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16. November 2023

Tot und wieder neugeboren (und von vorn)

Auf der Str. im Süden verläuft der Malerweg.

„ ... ’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

Doch Friede schaffen, Fried’ im Land’ und Meere:
Das wäre Freude nun!
Ihr Fürsten, ach! wenn’s irgend möglich wäre!!
Was könnt Ihr Größers thun?“
von Matthias Claudius, 1778

Bomben fallen und die Leute reden übers Wetter.
Wetter kann heftig sein, zumal begünstigt ungünstig durch den Klimawandel. Die Treibhausgase in der Atmosphäre sind weiter gestiegen.
Aber Krieg muss endlich unnötig werden!
Er ist ja größte Not und wendet keine, ist also vollkommen unnotwendig. Und ohne Krieg würden auch weniger Menschen fliehen. Wer von „irregulärer (letztens noch: illegaler)“ Migration spricht, meint wohl, Krieg und Katastrophen verliefen nach Regeln und es gäbe geregelte Fluchtwege?

die „TU-Kaiserin“ vor 11 Jahren am Jägerpark
Ende Oktober hielt ich einen Foto-OL vom Sportplatz Geschwenda bei Ilmenau in Thüringen in den Händen.
Die Fußballer vertrieben uns, als sei es ihre Welt und das Fußballfeld die ganze Welt.
In Erfurt träumte ich den Traum vom großen Sprint-OL dort – und Stadt-OL.
Den Petersberg habe nicht nur ich dafür im Kopf.

Am 1. November liefen etwa 25 den Nacht-OL-Auftakt/Schrammsteinstr.-OL/(Sperr)Linien-OL/Verbotsschilder-OL – wie einer der Teilnehmenden ihn nannte auf Grundlage des Weit im Süden-OL. Die Teilnehmenden berichteten von einem großen Lampionumzug mit Polizeiaufgebot. Der Schnellste brauchte nicht einmal 23min für die 5,5km Nacht-OL. Die Startpflichtstrecke...n (nach Haustürschließung stand noch eine andere offen) führte bei OLern durch den Hausflur. Er Lauf wurde als anspruchsvoll befunden und gefiel. Manche liefen ohne, manche mit Fragen, um diese zu beantworten.

Würde der Kapitalismus so bröseln wie Häuser im Krieg ... F.H.
Den Baukunst-OL rings ums Blaue Wunder, zu dem und über das ich bald täglich radle, ergänzte ich um 2 Posten – und verschwundene Pfeile sind wieder auf der Karte.

Der Sprint- und Kinder-OL vorm TUMOL (unsere Vereinsmeisterschaft) gefiel auch sehr. Ich hatte hierfür eine neue Karte erstellt – siehe Ausschnitt oben.

Tomis Stadt-OL führte mich in Weixdorf und Klotzsche durch neue Gefilde. Dort könnte man (wer ist man?) auch (wieder) den einen und anderen Sprint machen.

Malerwegblick zum Zirkelstein und zur Kaiserkrone, Tomi Kää.
Die Offiziersschule des Heeres (OSH) hat einen Sportlehrer zurück, der früher mal OL machte, u.a. in Erfurt und von Erfurt aus, und er will OL gerne wieder an und in der OSH etablieren. Ich fertigte als Erstes hierfür eine 2. Variante des Lebens-OL an. Krieg zerstört Leben, Wasser spendet Leben. Um diese Dinge geht es beim „Lebens-OL“.

Letztes Wochenende lief ich mit Freunden den Malerweg.
Es wird Zeit für das OL-Projekt Festung Königstein. ...

Und gestern erfreute ich auf dem Waldspielplatz Albertpark Kindergartenkinder mit einem OL (2 Bahnen). Beim Aufzählen unserer Schul-OLs dieses Jahr für unseren Verein vergaß ich doch glatt meine Kindergarten-OL. ...

ein Sommerleben ... im Riesengebirge
Es ist mir schier unbegreiflich, dass Menschen Menschen, zumal Kinder töten.
Haben sie, habt ihr nie das Leuchten in ihren Augen erblickt?!

Erdbeben richten doch schon unbegreifliches Leid an und Krankheiten und Unfälle und wenn sich Menschen übernehmen und andere retten wollen und erfrieren wie Bohumil Hanč und Václav Vrbata.

13. April 2023

Globaler Frühling, Studentenbewegung und so weiter?

immer wieder, immer früher kommt der Frühling?

Ein Vereinsfreund und ich haben den Campus der TU Dresden auf der Karte aktualisiert, müsste man jedes Jahr, meinte er. Da sind wirklich nach wie vor allerhand Baustellen. Lässt es sich mit denen gut studieren?
Von Anfang an wollte ich dort auch einen Stadt-OL, nun erstellte ich ihn.
Langsam sehe ich die Grenze, was ich noch will und worauf ich verzichten kann und mag - zumindest beim (Stadt-)OL. Oder?
Der "Studenten-OL" umfasst im Nordwesten, am Münchner Platz eine Gedenkstätte, die Grausames wachhält, um eine Wiederkehr zu verhindern. Dort wurden früher tausende Menschen ermordet, insbesondere im Nazi-Regime und 2. Weltkrieg und vor allem auch aus Tschechien. Durch meinen Sport war ich so oft dort und bin gerade wieder mit mehr als einem Menschen aus Tschechien in Kontakt.
Das Zitat auf der Karte kam mir in diesem Zusammenhang in den Sinn. - Verrückt, dass Unterdrücker in der Minderheit anprangern, was sie selbst lebten und leben. - Oft waren und sind es Studenten und Studentinnen - sowie Arbeiter und Arbeiterinnen, die sich gegen Missstände und Unrecht auflehnten und auflehnen.
In diesem doppelten Sinne wählte ich auch Studentenbewegung im Titel und soll er verstanden werden.
Seit 2002 bieten Orientierungsläufer und -läuferinnen im Sommersemester einen Unisportkurs Orientierungslauf übers Universitätssportzentrum bzw. jetzt: über das Dresdner Hochschulsportzentrum der TU Dresden an, seit 16 Jahren wird er auch regelmäßig von USV-OLer/innen organisiert und geleitet. Heute begann der diesjährige Kurs. Früher war ich immer mal neidisch auf Studenten, weil ich nicht (immatrikuliert) studierte.

Die Karten Am Jägerpark (Zeichen-OL) und Weißer Hirsch (Fenster-OL) verbesserte ich etwas - ich löschte unnötige Linien.
Beim Lehrpfad-OL (Albertpark) ergänzte ich einen Posten in der Postenbeschreibung, der nach Ergänzung gefehlt hatte - genauso eine Wegmarkierung auf der südlichen Karte des Bachlaufes im (unteren) Prießnitzgrund.
Die Karte Blaues Wunder (Baukunst-OL) erhielt ein größeres "Update": neue Symbolik und Nordpfeil und -linien gedreht. Der Nordpol wandert, der magnetische.

Straßenquerungen wurden wieder mal ein Thema beim Orientierungslauf. Bei Wettkämpfen gibt es Sperrungen, zumindest Straßensicherungen, aber bei Trainings in der Stadt ... Klar, auch Nebenstraßen sollten wir vermeiden, aber Sprint-OL gehört auch bitte schön für die meisten ins Urbane denn in den Wald. Interessenkonflikt? Und sowieso steigt der Anspruch.
Und der Dresdner Sprint-OL sei zu lang und müsste Stadt-OL heißen - diesen gibt es hiermit aber schon. ;-)

Zittau, wo die DM Sprint und Sprintstaffel naht, geht kaputt, Häuser "reißen" - vielleicht in Folge des nahen polnischen Tagebaus?


immer wieder Unrecht, Hinrichtungen?

Und jetzt noch was zum Urheberrecht und zur derzeit gehypten "KI" - Ist das intelligent, was wir da wieder fabrizieren?

Und wieder eine alte Wut aus alter Kränkung. Ich schreibe was und es wird geändert, beschnitten.
Kürzen reicht. Kürzer wäre besser. Jemand meint(e), es besser zu wissen.
Das tut mir weh. Die Begründung kann ich verstehen, nachvollziehen, ist mir zuweilen und in Teilen plausibel.
Aber es geht um die Art und Weise. Schreibfehler raus erlaube ich mir auch bei anderen, eine klarere Formulierung vielleicht noch, wenn es das ist, was ich meinte. Und hier meinte ich nicht mal mehr, schrieb statt persönlich Fakten, schrieb angeblich aber zwei Sätze zu viel, die nichts mit dem anderen zu tun hätten, was ich klar anders sehe.
Texte sind wie Karten und Bilder Ideen und Produkte von Urheber*innen und da sollte man nicht drin herumfuschen, ändern, ohne zu fragen, und nicht klauen. Ja, wir arbeiten auch kollektiv und nutzen, was andere vor uns schufen und zunehmend auch was Daten und Programme erschaffen, aber das entbindet uns nicht von unserer Achtung vor anderen. Und: Änderung kann nur aus sich heraus entstehen, nicht erzwungen werden.
Ich lösche keine Kindersätze übers Essen im Trainingslager und schreibe noch 3 übers Training hinzu. Das Kind erlebte und schrieb. Lasst uns das achten. Und genauso das Wirken und die Werke von Kindern, die erwachsen wurden, wenn es nicht schadet.
Das Kind - und ich meine mit ihm auch die (unveränderte) Natur allgemein - wird vielleicht noch die letzte Grenze vor der Künstlichkeit sein, die seinen Ursprung schließlich auch in ihm/in ihr hat.
Wir wollen lediglich effizient und korrekt? Dann lasst uns die sogenannte KI nehmen! Die textet wie geleckt, aber nicht wie erlebt. Aber wofür leben wir dann schlussendlich noch? Sie kann Meinungen nachahmen und sie wirkt damit täuschend echt, aber sie wird sie nicht aus Gefühlen und Bedürfnissen heraus entwickeln und haben. Was uns Menschen zudem ausmacht, ist es, Zusammenhänge zu erkennen. Diese können Quatsch sein, aber sie machen uns eben auch aus und zu uns.
Und wir Menschen können erstaunlich gut differenzieren und sortieren - auch wenn Vielfältiges scheinbar zusammenhangslos auf uns einströmt.
Vielleicht ist dieses für manche Zusammenhangslose, für manche Unverständliche neben Stil auch NI (natürliche Intelligenz).
Noch ein Zusammenhang erkannte ich: Stadt-OL sind vielfältige Orte, Denkmäler, Fragen, Hinweise unterschiedlicher Themen, die durch gehbare Wege zusammenhängen! Und ich versuche oft, mehr als die Räumlichkeit verbindet, Themen zu benennen - immer bleiben Ausnahmen.


immer mehr Raketen und Technologien?

Und hier noch was zu Großem und Verschiedenem:

Unsere Regierung macht Mist (den Atomausstieg finde ich gut, das Waffenliefern nicht - war Putin jemals bereit zu verhandeln oder war das nur mit einem älteren Russland möglich gewesen?), jede macht Mist. Die Opposition täte es kein Deut besser. Vielleicht viel schlimmer.
Angst regiert und Geld und Angst ist der Gegner, was nicht sein müsste.
Die kritischen Stimmen sind laut, "bevölkern" Netzwerke, technische und biologische. Und immer gegenüber denen, die machen.
Was A über B sagt, sagt mehr über A als über B.
Und immer wieder: als gäbe es nur Westen-Osten, voran Russland-USA und nicht auch: entweder oder und sowohl als auch.
Das System ist Kacke und ich bin froh, dankbar in diesem zu leben.
Ich will diese zwei Seiten der selben Welt sehen und aushalten.
Wir Menschen sind unperfekt und fordern von uns und von einander, es nicht zu sein. Vielleicht sollten wir wie noch einige Kinder mehr nach Freude streben. "Häng dein Herz an die Freude!" (Judith Holofernes)
Manchmal will ich in die Höhle (zurück), nichts tun, suche die Verbundenheit (mit anderen und allem) und die Freiheit (ich selbst zu sein) und bekomme immer "nur" beides zusammen und eines nie ganz. (Und Fehlen tut weh, bis es lähmt oder gelöst wird.)
Das sind auch mir unsere zwei Grundbedürfnisse, die gegensätzlich scheinen, doch einander ergänzen.

Was kann man getrost glauben? Dass Mann und Frau alles sind, grundsätzlich verschieden, einander gehören?
Oder doch auch ein weites Feld, im Menschsein vereint, einander brauchen, ergänzen, lieben können?
Oder ist das schon wieder verklärt?
Merkwürdig und doch wie nichts unlogisch: Männer, die andere Kulturen ablehnen, aber selbst ein altes, stolzes Männerbild - und damit auch Frauenbild, weil Rollenbilder - propagieren.
Gott ist mir zu negativ belegt. Ich glaube an die Natur, die ich kenne, ahne und die viel mehr ist, als ich fasse, alles.
Glauben, dass alles auch ohne uns/mich wäre und sein wird, weil auch schon war?
Und wir doch auch die Welt mit uns, unserem Wahrnehmen wahrmachen, ein ganzes Stück weit erschaffen?
Wir glauben, was wir oft hören, lesen, was wir als wahr und wahrscheinlich befürchten und wünschen, teils fatal und allzu menschlich - und so wird auch KI geprägt.
Zwei mir interessante Radiobeiträge - Deutschlandradio Kultur:
kurz zu KI
und zu Klima- und allgemein modernen Mythen (knapp 30min)

23. September 2021

spät Sommer und Herbstlust

Nach einem Jahr und über 4 Monaten klappte es!
Das Jane's Walk Festival fand statt. Darunter ein Stadt-(OL-)Spaziergang am und übers Blaue Wunder. Mit ganzen 4 Teilnehmenden. :) Gemütlich so und schön, die Sonne schien zum kalendarischen Herbstanfang und es wurde eine erfreuliche kleine Wanderung vom Körnerplatz runter zur Elbe, hinauf über die Loschwitzer Kirchspitze und weit übers Blaue Wunder auf die Aussichtsplattform der Schwebebahn und wieder hinab zur Grundstraße und hinüber zum Schillerplatz. Wir waren wenige, wir nutzten die geplanten Abkürzungen. Manchmal ist weniger mehr. Die Teilnehmer dankten herzlich, eine war bereits vor 2 Jahren wie ich bei einer Erich-Kästner-Führung im selben Rahmen dabei, stellten wir fest. Und vielleicht ist sie und ist einer ja auch bei kommenden Wanderungen durch Dresdner Natur und Flur bzw. die Natur der Sächsischen Schweiz des Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V. und von mir zugegen. So wie hier der (abgekürzte) Baukunst-OL als Grundlage diente, wird es am 9.10. u.a. der Gartenstadt-OL sein.

Vielleicht nutzte ja bereits ein Mann aus Polen einen der Dresdner Stadt-OLs?
Er fragte mich vor einem Monat bei Wettkämpfen im Rahmen des sächsischen Jugendtrainingslagers nach OL-Möglichkeiten und -Angeboten.
In einigen anderen europäischen Ländern gibt es und sieht man viele Festpostennetze.

Seit heute gibt es nun auch Fotos vom erwähnten Trainingslager.

Für die Jugend und die Kinder ist die Zukunft!
Am Freitag ist wieder globaler Klimastreik.
Auf der Weit im Süden-OL-Karte prankt das FFF-Logo. Die dort gelegene Montessorischule Huckepack wird erweitert, die Baustelle ist auf der Karte eingetragen, ein Weg zeitweise nicht mehr durchführend.

Nächsten Dienstag findet – verschobenen – der OL zu den Dresdner Kreis-Kinder- und Jugendspielen 2021 statt.
Und auch einige Schul-OL fanden und finden wieder in Dresden statt. Eine neue Schul-OL-Seite wird vielleicht auch aufgebaut ...

Seit dem September nahm nach langer Pause - mit einigen umständlichen Einschränkungen, aber eben doch – auch das nationale OL-Geschehen sprichwörtlich wieder Fahrt auf. Deutsche Meisterschaften konnten ausgetragen werden, weitere folgen und letztes Wochenende gewann der sächsische Jugendkader zum 28. Mal (von 30-mal) den Ländervergleich!

Durch einen Geocacher – mit Orientierungsläufern verwandt – könnte dieses Jahr noch ein spezieller Stadt-OL auf der vorhandenen Karte vom Waldpark Blasewitz dazukommen. Wir werden sehen.

Und überall wird wie immer gebaut, auf der Prager Straße muss die Karte angepasst werden, im Blüher Park neben dem Hygiene-Museum entstanden neue Wege, in Laubegast ist ein Bücherschrank, kaum war er da, wieder weg. ...

Manchmal scheint uns der Sommer spät zu erreichen und manchmal bringt der Herbst nicht nur Früchte, sondern auch Freude, als sei Frühling. fast

Manchmal ist weniger mehr.

Alle Fotos hier sind von Ludwig Lehmann, 2020.

17. November 2020

Offenes Gebet (ohne Jesus)

Herbst in Sápmi: die Anmut des Vergehens, Nebels, der Nacht
Ich verlange nicht, dass du mich verstehst.
Ich wünsche es mir.
Es ist mein Bedürfnis, ich muss es dir sagen, dich darum bitten, solange du nicht darum weißt.
Wenn du mich nicht verstehen willst oder kannst, höre ich auf, mich dir verständlich zu machen.

Es geht nicht darum stärker bzw. überlegen zu sein.
In der Natur ist alles auf Ausgleich aus, das ist ihr Gesicht.
Harmonie von Dauer wird nie vollkommen gelingen; mir ist, es geht darum den Versuch der Einigung mit zu leben, nicht blind, nicht kontrollierend, und sich für die Momente der Erfüllung zu freuen.

Du wirst deinen Schmerz nicht los, in dem du ihn anderen überträgst.
Du kannst ihn lösen und es gibt Menschen, die dir dabei helfen – manchmal ohne es zu ahnen.

Alle sind wir einander auch Spiegel, doch besonders sind wir alle auch wir selbst.
Ich könnte genauso gut auch du sein. Wenn ich dich also verurteile, verurteile ich also immer auch mich, einen Teil von mir.
Egal, von wem und was du sprichst, immer sprichst du von dir und aus dir. Tun wir es bewusst?!
Wahrheit: wiederkehrender Frühling, neu aufflammende Freude

Solange du von jemandem schlecht sprichst und meinst, dir ist Ehrlichkeit wichtig, kann ich dir das nicht ganz glauben, denn: Ehrlichkeit hat mit Ehre, mit Würde, mit Mut zu tun.
Achtest du einen Menschen nicht zuletzt und immer wieder auch zuerst nicht auch in deinen Gedanken, achtest du dich selbst nicht ganz und jeden, dem du begegnest und kennst.

Du bist nicht Schuld an deiner Angst, du bist mit Hilfe anderer für sie verantwortlich, für das, was du aus ihr machst. Vielleicht magst oder kannst du es (noch) nicht glauben, aber man kann sie in Liebe verwandeln.

Es ist wichtig zu verstehen, wie Missverständnisse entstehen.
Wer versteht, wird sich dem zuwenden, was ihm gut tut.
Wer nicht versteht, wodurch er seelisch leidet, anderen und anderem Leben schadet, weil er nicht verstanden wurde, und Verstehen nicht für möglich hält, verpasst sein Lebensglück.
Verstehen ist bewusstes im-Einklang-Sein mit sich und anderen, nie abgeschlossen, maximal am Lebensende.

Es ist nicht leicht.
Das hat wohl auch nie jemand ernsthaft behauptet.
Es ist möglich. Und sei die Wahrscheinlichkeit noch so gering.
ES ist z.B. das Leben und eine Wahrscheinlichkeit bist DU.
Im Grunde ist es einfach, teilt man nicht, steckt man nichts in Fächer, vielmehr alles in ein Fach bzw. lässt es dort. ;-)

Danke für Menschen, die mir gut taten und tun, die mich verstanden und verstehen, so dass ich lernte und lerne mir selbst gut zu tun und mich zu verstehen.
Danke für Menschen, die mich aus ihren Sorgen herausforderten, ich zu sein, die meine Grenzen verletzten, damit ich diese kennenlerne, wahrnehme und lerne mich zu schützen.
Danke für Kunst, die mir gut tut, ob Musik, Schauspiel, Bilder, Texte, die zeigen, was (wie) bewegt.

für alle, die sich gerade mal wieder selbst auf den Senkel gehen

Zum Dresdner Stadt-OL: Ab Dezember kann der 22. genutzt werden und im Januar voraussichtlich bereits der 23. Derzeit werden OL-Trainings wieder einmal individuell nutzbar angeboten.

Ein Orientierungsläufer, der Ende Oktober in Dresden Urlaub machte, wanderte den Baukunst-OL mit seinem 9-jährigen Sohn und dankte dafür. Sie könnten damit die Ersten gewesen sein, die ihn nutzten. Der Bekannte fand das Angebot für Touristen und als teamfördernde Maßnahmen geeignet.

Man kann OL in Coronazeiten noch mehr digitalisieren und überwachen oder man vertraut für Trainings und läuft die Orte an, um sie wahrzunehmen wie im Stadt-OL, als sie „nur abzuhaken“.

Zwei Vereinsfreunde, eine Mutter und ihr Sohn, nutzten letztes Wochenende den Märchen-OL, den ich vor zwei Jahren erstellte und inzwischen ein wenig aktualisierte. Der Jugendliche staunte: „Wie zum Teufel kennst du die ganzen kleinen Ecken dort, wie zum Beispiel diese Gartenzwerge?“
Der Teufel ist Hirngespinst, an die Wand gemalt, steckt im Detail und damit in unserer Welt, die unter ihm ächzt, aber nicht an ihm zugrunde gehen wird, weil sie alles ist und er im Grunde nichts.

29. Oktober 2020

Wellen, Barrikaden, Sorgen

Wie begegnen wir (Natur)Gewalt? Wie gehen wir mit Angst um, wie mit unserer Sterblichkeit? Niemand kommt heil raus, aus dem Leben.

Die perfekte Welle gibt es nicht, jede bricht, einige schlagen zu
Gewalt und Frieden
Ich werde gewinnen, sagte die Gewalt. Ich bin stark und du bist schwach.
Ich, sagte der Frieden, werde nicht gegen dich kämpfen.
Doch, drohte die Gewalt, ich werde dich angreifen und du wirst dich mit allen Mitteln verteidigen und keine Chance haben.
Wir
sprechen von uns, sagte der Frieden, du sprichst von dir, ich spreche von mir. Ich liebe, mich wird es immer geben, ich bin Urzustand und Bedürfnis aller und lerne mit Angst zu leben.
Da zerstörte und tötete die Gewalt den Frieden, als bräuchte sie keine Menschen, und der Frieden schwieg, wurde wiedergeboren und blühte neu auf.


Posten 50 des Baukunst-OL: Das Blaue Wunder wurde vor über 127 Jahren erbaut, hielt u.a. Hochwasser stand, wurde am Ende des 2. Weltkrieg fast zerstört von der sich zurückziehenden Wehrmacht und von mehr als zwei Bewohnern bewahrt. Am 30. Jahrestag der Deutschen Einheit demonstrierte eine kleine „Welle“ aus Heidenau sich im Recht glaubend auf eben dieser hellblauen Stahlbrücke und demonstrierten bunt und wütend, auch radelnd, viele mehr dagegen. Der Durchgangsfußverkehr, auch meckernder, befand sich auf der „Gegenseite“ der Rechten, als ließen diese, von Polizei geschützt, keinen bei sich zu, wenn sie das Sagen haben.
Unweit mahnt ein Zitat Schillers: „Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben. Bewahret sie!“
Auf eben diesem Schillerplatz ist am Dienstag, Donnerstag und Samstag Markt, kann man u.a. Brot aus dem nahen Tschechien kaufen. Noch etwas weiter steht eine Glocke, die für die neue Frauenkirche angefertigt wurde und deren Standort ich in die betreffende Karte nachtrug.

Ein OLer, der bei der Bundeswehr arbeitet, fragte letztens nach Dresdner Stadt-OL-Angeboten.

Alle Wände stehen auf Vergangenem
Die Stadt wandelt sich dermaßen schnell, dass manche (älteren) Menschen, die schon immer bzw. lange hier leben, sie kaum wiedererkennen. Baustellen, derzeit alte Gemäuer, da wo das neue Rathaus entstehen soll. Gegenwart, die auf Geschichte baut, die sie überbaut, die noch was von ihr zeigt. Der Geschichts-OL zeigt ein paar Hinweise zu Aufständen, Demonstrationen, zu Menschen, zu alten Gebäuden – ein weiterer Hinweis auf die ehemalige Sophienkirche wurde bspw. aufgestellt. Obdachlose … Menschen. Menschen, die Menschen verachten, umbringen.
Viren, Informationen, Bakterien, getarnt als „Wahrheiten“ schlecht tuende Meinungen verbreiten sich, Mutlosigkeit verbreitet sich, gut Tuendes verbreitet sich. Kontakte brechen ab, Chancen auf bewusste Lösungen gehen unter. Und so bleibt schweigsame Zeit, die Wunden vielleicht heilt.

Der Graupaer Naturlehrpfad ist fertig und geht in den Pillnitzer Weinwanderweg über. Auch der Archaeo-Pfad lädt zum (Kennen)Lernen ein.

Freude stirbt nicht, schweigt zeitweise, kehrt wieder wie Frühling
Auch im Harz, dem der Borkenkäfer derzeit sehr zusetzt, gibt es viele Wanderwege und (Natur)Lehrschilder. Ein Teil des Grünen Bandes führt durch ihn und ein Wanderweg an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die immer noch eine bildet.

Regenwaldvernichtung und menschliche, soziale Grenzen, die nicht geachtet werden – derzeit läuft ein Kinofilm zu Bruno Manser und seinem Wirken. Solange Kinos noch offen sind. Die Stimme des Regenwaldes Ein anderer Film der sich mit Menschen, ihren Gefühlen und Gewalt beschäftigt: Und morgen die ganze Welt Kunst ist nicht nur wichtig, sie ist (ur)menschlich, doch geht ihre Freiheit nicht über die, über unsere Menschenrechte – zum Schutz vor uns, vor menschlicher Willkür.

Die nächsten fünf Samstage sollen eigentlich bereits verschobene Naturtouren vor allem auch für und mit Menschen nichtdeutscher Herkunft stattfinden. Wie entwickeln sich allerdings die Rahmenbedingungen? Einschränkungen im Freizeit- und Kulturbereich, Menschen, die das nicht hinnehmen (können und wollen), z.B. im Gaststättengewerbe. Meine Wanderung führt am 7.11. über den Heller und durch Hellerau (Garten-OL) – mit maximal 10 Teilnehmer*innen – oder nicht?

18. September 2020

Und sie dreht sich weiter, die Welt, ohne unser Zutun.

Sie dreht sich und die Tage und die Nächte vergehen und manchmal vergeht einem auch mehr dabei.

Manchmal sieht man und versteht und manchmal steht man auf dem Schlauch, den man versucht aufzupumpen, gar zu flicken.

Sie dreht sich, trotz persönlicher Sorgen, die einen, egal wo, einholen und überrollen, als würden sie nicht wollen, dass man sie verstünde. Als hätten Sorgen einen Willen! Sie fragen nicht, als sei es ihnen egal. Als sei man Luft. Sie grüßen höchstens schmerzverzerrt und danken höchstens als Angst vor und um.

Sie dreht sich, trotz Moria und trotz aller Gewalt gegen Frauen und Kinder – und gegen Männer und Menschen, die nicht in diese Teilung passen.

Männern, dazu „weißen“ (hell(er)häutigen) und auch noch älteren, aber das Schmerzempfinden und Angst und Mitgefühl abzusprechen und sie auf ihre, uns auf unsere Triebe zu reduzieren, ist wieder eine Entmenschlichung, die keinem wirklich weiterhilft. Wir haben alle männliche und weibliche Anteile, ist so.

Und trotz allem sind wir „Im Grunde gut“? Schreibt Rutger Bregman, ein recht junger niederländischer Historiker. Ja, hätten wir Menschen alle (s)ein gutes Menschenbild! Das kann mensch erlernen. Manche halten aber derart hart am schlechten Menschenbild fest, als tue es ihnen gut.

Uns geht es gut, wenn wir die Probleme der Welt vergessen (können). Ist das das Bedürfnis nach Paradies und glücklicher Kindheit, ob wir sie nun mehrheitlich hatten oder nicht?


OL und Trainingslager war mir meist Paradies. (Keine Zeit zum Denken, Schreiben.) Nichts bleibt, wie es ist.

Hoffentlich steht es länger, Nähe Blaues Wunder, L. Lehmann

Beim O-Fest im tschechischen Isergebirge (für die OL-WM, die nächstes Jahr zum Teil dort stattfinden soll) wurden und werden u.a. Foto-OL(-Wanderungen) angeboten, für die „keine“ Zeit war, die mich aber an den Dresdner Stadt-OL denken ließen und ich reizvoll finde wie die Landschaft dort, die noch viel mehr.

Auch im und rings ums schwedische Ronneby, als ein mir weiteres bekannt gewordenes Beispiel, gibt es Festposten und bietet die Stadt auch sehenswerte Ecken. Nicht die dreckigen. Wald tut spürbar gut, ist ohne Mensch nicht dreckig, selbst mit oft noch und hat auch keine Ecken. Im Wald am dortigen OL-Klubhaus werden wöchentlich Posten neu verteilt, hängt aber auch Stacheldraht, gehen wöchentlich ältere bis alte Leute eine Standardrunde mit wechselnden, aktuellen Fragen abspazieren, fliegen aber auch Kampfflugzeuge rasend und ungeheuer teuer über sie hinweg.


Auch im Sommer geistreich: das Riesengebirge, F. Richter

In unserem Blasewitzer Waldpark wurden viele Bäume gefällt. Hitze, Borkenkäfer. Ist er zu retten, der Park? Wird es gehen? Woanders in Deutschland begann der „Waldumbau“ (Wald-wieder-mehr-sich-selbst-überlassen) früher. Wie viel Amazonasregenwald bleibt übrig? (Dein) Steak aus Südamerika, gar einiges Fleisch von hier lässt ihn brennen. Die Tiere brauchen Futter. Das Futter muss irgendwo wachsen. Dass Australien großflächig brannte, ging in der „Coronapanikmie“ unter. Covid ist kein Zufall. Auch hier spielten globale Lieferketten eine Rolle, z.B. dass ein Japaner Schwein aus Deutschland isst. Ist die Macht einzelner, weniger „schuld“? Wie sie brechen, unterbinden? Ging das in Urgesellschaften (gut)? Bregman meint: ja.


Flößerbrücke übern Fuchsbach, Sächs. Schweiz, N. Peters
Im Großen Garten sind die Bäume noch heil? Die, die Stürme nicht umschubsten. Früher, in der DDR war da „Volks-OL“ kein Problem. Steht in dem Buch OL-lerlei – Geschichte und Geschichten aus 7 Jahrzehnten.

Zum 1. Mal seit 53 Jahren wurde der OMM abgesagt, der Original Mountain Marathon – ein sehr-sehr-Langstrecken-2er-Team-2-Tage-OL mit Gepäck in Großbritannien, der anderen solcher Laufverrücktheiten als Vorbild diente. Letztes Wochenende wurde noch in kleiner Runde dafür im Bielatal trainiert. Hier dienten besondere Orte wie Denkmale, Quellen, Berggipfel als Posten und der Postennachweis war ein fotografisches Selbstporträt, neu Selfie genannt. Auch fielen mir neben dem Forststeig wieder Lehrschilder in der Region auf. Beim Sport: keine Zeit dafür. Wenn ich alt bin. …

Im November soll nun die Naturwandertour „hell, Heller, Hellerau“ (samt Gartenstadt-OL) im Rahmen des Mikroprojektes Natur.Erlebnis.Räume. stattfinden.

Das Jane's Walk Festival (samt Baukunst-OL) wurde auf den Mai 2021 verschoben.

Der Kinderhof-OL soll mit der DAA-Erzieherklasse 8 auch nachgeholt werden. Wann?

Und Anfang Dezember soll mein 5. Dresdner Stadt-OL 2020 (ein Foto-OL!) eingeweiht werden – soweit der Plan, allein das Leben könnte „dazwischen funken“. Dafür muss, darf ich aber erst einmal fotografieren und Welt anschauen gehen. … Sie dreht sich ja noch, trotz allem. Sie kann wohl nicht anders, als uns zu tragen.

25. April 2020

Schöne neue, alte Welt

Sitzstreik, gegen die Überflutung der Elbwiesen mit Eisessern
Abgesperrte Spielplätze ohne Kinder. Man kann auch die Zwischenräume zwischen Bäumen Seile zwischen diese spannend in temporäre Bewegungsräume verwandeln. Kaputte Bierflaschen auf Spielplätzen. Müll im Wald.
In NRW brannten Wälder. Es regnete hierzulande schon viel zu lange nicht. Aber dieser Erreger da verursacht immer noch die meiste Erregung und überstrahlt anderes – und macht einigen, teils vielen anderes wiederum noch deutlicher oder erst so richtig deutlich. Hilft's?

Reisten einige von uns Privilegierten nicht zu viel?! Und waren nicht mehr bei uns selbst, würdigten nicht mehr die Welt in unserer unmittelbaren Umgebung?! Klar, reisen bildet oft im positiven Sinne, aber wenn dabei die Welt drauf geht?

Die Welt muss sich nicht ändern, sie tut es. Höchstens müssen wir uns ändern, um sie für uns zu erhalten. Wir Menschen sind Natur, so halte ich uns aus (unsere Kriege und Ausbeutungen) und schätze uns (unsere Kunst und Liebe). Und wir sind im Einzelnen und als Spezies nicht wichtiger als andere, auch wenn wir das oft noch denken. Rassismus gegenüber Tieren – sprach davon, also mit diesem Wort schon mal ein Mensch gegenüber Nicht-Menschen? Beim Hass und Rassismus geht es im Grunde immer um Abwertung zur eigenen Aufwertung, die keine ist, weil sie sich vergleichend an „Feinde“ und „Niederes“ klammert und sei es mit Nichtachtung.
Wir sind nicht ohne andere Menschen und Wesen (bis hin zu Bakterien – und Viren, die irgendwie kein Leben seien) und Länder wir und ohne unsere Erde erst recht nicht. Wenn das etwa auch die deutsche Bundesregierung und die EU schnallen, besteht Zuversicht.

Mundnasenbedeckung sieht nach Redeverbot aus und fühlt sich für einige nicht leicht auszuhalten an. Gerade jetzt steigen auch Proteste noch mehr an, z.B. von Frauen für Frauen. Und vieles scheint, ist im Umbruch. Gut wird nicht alles, weil gut relativ, eigentlich nicht wirklich ist. Aber vielleicht so, dass die Hoffnung (weiterhin) nicht stirbt.

Alles digital – bloß das Leben nicht. Gefühle und Gedanken ja. Bewegung und Berührung nein. Wir sind und bleiben auch Körper. Vieler Menschen Arbeit ist nicht nur der äußeren Natur extrem entfremdet, sondern auch unserer als Menschen mit Armen und Beinen.
Es werden neben Krankheiten auch Immunisierungen übertragen. Abstand ist nicht gleich gesund, sondern auch.
Stromausfall und dann sind die, die noch Feuer machen können und ihr Essen anbauen (wenn die Felder nicht extrem riesen Heuschreckenschwärme kahl fressen), die König*innen, zumindest die Überlebenden.

Willst du in Gefangenschaft, in Isolation leben? (Es wird dir nicht dauerhaft gut gehen und gelingen.) Warum sollen das dann z.B. Delphine? Sie atmen bewusst, nicht wie die allermeisten von uns (manche lernten es wohl), und können so entscheiden mit Atmen aufzuhören, also ihr Leben so zu beenden.

Nicht mehr Zeit. Höchstens auch Zeit für anderes. Auch für dieses Projekt hier, was zwar digital Karten beziehen lässt, aber (wieder) in die Welt draußen locken soll, um zu sehen, was (wahr) ist – und durch Erinnerungsstücke wahr war.


Letzte Woche wurden nun auch die beiden Veranstaltungen abgesagt, zu denen die beiden fast neusten Stadt-OLs (Nr. 19 und 20) entstanden. Der Baukunst-OL rings ums Blaue Wunder, wo heute Bäume mit Elbwasser gegoßen wurden, wurde hier schon erwähnt. Der Skulpturen-OL, schon eine Weile in Idee vorhanden, ist jetzt seit Ostern auch vorerst fertig (so wie alles vorerst ist, weil stets im Wandel). Jemand schrieb spannende Geschichten zu den Plastiken auf der Bürgerwiese und im Blüherpark. Die Angebote wurden vielleicht auch schon von Sportfreunden getestet. Vielleicht, wer weiß, die meisten haben ja doch „keine Zeit“. Ich auch, daher machte ich sowas „Unnutzes“(?) wie Stadt-OLs Erstellen.
Und Ausbessern: Nebenan aktualisierte ich die Karte An der Bürgerwiese und fügte einen Posten hinzu, der aus einer Baustelle „geschält“ wird. Und an den Rand des Großen Garten-Angebots (Entdecker-OL, Verzeihung, das ist versehentlich nur die männliche Form, aber er ist für alle da) trug ich drei Stolpersteinstellen nach, wie ich es mir seit Anfang Dezember vorgenommen hatte, als neue Stolpersteine verlegt wurden waren, und verbesserte die Parkeisenbahnstationsposten.
Nichts ist perfekt, keine Karte, kein Angebot, das wäre ja auch das Ende bzw. hätte dann nie was begonnen. Die Weltenformel muss demnach eine Ungleichung sein, damit was übrig bleibt. ;-)

Der „neue OL“ scheint eh ohne extra Posten „auszukommen“. Berührungsloses Posten„lochen“ war da ja auch schon ein Schritt in Richtung „Nur weil ich denke, bin ich.“
Dabei gilt immer auch: Wir berühren einander (mit Leib und Seele), also sind wir.
OL-Extreme nehmen auch zu und Laufrekorde durch OLer.
Und zu einer Zeit gab es soviel OL-Angebote in und im Dresden wohl auch noch nie.

Für den Teil einer interkulturellen Naturwanderung, die dieses Jahr vielleicht noch klappen könnte (mit max. 15 Leuten?), wurde schon der 21. Stadt-OL in Hellerau angelegt und erstellt, aber dazu später mehr ... falls das Später dafür ausreicht.
Man sollte sich wohl mit Voraussagen zügeln – und nichts verklären. Früher war auch nicht alles schön, höchstens die Zukunft besser. Vielleicht wird ja unsere Angst enttäuscht und sie, die Zukunft, wird für die Mehrheit mehrheitlich guttuend. Träumen passiert.

Im Elbsandstein fällen Borkenkäfer Fichten. Vielleicht besser so für den Wald„umbau“. Schilder informieren. In der Dresdner Heide weisen Schilder z.B. die Saugärten und auch Bäume wie Linden aus. Im Süden der Stadt, in Nickern, entstand Ende letzten Jahres ein neuer, geschichtlicher Lehrpfad. Das wäre vielleicht auch noch was für ein Stadt-OL-Angebot. ... Eine Karte dort existiert.

25. März 2020

Frühling fällt aus?

Jetzt ist ein (anderes) Foto da. Und, schon Frühling entdeckt?
Hier fehlte noch das Beweisfoto, dass der Frühling nicht ausfällt! Guck, geh raus, solange du kannst!

Ihn gab es ja schon im Winter, er zwitschert und blüht (verpassen wir ihn im Haus der Krise?), und geht vielleicht zeitweise schon wieder (zu) schnell in Sommer über. Im Lied Komm lieber Mai(!) und mache bringt man diesen (noch) mit Frühling in Verbindung. Das Wetter ist mal nicht Thema Nummer 1. Nein, auch nicht die Klimakrise (die wir versehentlich ein klein wenig ausbremsen?), das Virus ist akuter, das coronahaft um sich „strahlt“. Wir kaufen Gemüse und Obst aus Italien und Spanien. Bekommen wir es jetzt endlich mit? Die Menschheit ist „krank“ (nicht nur und auch Kranksein ist nicht nur schlimm, aber uns fehlt was ...), endlich bekommen es auch alle mit? Sicher Geglaubtes gerät aus den Fugen, Normalitäten offenbaren noch mehr als sonst Absurditäten. Was ist wirklich wichtig? Was erlauben wir Privilegierten uns auf Kosten von anderen, von denen welche natürlich weiterhin versuchen herzukommen, von Ungeborenen, die uns schon in uns anklagen? Haben wir das Hören der Vögel, das Sehen des Blühens schon verlernt? Sind wir noch zu retten? „Ich würde nicht viel auf uns verwetten,“ singt Judith Holofernes.

Wir hocken drinnen und saugen Angst auf aus einem ... in was starre ich da eigentlich? Mir fehlen Worte. Ich weiß kaum mehr, wie Tiere, Pflanzen heißen, geschweigedenn richtig aussehen, riechen, sich lebendig anfühlen, welche mir helfen, mich ernähren und den neuen schönen „Schrott“ will ich nicht kennen und nutze ihn täglich. Ja, Mensch, ich verzeihe dir, ich verstehe, bist Natur, dir haftet Trägheit an und Effizienz, ist ja alles richtig. Nur, wohin bringt’s dich? An deinen Abgrund? Hast’e das nicht berechnet? Mit deinen binären Rechenschiebern? Doch, weißt es längst. Nur das Ändern fällt so schwer – darum ersparen wir es uns? Muss erst ein Virus alles durcheinander wirbeln, auch das virtuelle, immer schnellere? Reichte das flammende Inferno in Down Under nicht?
Manche brechen zusammen, andere genießen die Freiheit des endlich einmal Nicht-mehr-mehr-Müssens. Selbst auf sich zurückgeworfen merken, dass man Teil von Gemeinschaft ist, zusammenrücken und Abstand halten – scheinbar paradoxer kann die Welt sich mal wieder nicht veräußern.

Das Jane’s Walk Festival wird wohl auch ausfallen. Wäre zwar schön, wenn nicht, aber derzeit werden zum Wohle der Allgemeinheit persönliche Rechte vorübergehend eingeschränkt. Hoffen wir, das ist weise. Vielleicht tut es gut und Not, das einmal zu erfahren – wie es Vorfahren zuweilen erging und Zeitgefährten anderswo ergeht.

2012, als es Kindergärten gab u. nicht alles den ... runterging
Das Stadt-OL-Angebot zu den interessanten Stadtspaziergängen, die für Anfang Mai angesetzt sind, bei dem mich ein ortskundiger Orientierungsläufer unterstützt(e), steht und wird vielleicht „erst“ in einem Jahr im Rahmen von der Dresden zu Fuß-Veranstaltung stattfinden. Warum nicht, warum kann vieles nicht warten? Wir haben im Erwarten das Warten verlernt, das Vertrauen, dem Urstoff des Kosmos, wie ich empfinde. Ist mir egal, ob du das so teilst, liebe*r Leser*in. Es ist mein Wahrnehmen und Wort(e)finden für das, was da ist und heute oft fehlt.

Der „Baukunst-Orientierungslauf“, der auch von nicht häuslichen Bauwerken und vorallem am Ende natürlich uns Menschen handelt, wurde vom Ersteller mehrfach absolviert und dabei verdichtet und verschönt – passend zu Malenden und Dichtenden, deren größte Künstlerin die Natur bleibt und uns alle überflügelt, überdauert. Worauf zu vertrauen ist. Einige Postenzahlen zählen zwei Kreise und so auch zweifache Hinweise/ Fragen/ Aufgaben. In Loschwitz und Blasewitz stehen viele Villen. Früher war Loschwitz vorallem Weinanbaugebiet. (Oberhalb Pillnitz’ verweisen Schilder (neue folgen?) auf die Geschichte des hiesigen Weinanbaus. Im Wald „dahinter“ beschreiben welche z.B. den Unterschied zwischen Ess- und Rosskastanie.)

Der Frühling fällt nicht aus, er liegt nicht an uns, höchstens in uns, wenn wir ihn reinlassen bzw. unsere Häuser öffnen. Er geschieht, sieh und hör, riech und fühl, so sehr du kannst!
Kulturelle Veranstaltungen fallen aus, organisierter Sport fällt aus, OL-Wettkämpfe fallen aus. Menschen sterben, immer.

Corona – „Alle“ Zahlen, Fakten, (Hinter- und Hinderungs-)Gründe“, „Das“ Buch, „Der“ Film, „Das“ Buch zum Film. „Mensch muss ja die Wirtschaft wieder ankurbeln.“ Nein, es geht ums Leben. Lasst das kranke System krachen, lasst es zu und offen, auf dass uns Organischeres, Natürlicheres gelingt! Es geht nicht nur um Machen und Macht.
Krisen sind Chancen, machen kreativ, rütteln Schlafende wach, verändern, ...
Wir werden sehen. Und fühlen, Fühlen, was schon Erhalt ist.