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1. September 2026

Rotcapiger Wolf auf Stromreise

Troja-Helenas Mutter Leda mit Schwan Zeus wie in Podiebrad?
Friedensburg, Stadt Wehlen

Es war einmal ein Wolf, der wollte
wieder einmal
verreisen,
vor sich weglaufen
und bei sich ankommen,
was beides nie gänzlich,
aber in Ansätzen zu schaffen ist.

Sonne(n-uhren(-OL)) in Krippen
Schatten und Sonne in Děčín

 

 

 

 

 

 

In den albischen Bergen im Süden,
die unter einem wegbröckeln
und wegschmelzen,
war er letzten Sommer.
Die irischen Feen im Westen zu sehen reizte ihn
durch den OO-Cup im Juli dort mehr denn je.
Sie trennen ihn aber durch reichlich Wasser
und (finanziellen) Aufwand.
Seine schwedischen Ostsee-Nixen
schwimmen weit entfernt im Norden
- und kamen zu Besuch
zu Großmutters Geburtstag.
Und die drolligen Zwerge Breslaus im Osten
besucht er ein andermal.

Schreckenstein, Staustufe Usti
Er hatte doch noch Sommer-OLs vor sich:
Pěkné prázdniny bei und von Turnov,
im Böhmischen Paradies,
wohin er bereits letztes Jahr radelte,
wo er schon so oft lief
und immer wieder gerne läuft.
Gab es andere Wege?
Relativ flach statt über den Jeschken?
Ließ sich nicht Podebrady,
wo heilendes Wasser sprudelt
und er vor 3 Jahren
auf dem Weg zur Quelle
Halt gemacht hatte
und deswegen
zuletzt eine Schatzkarte
samt dem Zur Quelle-OL erstellte,
mit der Reise verbinden?
angestaute Elbe, Böhmische Berge
Die Flusselfe vor seiner Haustür flüsterte:
Na los, komm schon!
Also sattelte er seinen eisernen Esel
- von wegen Drahtesel,
den er unterwegs 
nicht abschätzig
Möhre taufte,
und trat in die Sporen.

Schloss Melnik, Weintrauben
Am Morgen der 1. Radetappe
kam er auf den Ort,
an dem er am Abend einschlief:
Roudnice mit freundlichem Zeltlager,
das er nicht gleich fand.
Möhre bekam einen sicheren Stall
und Wolf eine Küche.
Übermütig, als sei er 17,
wobei er in seinem Mittelalter war,
hatte Wolf im Welpenpelz noch gedacht,
er reite bis Podebrady durch,
aber das waren 2023 ja drei Elbetappen.
Und da hatte er schon viel Glück
mit dem Wetter - an allen Reisetagen.
Immerhin war er keine 17 mehr
und traute sich die Tour alleine zu.

Zusammenfluss Moldau und Labe
Es war nicht mehr zu heiß,
sondern wolkig, aber regnete nicht.
Erst in der Nacht und ... später.
Es hatte zuvor endlich geregnet
und sich dadurch abgekühlt
und so hatten zig Schnecken
seinen Weg gekreuzt oder lagen tot
wie Mäuse auf selbem.
Wetterleuchten weckten ihn in erster Nacht
- vor den nächtlichen Schauern.
im Schloss Podebrady
Am Abend hatte er noch telepathisch
mit einer Frau Kontakt,
u.a. für seinen feministischen Stadt-OL,
wodurch ihm die Idee kam,
einen Frauenort nebenan mit in diesen einzubinden.
(inzwischen realisiert)
Und vorm Einschlafen begann er das Buch
"Allein" von einem, der wie sie hieß.
Dabei war er nicht allein:
Zwei ritten von Berlin nach Prag,
ein bayrischer Mann wartete
auf seine böhmische Freundin,
ein Niederländer sprach schönes Deutsch,
eine Süddeutsche ritt vom Bodensee nach Berlin,
eine Gefährtin begleitete sie ein Stück
und doch ritt Wolf etwas einsam,
aber frohen Mutes weiter.
Alle sind wir aus (dem) Wasser.
Wobei er nach der ersten Nacht,
befand sich die 2. Elbbrücke,
die er nahm, doch im Neubau,
seinen Esel gleich mal wieder entlud,
um ihn eine lange Treppe hinunter zu tragen.

eine von vielen, ebenda
Als er in Podebrady ankam,
verlor er keine Zeit,
gewann dadurch aber auch kein Glück.
Er schritt ruhelos,
anfangs auch noch von Vorfreude erfüllt,
mit seiner Schatzkarte
durch den Kurort und stellte fest,
dass sie die Wahrheit
nicht ganz passend widerspiegelt,
auch wenn er alle Schätze fand,
außer den in einem rundum verschlossenen Hof.
Er besuchte schöne Frauen, weise Männer,
auch mindestens einen schönen Mann
und eine weise Frau, und Kinder,
die alle stumm mit ihm sprachen,
sogar einen Zwerg, auch wenn dieser nur
vergnügt auf einen Pilz hämmerte.
1 Tag nach Kriegsende getötet
Wolf besuchte Widerstandskämpfende
- u.a. ein Paar namens Wolf -
und Stolpersteine, z.B. die
der Familie Glück/ova für Menschen,
denen das Leben durch andere (in Theresienstadt,
nahe der Elbe, das er 2023 besuchte)
wahnsinnig verunglückt wurde.
Und diese Verunglücker,
diese dummen bis bösen Geister
erwachen gerade wieder zuhauf.
Schönheit des Zerfalls, Quelle Rieger

Auch besuchte er Quellen,
aus denen er trank.
Das Wasser des Lebens kennt er,
aber er blieb ihm bisher fern.
- Ungewollt oder doch auch gewollt?
Aus Sorge? Aus Zufall.

(Bauarbeiten) im Stadtpark
Als ihn die Dunkelheit einholte
und verschluckte,
musste er sich schließlich damit begnügen,
der Wahrheit wieder mal nur ein Stück
näher gekommen zu sein
- was er nun auch alles in die Schatzkarte eintrug,
und auch da sind wir ihr nur zeitweilig näher.
Baustellen und Zerstörung verändern die Welt,
immerfort,
Werden und Vergehen.

Bedürfnis nach (strudelndem) (Trink)Wasser
Danach las er in seinem Zauberbuch:
Freundschaft "der Wahrheit" vorziehen;
was er doch eigentlich längst wusste.

grobe Karte im Bahnhofstunnel
Am nächsten Morgen tauchte er ins Wasser,
das am Vortag von der Menge belagert worden war
und nun seine Einsamkeit aufnahm.
Und er beschaute sich noch einmal ein paar
der zu schätzenden Wesen Podebradys bei Tageslicht an,
aber nicht zu lange, hatte er doch heute
den 1. OL im Laufschritt noch vor sich
und davor noch schlappe 60 km auf Möhre,
die nach Öl dürstete und
deren einer Huf knirschte - oder schrie sie IA?
Liegt sie, schwebt sie?
Ein Kamerad brachte ihm, ihr später Öl mit.
Kam das kratzige Geschrei,
seitdem eine "Schlange" am Vortag
Möhres Gang jäh gebremst hatte,
die Wolf behutsam
aus ihrem Hinterleib lösen musste,
nachdem er das Gepäck
etwas zu unachtsam verschnürt hatte?

friedlich
Also auf der Gegenseite der Elbe
ein kleines Stück zurück an ihr
und kurz durch die Burg der Nymphen,
wobei keine Zeit für Städteschau blieb.
Rechtzeitig zu Beginn der heiligen Stunde
vor seinem ersten Wettkampf
traf er auf vertraute Gesichter.
Zuvor hatten ihn bereits mobile Toiletten
am Waldrand begrüßt.
Die acht SI-Stationen für
den nächsten Dresdner Sprint
mit seiner Karte und dem Zitate-OL in Radebeul
- jetzt veröffentlicht -
wollte er am liebsten gleich loswerden.
Pestsäule, Mariensäule, in Dämmerung
Er schlug ein Lager inmitten anderer Lager auf,
das die Seinigen von seinem Orden fanden,
und nahm die innere Ruhe noch mit an den Start
und in den Lauf in der Elite,
der ihm bis auf eine Unsicherheit am 5. Posten
gefühlt gut gelang.
Platz 13 ist im "1. Prozent" von 1350 Startenden.
Wolf war zufrieden.
Nur eine neue Blase hatte er sich gelaufen,
die er folgend abklebte mit dem Ergebnis,
dass daneben der "Laufstiefel" den Fuß aufrieb.


Sonnenuhr am Schloss, am Morgen
Regen kündigte sich an und als sein Zelt
- auf einer ebenerdigen Ameisenstadt,
also mit Besuch aus Ameisenland - stand,
ging es richtig los
und hörte mit Starkregen nicht so bald auf.
Zum Glück hatten Vereinskameraden eine Plane,
unten der sich genüsslich speisen
und vortrefflich witzeln ließ.
Möhre musste er im Regen stehen lassen,
da Baders Plane dem Regen nicht standhielt.
Auch im Zelt schien der Spaß bald vorbei:
Nässe von unten und oben
- es tropfte an mehreren Stellen durch -
sowie Ameisen.
die Verwandlung
Vor Mitternacht die Überlegung,
bei Freunden um Asyl zu bitten, doch
im Schlafsack war es noch trocken.
Gegen Morgen regnete es weniger
und am Vormittag hörte es fast schon ganz auf.
die Moldau
Im Wald geriet die Nässe auch kaum noch zum Hindernis.
Wolf lief eine Langstrecke mit Freude
und sie gelang ihm abermals gut, auch wenn er nicht
so schnell wie Jüngere lief.
Platz 18 wurde von einem Lieblingskonkurrenten
als "nicht so gut?" befragt, dabei war Wolf
kein grober Fehler unterlaufen,
im Gegenteil hatte er Fehler rechtzeitig abgewendet
und auch einen ehemaligen Schüler überholt,
der inzwischen zuletzt selbst Wettkämpfe leitete.

Nym(phen)burk; Mann muss auf Toilette.
Kurz vor der Losreise war Wolf
noch über den "Türnov-OL"
in seinen Unterlagen gestolpert,
der ihm vor Jahren zu seinem Fenster-,
ja, vielleicht schon zum Schlösser-OL inspiriert hatte.
Und er hatte sich in seinen freien
Dickenschädel gesetzt,
den jetzt mal zu "erledigen", vielmehr zu erleben,
und sich damit wohlzufühlen.

Wir treffen uns in der Unendlichkeit!

Turnover Edelsteine
Den "richtiger Kneipen-OL" dort machte er nicht,
kommt Wolf doch ohne Alkohol aus,
aber nicht ohne OL.
Trotzdem verlinkte er inzwischen beide Turnover Foto-OLs,
die er vor Jahren einmal geschenkt bekommen hatte,
und nach Jahren weiterverschenkte,
in der Übersicht.
In der Turnover Innenstadt,
so wurde ihm vor seiner Türenbesichtigung berichtet,
sollte es auch einen Hinweis auf den Türnov-OL geben.
am Stadtpark
Und danach,
sagte ihm eine junge Turnoverin beim Dienstagslauftraining,
hätte das Orakel Instagram von dem (seinem?)
Stadt-OL-Spaziergang gewusst.

ehrfürchtige Schulhaustür
Also ritt er nach der Langstrecke
und vor dem Abendessen
noch nach Turnov aus,
um verschlossene Türen zuzuordnen.
Soweit: Er fand sie alle
und anderes auch interessant,
aber er sehnte sich auch wieder nach Gemeinschaft,
einer gewissen Sicherheit, ja Verbundenheit,
nach Vertrautheit, wobei ja Neues vertraut wird,
aber eben auch nach Freiheit, Freiheit,
Freisein, Frei-Sein!

ungleiche Nachbarn
Zurück im großen Zeltlager kochte und brit,
scherzte und speiste er wieder mit seinen
langjährig Vertrauten
- vegetarisch, wie viele Großstadtwölfe heute so ticken.

Pest-, Mariensäule mit Brunnen
Die 3. Etappe lief wieder 1A
- bis zu den vorletzten beiden Posten.
Hatte er zur 17 noch zielgenau eine zweite,
wie er auf seinem SI-Auslese-Zettel im Ziel las,
zwischenzeitliche Zwischenbestzeit aufgestellt
und in seinem Tunnel einen bekannten Tschechen ignoriert,
wie der es ihm später erzählte,
fand er sich nach einem Parallelfehler,
den er halb ahnte, aber nicht eher ganz durchschaute,
in einer Felswand wieder, die ihm Zeit fraß,
aber nicht sein Leben,
da seine Höhenangst ihn es eigentlich bewahren ließ,
die seinen Laufrausch aber auch unterdrückte.
selbe Säule neben teurer Sparkasse
Klettern hatte er doch geübt
- in einer Halle,
aber das ist fast wie im Sand Schwimmen
oder in Schulen Leben lernen Sollen.
Wohl war er noch durch den Wind und nicht geerdet,
als er noch den vorletzten Posten fast besinnungsbar
versuchte zu erirren
und erst nach Minuten woanders,
eben da, wohin er gehörte, fand.
Nun denn, drei annähernd fehlerfreie Läufe
und er hätte sich mal wieder was eingebildet.
Marktplatz
Das Ergebnis war ihm schon halb egal,
aber eben doch nicht ganz
und sollte es doch wiederum sein können.
Konnte es jedoch eben nicht ganz. ...
Wozu messen wir sonst die Zeit?
Wofür kämpfen wir sportlich (gegen Unbekannte)?
Aus 5min Rückstand am 17. Posten wurden 10 am 19.
Er "wäre" unter seiner Zeitvornahme
noch kurz vor dem Höchststand der Sonne
im Ziel gewesen.
Die paar Minuten waren seinem Zeitplan auch egal,
nur seinem einsamen Ego eben nicht ganz.
Aber interessiert es wen außer ihn?
die Welt schön sehen
Außer "Lief nicht so?"
2023 wurde er "im rotorangenen Cape" hocherfreut Gesamt-2.
2024 gewann er in seinem letzten Jahr in der H35 in eben dieser.
2025 wurde er trotz Radfahrt 7.
Dreimal hatte er drei gute Läufe erwischt.
Und 2026 wurde er 22. - genau der mittlerste Gesamtplatz. Ist so, war so, ist okay so.
Und 2027 ?

Gemeinschaft, Frohsinn unter Baders Tarp
Zum Glück blieb weder Zeit noch Kraft zum Schmollen.
Noch einmal kalt duschen
im Zelt auf der Wiese
- bis das Wasser plötzlich weg war,
für eine Weile;
Zeltabbau und Essen:
Zu wenig war ihm der Camenbertburger.
Die Frau des Weltmeisters
bot ihm ein halbes Schnitzel an,
aber er ..., ihr wisst schon, frisst keine Hasen,
ist er doch selbst einer.

die Schönheit des Augenblicks
am Flüsschen Zábrdka
Und wieder die menschlichste Sorge:
Schafft er es ganz heim,
bekäme er genug zwischen die Zähne?
Bis ihm der erlösende Gedanke kam,
als er an einen bekannten Zeltplatz dachte,
dort noch einmal zu zelten
- und zu essen.
Ein Freund hatte auch gemeint:
Nimm den Zug, bevor es dir zu viel wird!
Andere schaffen die Strecke dieser Fast-Woche
an einem Tag,
sind aber auch andere,
ritten und reiten unbeladen,
mit Rennpferden und im Zusammenspiel
statt allein mit einem treuen,
schwer bepackten Esel.

verschwundene Dörfer, Jabloneček
Wichtig sind das Los- und Weiterreiten
und Pausen.
Wolf hätte sicher auch seinen Esel und sich
in eine Kutsche bekommen,
aber vermutlich wollte er der Welt
und sich (noch einmal) beweisen,
dass es auch ohne Kutsche geht.
Postkrieger Maggi war schließlich auch her geradelt
- und vor ihm wieder zurück,
das Böhmische Paradies hinter sich lassend,
das Isertal querend,
an der Zábrdka lange sacht hinauf
und oben flach an der Ploučnice entlang,
mit schönerem Umweg ab Česká Lípa
über den ehemaligen Bahndamm
wieder an die und nun auch
an der Ploučnice deutlicher hinab
bis nach Decin ins Elbtal.
Wolf erfuhr sich den Weg,
in seinem Tempo.
Lediglich das eigene Drängeln und Bummeln.
durchs Wisent-Reservat, Ralsko
Er erlebte den Weg,
mit seinen Umwegen und seinem Vergaloppieren,
hielt an, wenn ihm danach war,
pflückte Früchte,
las Infotafeln zur dortigen Fluss- und Tierwelt.
Ihm wurde körperlich nicht schlecht,
wie öfter in Kutschen,
"nur" ein wenig seelisch,
als er durch ein ehemaliges Kriegsübungsgelände kam,
in dem inzwischen Wisente leben,
wo Ortschaften "verschwunden" worden,
sich aber die Natur auch wieder "zurückeroberte",
sie sich,
die Natur, die kein Ober und Unter kennt,
sich wieder ausbreitete.
schöner, unnatürlicher Forstwald
Biber zum Beispiel wandern die Elbflüsse zurück,
aus Sachsen-Anhalt,
vielleicht, weil sie da nicht mehr erwünscht sind,
obwohl sie so fleißig bauen,
siedeln sich wieder an oberen Flussläufen an.

Frühstück mit Nilgans?
Die Natur wird von uns als Ressource ausgebeutet:
Berge werden abgetragen.
Die Elbe wird ausgebaggert
- ich sah so ein metallernes Monster -,
was nach hinten losgeht,
als erschöße das Gewehr den Bediener:
Die Fahrtrinne lässt das Wasser,
das nicht mehr wird,
nur schneller im Meer verschwinden.
kleine Flötenspielerin, Česká Lípa
Aber ich kann gar nicht so gegen den Fortschritt sein,
da ich ihn mit nutze.
Und Flusswasserstände durch Staustufen
und Schleusen etwas regulieren zu können,
so fatal ich den Eingriff empfinde,
hat auch was für sich,
wenn auch nicht für die intakte Natur,
die sich nicht nach unseren Bedürfnissen richtet,
wenn wir uns nicht mehr zu ihr zählen.

Zusammenfluss Ploučnice und Labe
Wolf war froh, wieder heim zu kommen
- und froh, aufgebrochen zu sein.
Bei "Heimat" dachte er an Heumahd.

bald Sprint-OL dort
Wie es war?
Schön,
spannend,
anstrengend,
auch mal blöd,
irgendwie alles,
wie das Leben eben so ist
und am Ende wohl auch sein "sollte".
Vorstellung schafft Leid.
Übst du dich in Akzeptanz,
fragte das Leben
wieder einmal
den Wolf.

am Bahnübergang Rathen
Hast du, liebe*r Leser*in, bis hierher gelesen,
dann kann dir mein Schreiben kaum zu wirr gewesen,
wie manche meinen,
die sich nicht genug Zeit
zum verstehenden Lesen nehmen,
oder eng, "normiert" denken, meinen,
das müsse doch so und das gehe doch nicht,
oder sich drüber lustig machen,
mit mir, auch wenn es mir nicht mehr behagt.
Wem ich noch nicht in seine Wirklichkeit passe,
der kann mich mal akzeptieren lernen.
Herr Schreiber schreibt auch:
Unterschiede bereichern
- besonders auch Freundschaften.
Btw.: Wirre Kunst ist die beste Taktik gegen künstliche und unmenschliche, unheimliche "Intelligenz".

Galatea, Amphitrite, Aphrodite? Pirna
Ach, die Moral von der Geschicht':
Vergesse,
wenn du wieder daheim und schon wieder fort,
deinen (roten) Helm nicht,
sonst ist nicht nur der rot,
weil: Autos
- meist noch bemannt/befraut -
fahren nicht nur Tiere tot!


24. März 2025

Kalte Hitze

Es gibt keinen guten Krieg, nie.
So fühlt sich mir die Welt derzeit an.
klimatisch, politisch, sozial, emotional
Ist sie noch zu retten, sind wir es noch? Wollen wir es, ist sie, sind wir es uns wert?
Oder will die Masse den Untergang? Wie kann man ihn nicht sehen, verschweigen?

Es läuft so viel schief, gegen die Natur, gegen unsere Natur.
Es wird so viel gemacht, gegen die Natur, gegen Natur- und Klimaschutz, gegen Naturschutz- und Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, gegen die Demokratie, gegen Frauen, gegen die Liebe.

Bahnhofsunterführungskunstfreiheit
Es wird mit Abstand zum Krieg, angeblich um ihn zu vermeiden, aufgerüstet.
Wissen wir zu lange nicht mehr, wie schlimm er ist? Dass ihn niemand wollen kann. Außer die, die mit Abstand zu ihm, von ihm profitieren?
Krieg, Aufrüstung können uns Frieden nicht wirklich erhalten und näher bringen, werden Kalten Krieg und Stellvertreterkriege schüren. kalt
heiß

Sonnenstein Sonnenschein Euthanasie
Massenmorde im Sudan und in Syrien und in den palästinensischen Gebieten und ...
Letztens besuchte ich u.a. das Damaskuszimmer im Japanischen Palais und die Kinderbiennale ebenda mit Schulprojekten.
Der Krieg in und gegen die Ukraine ... wann wird er aufhören, wie viele Menschen noch in den Tod reißen, Menschen, die Angehörige, Freunde haben, Menschen wie du und ich. Wer kann das wollen, außer die mit "genug" äußerem und innerem Abstand?
Verhandlungen über Waffenruhe, die kein Frieden ist, schon gar nicht in Herzen. Und gleichzeitig die massivsten Luftangriffe von russischer Seite aus mit zig Toten auf ukrainischem Boden.

Ich vermerkte den Lebens-OLs (Thema Krieg) mit Zusatztexten, passte die Schriftgröße an
und tätigte weitere kleine Aktualisierungen - wie an den Visitenkarten und am Faltblatt, um sie anzubieten.
Und ich entdecke immer wieder mal Dinge, die ich noch mit in Angebote aufnehmen könnte ...
eine Karnevalseiche, Stolpersteine, ...


Kultur kürzen, KI übernimmt
Das 60. Dresdner Angebot, der Foto-Fantasie-OL, wurde vor/nach dem Sprint-OL am 5.3. ebenda von einigen genutzt.
Das 61., der Forschergeist-Spiel-OL, habe ich direkt nach dem Sprint veröffentlicht.
Dölzschen ... dort, las ich letzten Herbst, wird eine Frau vermisst, war ein Mann misstrauisch, weil ich die Karte aktualisierte, sprach mich ein anderer freundlich interessiert an und antwortete ich so auch gerne freundlich, hatten Menschen einen Aushang für den Sprint nach dessen Ablösen von einer Laterne liebevoll daneben mit Steinchen drapiert, damit er nicht wegweht, und kritisierte eine Frau zum Sprint, dass wir da auf "ihrem" Stück Wiese laufen. Ihr Sohn bekommt "trotzdem" einen Schul-OL.

Von und in Leipzig aktualisierte ich u.a. "Die Nonne", ein Auenwaldstück, das zum Anfang des Frühlings und nach einem Dreivierteljahr (schon wieder) anders anmutet als letzten Spätfrühling.

Frühling
kommst einfach wieder
verschwendest deine Kraft nicht mit Denken und Fragen
bist einfach da
wenn deine Zeit reif ist

Und wenige Jahrhunderte, in denen wir ihn, uns vernichten?
Die neue Karte Am Weinberg in Trachenberge ist fast fertig, soll es diese Woche werden. ...

Eine Chemnitzer OLerin, in Russland gebürtig, dankte mir letztens zwischen Wettkämpfen mit Familie den Katzen-OL nachgeholt zu haben.

eine junge Bosnierin
spricht gutes Deutsch
erzählte mir eine Geschichte
Ob sie stimmt?
braucht Geld
Ich gab ihr welches
und bog in den "Markt der Möglichkeiten"
zum Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus
ich beteiligte mich
stellte den Dresdner Stadt-OL mit Karten und Worten vor,
der den Natur-, Outdoor-, Kartensport mit (Stadt)Kultur und Kritik an Faschismus, Rassismus, Frauenhass verbindet
Menschen, die OL kennen
weil machten
eine Fotografin, die ihn als Kind liebte, zu DDR-Zeiten
und sogar die letztes Jahr noch lebendige Katze auf meinem Foto-OL erkannte
junge Studenten - Studentinnen kamen später hinzu - die Amnesty International vertraten
und Werbematerial im Konsumtempel mit wichtigen Botschaften verschenkten
und dazwischen die Menschenrechtserklärungen
der kostenlose Kuli war und
ist manchen jungen Leuten scheinbar wichtiger
bekannte Männer vom Ausländerrat und den Stolpersteinen
bekannte Frauen von den ABC-Tischen
alte weiße Männer, die nicht dumm
nicht böse
aber einfach alt sind
die erkennen, dass Macht korrumpiert
und die Mächtigen sind zumeist alte weiße Männer
ein dunklerer, nicht ganz dunkelhäutiger Mann
spricht gut deutsch
intelligent und abgrundtief frustriert und deprimiert
und mir nicht in allem, was er sagte, ganz klar
Ich bemühte mich ihn zu verstehen
er sprach mich zur (deutschen) Kolonialgeschichte an
zu Ausstellungen zu dieser
Ob ich dies und jenes wüsste
Der "Mohr" am Fürstenzug erzählte er
- Ich wies wissend auf den einzigen "Farbigen" und ein Mädchen
an diesem großen Wandbild in der Innenstadt und in meinem Geschichts-OL hin
den ich ausgedruckt vor mir liegen hatte -
sei hinter einem Pferd dessen Mist
erzählte er
...
Kennst du die ABC-Tische? fragte ich ihn am Ende
er ging abwinkend und fragte
Kennst du Erschießungen in Afrika?
...
mehrheitlich weiße Frauen
an den anderen Ständen
die sich gegen Rassismus einsetzen
z.B. für ein Projekt mit zum Teil kostenden Stadtführungen von und mit Migrat*innen
immerhin Frauen

Schönheit ... Ausbeutung
ein Demozug am Kulturpalast
mit Russlandfahnen und Sachsenfahnen mit Emblem
Polizei
Hass gegen Grüne
tönte aus einem Fahrradradio eines alten weißen Mannes
am Ende des Zuges
Marschiert da montags immer noch Pegida
samt Trittbrettfahrern und Ablegern
Demonstrieren da die absolut Falschen für Frieden
den sie mit ihrem Hass
ihrer Gewalt so null in die Welt brachten und bringen
Daneben eine kleine schwarze Gruppe
von eher jüngeren Antifaschist*innen
mit Regenbogenfahnen
die den neonazistischen Mobb ausbuhten
und zu der ich mich kurz stellte
und die ich was fragen
der ich sagen wollte
oder doch nicht
jedenfalls fehlten mir die Worte

Der Wolf, steht wieder zum Abschuss.
Scheiße
ist unsere Welt verrückt geworden

vergebens
alles
Marlen Haushofer, die "Die Wand" schrieb, das Buch, das ich heute beendete: "Mach Dir keine Sorgen - alles wird vergebens gewesen sein - wie bei allen Menschen vor Dir."
Und doch ist mir das zu pessimistisch. Im Leben ist nichts vergebens.

Schul-OL-Planungen
und neue Anfragen

zwei große Jugendliche im Bus: Digger, wärst du 1938 Nazi geworden? ...

Frühjahrsputz
Haufen voller Müll ...

Es ist Frühling.
feministischer OL
heute
Ich hatte Anschauungsbilder und -fotos zusammengestellt.
Eine ältere Frau aus Übigau war dabei - wie vor 2 Jahren am und im Rosengarten und die auf der Abschussliste der AfD stände und die von einer weiblichen Kraft sprach und derart auch ausstrahlte.
Eine Mutter und ihre Tochter aus Radebeul.
Ein älterer Mann aus Coswig, der selbst etwas zu den Wochen gegen Rassismus beiträgt.
...
Und ich, der sich nicht wohl heute und nicht sicher fühlte.
Die Orte, die wir aufsuchten, zeugen von toten Menschen, toten Frauen.
Die Lebendigen hatten etwas beizutragen, wussten mitunter mehr als ich zu Sachverhalten, Geschichte(n), Personen, waren interessiert und aufmerksam.
Danke dafür.

Markt der Möglichkeiten
Rassismus
tötet
Marwa El-Sherbini
die vor 16 Jahren im Landgericht ermordet worden war
als die jüngste Teilnehmerin gerade geboren wurde
von ihrer Mutter

Und immer wieder Jüdinnen und Juden
aus Polen stammend
dorthin "zurückgeschickt", deportiert
und ermordet
alt, jung
mit einem Säugling, einem Kleinkind
Oft überlebte keiner, manchmal ein Sohn, ein Mann.

Einmal verrechnete ich mich,
verstand meinen eigenen Satz erst nicht,
einmal verwechselte ich etwas.

Der Krieg ist vorbei, Käthe.

Die Toten schweigen,
wie wir alle einmal tot sein werden.
Die Lebenden dürfen nicht müde werden, zu mahnen,
was Dummheit und Diskriminierung erzeugen,
vielmehr das diese töten.

Fast wieder am Ausgangspunkt, in der Nähe der Elbe, senkte sich eine Orange über der Dresdner Altstadt und der kaputten Carolabrücke, unweit des Hauses aus dem "Die Frau am Fenster" sah, Caspar David Friedrichs Frau Caroline, auf die und für die die selbe Sonne schien.
Ich schloss mit einer Zeichnung von Käthe Kollwitz, auf der diese schrieb: Nie wieder Krieg!

Eine Wiederholung des geführten Angebotes folgt direkt. ...!

Pakistan, sicher Männer könnten afghanische Frauenrechtlerinnen den Taliban ausliefern, unter denen ihnen Gewalt und Tod droht.