht den Sterne-OL?

Positiv ist an Krisen, dass sie kreativ machen.
Z.B. bieten auch andere Regionen Orientierungsläufe in anderen Formen an wie z.B. in Rheinland-Pfalz

Seit heute gibt es auch ein „City-Race“ in Dresden – „Neustadt trifft Altstadt“.

Was macht man, wenn der Speicher voll ist?
Weniger und ruht sich mal aus und lebt vom Ersparten, aber auch genügsam.
Früher wurde am Winterende gefastet, weil nix mehr da war.
Früher war der Winter und April eher wie dieser als wie in den letzten Jahren.
Ganz früher war Ostern Frühling, war es das Aufblühen des (inneren) Lebens, das tot schien.
Früher war alles besser
nicht!
Sehnsucht nach Vergangenheit führt trotzdem in die Zukunft.
Und früher war Vergangenes gegenwärtig auch nicht immer rosig.
Rosig und weiß sind die Kirschblüten, die regnen.

3. März 2021

Die Zone der Erschöpfung

Vom anderen Ufer aus gesehen; nichts ist mächtiger als Natur.
Nase voll von Corona? (Ein Jahr schon Pandemie, vielleicht noch eins?)
Wenn „nur“ im übertragenen, geistigen Sinne, dann gibt es hier ein passendes neues Angebot: rausgehen in die frischere Luft, ans Wasser, über den Fluss fahren (lassen), langsam gehen und genau hinsehen, zu frühen Frühling fühlen und sich und Welt tiefgründig verstehen – mit offenen Fragen, hoffend.
Kronen-OL in Pillnitz (Nein, nicht Corona, aber sprachlich hängen die Begriffe zusammen: Lateinisch heißt corona deutsch Krone.)
Welches Tier bezeichnen wir als König der Tiere?
Und welches Muttertier nennen wir Königin?
Sind wir Menschentiere wirklich die Krönung, wenn ja, in welchem Sinn?

Gehen
Für barfuß Gehen ist es den meisten noch zu kalt (kurze Hose wird schon gerne mal getragen) und oft zu dreckig (unser Dreck) und teils zu gefährlich/ zu ungewohnt. Wir wohnen im globalen Norden seit wie vielen Generationen in unseren Schuhen und verloren den Kontakt zur Erde?!
Begreifen
... geht im und übers Herz, weniger im und übers Netz, weil da nur die Maus dranhängt, die nicht lebt, die Tastatur für Fingerkuppenreizung oder der Wischbildschirm.

Chinesische Details; alte Weisheit und neue Vernichtungslager
„Generation Depression“ – sieht so aus, wenn man in die Geschichter schaut und das geht am besten übern Bildschirm, weil wir, so viele, da regelmäßig reinstarren.
In die Finger kommen wir uns nicht mehr, nur über Vibrationsalarm. Armselig.
In die körperliche Quere kommen wir uns auch immer weniger – Abstandsgebot.
Grundbedürfnis Berühren scheint tabu. Wir übertragen doch aber nicht nur Viren und Bakterien, welche wir nicht brauchen. Und schaden tun sie uns nicht absichtlich. Auch wir schaden seltener absichtlich, sondern eher als Reaktion auf etwas und andere, um uns selbst und andere zu bewahren, zu schützen.
„Depression“ sind Symptome eines aus dem Gleichgewicht geraten Seins, erfolgen adäquat, sind zuerst gesunde Reaktion, wenn es ums Überleben geht, ums Ergeben und endlich einmal nicht mehr Bekämpfen. Mindestens am Ende erliegen wir alle der Erschöpfung. Beim gelassenen Einschlafen können wir es üben.
Erfahren und leben, lernen und lehren wir Akzeptanz?! Das ist kein Aufruf zur Rebellion „Depression“. Trägheit wirkt von sich aus, ist große Kraft. Sie ist Winter, sie ist Ruhe, Vorbereitung, Ausbreitung, Zusammenzug, Innehalten. Bekommen wir das noch mit, können wir das noch mitgehen?

Hier ist ein Sprint-OL-Angebot im und um den Schlosspark Pillnitz für den März, wahlweise mit an den Posten piepender App.
Wer ohne GPS-Handy/ -Uhr läuft, ist trotzdem gelaufen.

Er jät, sät und harkt, er ist König und Untertan.
Optimierung ist irgendwann ausgereizt und dann fängt der Optimierungswahn an.
Bzw. geht es oft um Gewinnmaximierung und darunter leidet sinnvolle Optimierung. Wir könnten eine Waschmaschine herstellen, die lange hält, aber wer verdient daran? Unsere Enkel, die weniger Müll zu verwalten haben! Warum Laufschuhe, die gut sind, weiter verkaufen, wenn man sie verschlimmbessern kann? (Ironie) Ein fettes, großes, schweres Auto, welches mehr ein Panzer und Statussymbol ist, denn ein Gefährt zum Transport, und viel verbraucht, sollte viel mehr kosten, WEIL es uns und besonders unsere Nachfahren und Mitgeschöpfe viel mehr kostet, uns und sie kostet!

In Pillnitz wachsen wie in Botanischen Gärten Bäume und kleinere Pflanzen aus anderen Regionen unserer Welt und wurden Gärten anderer Länder nachempfunden. ...
England (global klein), Holland (noch kleiner) bzw. die Niederlande (Holland ist nur der westliche Teil) und China waren bzw. sind Weltmächte bzw. ist dies sprachlich Englands „Ableger“ die USA. Wann liegt Holland unter dem Meeresspiegel? Die Niederlande handeln Diamanten und helfen Griechenland. Großbritannien kapselte sich ab und wird abgekapselt und „mutiert“ und steht „besser“ da als die EU mit seinen Kapseln für die „Rettung“ aus der Pandemie. China missachtet Menschenrechte. Und überrollt die Welt? Außer Englisch, was die größte Weltsprache bleibt? Und in allen diesen Ländern dachten Menschen groß und Großartiges. Genauso anderswo, z.B. meinte ein Philosoph in Japan vor etwas 800 Jahren, dass Zeit nicht existiere außerhalb von Wesen, die sie erfahren können.

Ich höre auf, ich bin erschöpft, in der Zone der Erschöpfung.
Vielleicht rettet uns Schlaf bzw. Schwermut, so wie Dornröschen.

PS: Die Erschöpfung der Erde/ Flächenfraß, Erwärmung, Vergiftung und Tötung: „Stündlich werden es fünf Arten, 2.700 Hektar Wald, 85 Millionen Tonnen Gletschereis weniger auf der Erde.“ (aus „Alle Zeit der Welt“, Zeitungsartikel aus der Freitag, 24.12.2020)

1. März 2021

Hallo Welt,

OL zum Projektbeginn Ende Februar 2017 Bewegen = Denken

spielst dich inzwischen im Netz ab?
Wie ist die Luft da drinnen? Keimfrei? Virenfrei? Stickstoff- und sauerstoffrei?
Fließt da auch Wasser oder nur Strom?
Und was ist mit der, mit unserer Erde?!
Wie hoch ist der Stromverbrauch durch Videokonferenzen?
Welche Konzerne, Leute verdienen daran?
Beim Klimaschutz schon mal an Energiesparen im Sinne von „nichtwirtschaftlich“ (Energieverbrauch herunterfahren) gedacht? Was ist notwendig? Was könn(t)en wir alles weglassen und sein lassen?

Klar, Täuschung gibt es auch im Pflanzen- und Tierreich. Zwei-fel ist so alt wie die erste Teilung.
Aber wollen wir Menschen Menschen, die vor allem im Rechner und Smartphone leben und das Denken und Fühlen verlernen sowie das Fehlermachen und Nichtstun und Ausruhen? Alles, was das Leben ausmacht.
Wie lange funktioniert das noch, macht das Leben das mit?
Wer sorgt für unsere Grundbedürfnisse?
Sehen wir noch ein, dass Leben Sterben ist?
Dies können, wollen wir nicht ertragen? Geht es uns zu gut? Und unsere Antwort ist mit Unlebendigem das Lebendige in und um uns zu bekämpfen?
Menschen sterben, Menschen werden geboren, Frauen gebären, ...

Lässt dich eine Handy-App atmen, essen, auf Toilette gehen?
Es gibt inzwischen Apps zur Postenkontrolle ohne Posten für Orientierungssportarten.
Soll das die Zukunft sein? Wessen?
Tritt diese immer weniger ein, umso mehr wir meinen, sie vorauszusagen?
Auch weil das Voraussagen sie beeinflusst und oft eben nicht so, wie wir uns das denken, wünschen, befürchten.
Mit der Digitalisierung Schritt halten? Mitschwimmen, im Mainstream, Hauptstrom.
Gar nicht wäre extrem? Aber immer und alles? Extrem kann auch die Masse sein und ist es zu meinen, das wäre ganz dufte, gar die Rettung. Rettung vor uns?
Wir reduzieren uns aufs Hören und Sehen, nicht erst seit heute, und selbst das Sehen ist ohne Tiefe. Da wird, im Internet, von Räumen gesprochen, wo keine sind.
Sind wir längst dabei uns mit sogenannter künstlicher Intelligenz zu messen, zu vergleichen, der eine Menge fehlt um menschlich zu sein?
Fangen wir an, uns zurückzuentwickeln?

Geschichte. Lernen wir gegenwärtig aus ihr?
Wohin brachte uns die Industriealisierung, wenn nicht auch in einem rasanten Tempo hierher, an die Grenze der für die meisten Lebewesen nachhaltig unerträglichen Erderwärmung, vor Kipppunkte großer Ökosysteme?
Industrielle Revolution inklusive Waffen und industrieller Tötung, sei es „nur“ zum Verzehr von Tierfleisch.

Atlanten – die Welt dreht sich von alleine

„Chemie gibt Brot, Wohlstand und Schönheit“ wurde schon und auch in der DDR propagiert. Hört sich eher kapitalistisch an. Pharmazie soll jetzt (wieder mal) der Garant für Gesundheit sein?
Gehört nicht mehr zum möglichst gesunden Leben, das eben keine Garantie bereithält?

Ja, Gitarren sind Teile von Gitarrespielenden, aber Autos auch von Auto(mit)fahrenden und unsere Autos vernichten mit ihrer Wirkung, schnell und angeblich (kurzfristig) uns und anderes leichter zu transportieren, eben auch Stille, atembare Luft, trinkbares Wasser, lebensspendende Erde und Leben selbst.
Nebenwirkungen sind unerwünschte, Haupt- erwünschte Wirkungen.

Und mein Gefühl wahrzunehmen (dass es mir z.B. im Wald besser geht, als in der Stadt), soll „falsch“ sein?
Quatsch, denn alles ist folgerichtig, alles, folgeRICHTIG.
Meine Zweifel halten andere nicht aus, weil es auch ihre sind, die sie nicht hören (wollen)?
Ich will nicht ärgern, ich nehme wahr und will nicht leugnen. Werft mir nicht vor, in der Welt und ein Teil von ihr zu sein. Ich will es auch nicht tun, sondern euch gutmütig annehmen.


Praxis:
- eine Familie, die den oder den Schlösser-OL nutzte.
- das Kulturbüro der TU, die ihn und den Lehrpfad-OL nutzen möchte.

eine Laufserie im März mit einigen besonderen Orten:
Bachläufe stromaufwärts
Früher tranken Menschen aus Bächen, kochten Wasser später ab, tranken es mit Alkohol, um sich nicht zu vergiften und wieder zu viel Alkohol.
Heute fließt es, Wasser bei uns aus Wasserhähnen (Hähne!), die uns kaum noch an Brunnen erinnern, wenn wir es nicht tun.
Ohne (Trink-)Wasser keine Menschen, kein Leben.
Gelingt es zu sensibilisieren?
Mal wieder einen Fluss beobachten, seinem Flüstern lauschen und dadurch mehr lernen als beim Lesen von Worten?
Sich entschleunigen lassen ohne erst ganz anhalten zu müssen.
Schätzen, dass unsere Vorfahren mit Mühlen Mehl mahlten für Brot, sodass auch wir heute leben.

Demnächst folgt der 26. Stadt-OL ..., fertig ist er.


„Ente“ mit SI-Station, lösen Handy-Piep-Apps SPORTident ab?

Es gibt reichlich Lehr- und andere Pfade, einzelne Hinweise auf Vergangenes und Gegenwärtiges, im Zschonergrund, an den Elbhängen, im Erzgebirge, im Thüringer Wald, ...

Viel findet man oft auch im Netz. Aber dann war man nicht da, hat es einen nicht berührt, verbindet man es nicht mit dem Gehen, dem Dortgewesensein, bleibt es nicht so hängen. Und man findet nicht alles im Netz. Die Welt ändert sicher schneller. Und eben: die Luft, vom Wind bewegt, das Wasser in Flüssen und Gewässern, die Erde, die Sonne im (nicht am) Himmel, hinter Wolken ... spürt man nur draußen. Es gibt kein schlechtes Wetter! Regen bringt Segen, vergessen wir, weil wir kaum noch Bauern sind.

Nehmen wir uns Zeit?! Zeit füreinander?
Oder nur noch für stupide Arbeiten, die uns das Leben „erleichtern“, „verbessern“ sollen?

Wurde es denn jemals markant leichter, besser gemessen woran und womit? Und geht es darum?
Leben ist Zeit. Wer keine Zeit hat, lebt nicht. Ein „Armer“ kann also reich sein gegenüber einem „Reichem“.

Ja und doch auch: uns geht es stetig „besser“. Sind wir auf dem Gipfel angelangt?

Die Kindersterblichkeit sinkt und die Gesundheit allgemein scheint mehr gegeben und doch verlagern wir unsere Sorgen: Kinder ohne Kindheit, Gesundheit ohne Wohlergehen, ohne Freude.
Und was ist mit unserer inneren Entwicklung?


Welches Tier wärst du? Mehrere? Ja, Tiere dürfen dir gefallen.

(Säuge)Tiere, Vögel, ... Leben wir mit ihnen?
- ein toter Fuchs im Dunkeln am Wegesrand Ein Schauer läuft über mich.
- ein Reiher, der mit kräftigen Schwingen langsam aufsteigt War es ein Reiher, lernte ich genug kennen, um sie zu erkennen?
- ein Eichhörnchen, das einen Baum hochschnellt und flink auf den nächsten und nächsten springt und dem ich nachschaue.
- Hühner, die ich füttere.
- eine Bisamratte an der Elbe, kein Biber, am Schwanz zu erkennen Eine Traube Menschen, die sich halb um sie trollt.
- ein Rehbock und ein Wildschwein rannten in gleicher Richtung durch den Winterwald.
- zwei Rehe auf einer Wiese im Naturschutzgebiet, denen mein Blick länger folgt Ich halte inne.
- ein Hase an der Straße, flüchtend um zu leben, Erinnerung an einen in der Stadt Ich suche ein Foto.
- Schwäne und Enten in Flüssen und Seen in der (schützenden) Nacht wenn wir sie nicht erhellen und durchlärmen würden. Ja, auch Lärm ist Schmutz und Stille Umweltschutz.
- ein Dachs, der floh und rannte und Krach mit einem Auto zusammenstieß und weghumpelte, am Friedhof, vielleicht starb.
Wie geht es den Zootieren ohne Besuchende, außer den Pflegekräften?
Würde man Menschen wie Tiere „einschläfern“?

Menschen töteten Menschen bestialisch und töten weiterhin (bestialisch). Wie lange noch?
Und doch, sind wir im Grunde so veranlagt gut zu tun.

PS: Die Rester des 10 Jahre alten Festpostennetzes im Jägerpark wurden heute eingesammelt, der Forst wollte es schon länger. Müll könnten und müssten wir OL-Treibenden vorm grünen Frühling gerade dort, in einem unserer Sport-/ Trainingsgelände auch mal einsammeln. ...

30. Januar 2021

Teilweißer Winter ohne Ruhe

altes Handyfoto: Altstrehlen mit Laterne und Herrnhuter Stern

Das Jahr 1 Corona ist vorbei. Es schneit und regnet, Kristalle zerfallen. Frau Holle gestaltet sie.

Was tue ich für meinen Lebenserhalt? Die Viren reproduzieren sich ohne zu leben.

Wie viel Natur richten wir Menschen mit unserer Natur zugrunde?


Ist die Heilige Nacht noch heil, heilsam, wenn nicht dunkel, wenn wir nicht in ihr schlafen?

Weihen wir Weihnachten oder nur noch den Konsum – nun online und machen einzelne noch reicher und mächtiger?

Sind die Rauhnächte noch rau? Zwingt, bringt uns nichts mehr zur Stille, außer der Tod? Haben wir fast jede Demut vor dem Leben verloren? Regiert uns die Angst? „Tat“ sie das nicht immer?

Haben wir Menschen alles vereinnahmt? Können wir nicht anders?

Haben wir Licht gemacht, um nachts zu sehen, und Feuer, um uns und andere zu wärmen (weil wir unser Fell verloren, um attraktiver zu sein?), später Essen genießbarer und verdaulicher zu machen, und Tiere, die uns fressen würden, damit fernzuhalten?!

Viren mutieren und das nicht nur anderswo, es ist ihre Natur, sie sind nicht gegen uns und dass sie uns brauchen, können sie nicht wissen. Können wir von ihnen lernen? Wenn ja, was?


Es (was auch immer) allen recht machen, geht nicht, also mache ich es mir recht, komme meinen Bedürfnissen nach – welchen, welchen zuerst und wie? Ist das weise oder auch wieder ökologisch Scheiße?


Foto-OL-Posten 8 im Zwinger unter einer Baustelle verborgen

Zum OL: Training findet individueller denn je statt oder digital, was kein echter sein kann. Ich sehe kein Heil in Technologie und mehr Digitalisierung, sondern vorteilbehaftete Verschiebung, die uns an den Abgrund brachte und noch mehr bringt.


Schweizer*innen nutzten den letzten Sommer für das Erklärvideo NORDA: OL-Kartelesen für Anfänger*innen bzw. Einsteiger*innen.


Die Dresdner Innenstadt wurde zur „Geisterstadt“. Krähen „übernahmen“ sie. Mindestens zwei liefen in Begleitung hindurch, guckten genauer hin, entdeckten, ein Denkmal ist weg, und nahmen ein anderes, eine menschliche Skulptur aus Holz interessiert, erfreut mit auf, verbesserten die Karte.


Und die Studierenden aus anderen Ländern, liefen sie den Photo-O? Ich weiß es nicht und fragte nach. Vielleicht verkrochen sich lieber alle, weil das angeblich sicherer sei. … Sie hatten sehr viel Spaß, mindestens zwei, die sich zurückgemeldet hatten, nach Aussage der Kontaktperson.


Ein anderes, dort ansässiges Paar (Vereinsmitglieder) lief durch Hellerau, dankte für den Garten-Stadt-OL, weihte ihn damit ein. Ein anderer OLer verschenkte diesen weiter. Auch hier wurde durch Hinweise korrigiert. Die Naturtouren „Natur. Erlebnis. Räume.“, die 2020 ausfielen, bei denen der Garten-OL der 2. Teil (m)einer ist, bekam formal grünes Licht für 2021, können also hoffentlich im Sommer stattfinden.

 

Vielleicht machten wie angedacht auch andere, ältere Orientierungsläufer*innen „nebenan“ den Kur-Forst-OL im Kurpark Klotzsche, dessen Grundkarte verbessert wurde. Wer weiß, das Netz muss und kann nicht alles wissen. Aber ich weiß, dass es noch viele alte Menschen gibt, sehe sie, sehe sie sich bewegen, im Wald. Alte Menschen sterben, das ist Natur (wie sehr verhindern wir das, versuchen es), aber viele werden auch relativ gesund alt.

 

Mindestens (m)ein Elternpaar nutzte vor Weihnachten noch den Fenster-OL am Weißen Hirsch. 

Und zu Neujahr liefen welche durch die Heide und sahen neu nachgezeichnete Wegzeichen. Ideen gibt es viele, wie dass derartige Stadtwald-OL einem Kindergeburtstag dienen könnten. 

 

Und der Sterne-OL? Den machten mitbekommen ein paar (kleingeschrieben), aber weniger die Fragen sich beantwortend (außer der Testerin). Nun ja, flinke OLer*innen halt, rennen lieber von Zuhause aus hin und zurück, durch die Stadt und kommen so nebenbei auf einen Halbmarathon. 

 

Im Märchen-OL in Altstrehlen, durch das der Kaitzbach fließt, wurde ein mythisch anmutender Posten ergänzt.

Schnee! (Kinder-)Freude am 14.1. in der Nähe der Heidemühle

Indes sollen OL-Karten wieder katalogisiert werden und kommt die Welt der Dokumentation ihres Niedergangs nicht nach. Und gibt es die Idee Festpostennetz im Ostragehege. Was ergibt wie Sinn? Wenigstens Freude sollte es machen – aber nicht auf Kosten anderer.

Auch Laufrunden abseits des Bebauten, Versiegelten – wie es oft und öfter zu lesen ist – werden sich ausgedacht in der Ermangelung von Läufen weiter weg und Wettkämpfen. Können uns Einschränkungen nicht auch innovativer machen? Bewirken sie das nicht immerfort, und wir lösen uns aus ihnen, um neue zu schaffen?


Zuletzt noch ein Hinweis auf einen Bericht über Martin Nolte, der für dieses Projekt zu rechtlichen Fragen Antworten gab, und Mitte der 90er 2-mal den 24-Stunden-OL mit dem USV TU Dresden lief. Auch in Wikipedia schrieb wer was zu ihm.

Und zu allerletzt noch ein bisschen spannende ((west)deutsche) OL-Geschichte.

29. Dezember 2020

Die Rückkehr des Lichtes im Dunkeln

Freiheit ist kein Ort, sondern eine Straße im Westen Dresdens
Erster Plan war, dass der neuste und 25. Stadt-OL das Jahr 2021 einläutet.
Conny fragte, ob er diese Woche, in der 2. Weihnachtsferienwoche bereits angeboten werden kann.
Ja, lässt er das Schaltjahr eben auch schon ausklingen.
Laufen könnt ihr ihn also ab sofort und 2021.

Es gibt 3 Bahnen – und eine Gesamtpostennetzkarte für Stadtspaziergänger, denen die Reihenfolge der Posten und deren Anzahl nicht so wichtig sind.

Kurz 3,5km Luftlinie, 19 Posten
Mittel 4,9km LL, 29 Posten
Lang 6,3km LL, 39 Posten

Die Fragen, manchmal auch kleine (sportliche) Aufgaben zu den Posten könnt, aber müsst ihr natürlich nicht beantworten bzw. befolgen. Ganz wie ihr wollt. Wer nach dem Lauf seine Lösungen vergleichen möchte, dem kann ich meine auf Bitte zuschicken.
Die Objekte sollten meistens so eindeutig sein, dass sie ohne Extramarkierung schnell zu finden sind, welche dort eh nicht lange hängen würden und es an einigen Stellen von einigen Menschen aus auch nicht dürften.

In erster Linie geht es um Routenwahlen und Orientieren im urbanen Gelände wie bei den meisten Sprint-Orientierungsläufen. Die Strecken sind allerdings länger. Teilt euch also die Kräfte ein und stürzt nicht wild los, plant vor, schaut nach dem Verkehr und lauft vorsichtig (es geht nicht ums Gewinnen), besonders auch, wenn ihr im Dunkeln mit gedimmter Lampe lauft, um andere nicht zu blenden. Jede Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko.

Die „Postenbeschreibung“ (Fragen etc.) müsst ihr, wenn gewollt, euch extra ausdrucken und könnt sie so in die Postenbeschreibungshülle stecken, was einem OL unter Wettkampfcharakter näher kommt.
Die Frage etc. zu lesen ist dem gedanklichen Vorbereiten des Postenstandortes nicht unähnlich und fördert durchs Lesen beim Laufen die O-Komponente sowie Konzentration und Koordination.
Ihr könnt sie auch schon (im Gegensatz zur Karte/ Bahn) vorher studieren.

Sophie u. Tomi vor 10 Jahren im Osterzgebirge an der Grenze
Danke, Tomi und Sophie, für das zur-Verfügung-Stellen der Karte, die ich im Bereich der Posten im November aktualisierte – wer weiß, ob und wenn ja, wohin die Baustellen schon wieder zogen. ...

Start und Ziel befinden sich an der Haltestelle Hülßestraße, die von den Trambahnen 9 und 13 sowie von den Buslinien 64, 65 und 87 frequentiert wird.

Posten 61 (nur auf der langen Bahn) ist außer sonntags zwischen 8 und 20 Uhr momentan korrekterweise nur mit Mundnasenbedeckung zu erreichen, eine mögliche Route (Lang und Mittel) ebenso nur so zu laufen.

Allen einen guten Start ins neue Jahr mit genügend Schwung
Warum Sterne-OL?

Es gibt eine OL-Form namens Stern-OL: Start in der Mitte, Posten ringsherum, die (eher) einzeln von jenem aus angelaufen werden. Damit haben die Bahnen hier nichts zu tun. ...
Jedes Etwas bekommt von Menschen 1. Namen.
Sterne, weil 2. auch aus Prohlis ein Mann sinnbildlich nach ihnen griff, Astronaut (wie Juri Gagarin, bei ihm passender Kosmonaut, der beim Fenster-OL vorkommt) wurde er nicht, aber Astronom – er entdeckte einen Kometen (deren Partikel in der Atmosphäre verglühend uns als sogenannte Sternschnuppen bekannt sind), den davor ein anderer Mann berechnet hatte.
2.b Auf „seiner“ Straße wohnten eine Weile zwei schnelle OLer.
In Reick (am nordwestlichen Kartenrand des Angebotes) sind 3. zwei weitere Straßen nach Astronomen benannt.
Läuft man nachts, kann man 4. zum Glück selbst noch bei unserer Lichtverschmutzung (viele machen die Nacht halt wach halb zum Tag) ohne Wolkenabdeckung Sterne sehen.
Sterne sind 5. inzwischen oft unbeachtete wahre Highlights und (OL-)Stars 6. auch (nur) Menschen.
7. Unser Stern, die Sonne strahlte vor einer Woche so wenig wie nur einmal im Jahr auf die Nordhalbkugel (daher auch die Überschrift) und 8. selbst unsere Erde ist innen heiß wie ein kleiner Stern.
9. Klingt es mir schick.

Viel Freude am Laufen und Entdecken der durchaus spannenden Gegend mit Einblicken in die Vergangenheit und vielleicht ja mit eigenen, kleinen Lichtblicken!

wünscht Euch Wieland