6. November 2019

Und immer wieder?

Verloren betitelte der Fotograf sein Motiv
Die OL-Saison 2019 ist (fast) Geschichte.
Wurde beim Weltcup in China betrogen wie bei den World Games eine Woche zuvor?
Die Vermutung ist wage und birgt Gefahren. Wenn z.B. einer bescheißt, sind nicht gleich alle anderen im Boot automatisch beschissen. Das Wort ist vulgär, aber halt auch mit dieser Bedeutung im Sprachgebrauch. Rassismus ist schlimmer, weil er verletzt und tötet.
In einer Zeitung stand einmal, das Lösungswort wäre „Holocaust“ – Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern. Vergaß da jemand seinen Verstand einzuschalten, jegliches Feingefühl? Präteritum von vergessen ist vergaß, was wie Vergasen klingt. Sprachen sind weniger mathematisch logisch, aber natürlich-kulturell sinnhaft entstanden, weswegen auch Mathematik nicht alles erklärt. Mit Worten wird Macht ausgeübt – und kann Verständnis gelingen.

Andreas Pröve erzählte am Montag in Dresden von seiner Reise mehr und weniger am Jangtse entlang durch China, er zeigte beeinduckende Bilder, bewegte Aufnahmen und er sitzt im Rollstuhl.
Es gibt einen Nachhaltigkeitsstadtplan in Dresden.
Und Stadtführungen in Dresden auf Englisch – „logisch“, hat die USA direkt und indirekt Englisch doch fast schon zur Weltsprache „erklärt“. Sprechen die (allermeisten) Menschen in hundert Jahren nur noch Englisch, Spanisch, Arabisch und Chinesisch?
Heute läuft der Film Die Grüne Lüge im Programmkino Ost in Dresden.
Wohin die körperlichen Kraft (und Agressivität) der Männer? Reicht da allein Sport? Gibt es fairen Sport? Früher war wichtig, dass Männer den Clan, die Sippe, die Familie beschützen, jagen, rennen, kämpfen, Zeiten ändern sich.
Ja, das sind verschiedene und viele Themen und doch hängt alles zusammen!

Durch ein Projekt des Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V., welches vom House of Resources gefördert wird, und Eigeninitiative entstand der 16. Stadt-OL – im Wald – mit Elementen des Lehrpfades dort und wird am Sonntag, 10.11. bei einer kostenfreien Führung eingeweiht. Wir gehen durch den Albertpark, der früher (mehr) gepflegt wurde und wo sich letzten Samstag viele Orientierungsläufer zu einem „200. Geburtstag“ trafen. Derzeit baut die DREWAG eine Trinkwasserversorgungsleitung für den Dresden Norden (die wachsende Industrie dort hat auch Durst) hindurch, was zu Einschränkungen auf dem PM-/MP-Weg führt.
Am Abend zuvor zeigt das Staatsschauspielhaus das Stück Blaues Wunder. Kunst findet Worte bzw. allgemein Ausdrucksmöglichkeiten.
Auch der DWBV e.V. bietet immer wieder Wanderungen an.
Bei einer persönlichen entdeckte ich einen Lehrpfad in der Böhmischen Schweiz und erfuhr zuvor vom Festpostennetz in Decin. In Pilzen gibt es z.B. auch eins.

Orientierungslaufposten an der Ruine auf dem Wolfshügel
Versehentlich löschte ich beim Platzschaffen und Wegwerfen alle Stadt-OL-Karten aus dem Netz. So meldete jedoch eine Frau, die das Projekt vor zwei Jahren, also zu seinem Beginn dienstlich kennengelernt hatte, private Nutzungen im Freundeskreis.
Manche „Posten“ findet man unten, andere oben, Augen auf bzw. auch mal übers Geländer gefühlt, Kulturfreunde! Nicht alles ist gleich weg, wenn man es nicht sieht, oder verkehrt/falsch, wenn man es nicht versteht.
Eine andere Frau und OLerin „erledigte“ mit ihrer Mutter die vier Innere-Altstadt-Angebote in einem Schwung – optimierende Sportlerin. Und sie nimmt die Idee festes Stadt-OL-Angebot vielleicht mit in eine kleinere Stadt/Burg in Sachsen. Mal sehen.
Die Unklarkeiten ließen sich klären. Der Foto-OL enthält mehr Fotos als Posten. Da ist es glatt von Nachteil, wenn man Dresden mit seinen Skulpturen am Zwinger und Denkmälern „zu“ gut kennt und teils ohne Karte weiß, wo die Fotos zu finden sind.
Ein Geschichtslehrer aus Pulsnitz möchte ein Dresdner Stadt-OL-Angebot als Exkursion nutzen.
Alle Karten und Links wurden ersetzt und dabei 1/3 der Angebote teilaktualisiert und ergänzt. Entdecker-, Insel- sowie die dieses Jahr neu entstandenen Geschichts- und Wasser/Brunnen-OL erhielten mindestens einen Posten mehr.
Ein „Wasser“-Posten wird noch einmal geprüft. ... Er ist an Ort und Stelle, ringsherum Baustelle, die nicht alle immer korrekt eingezeichnet sind. Da sage ich mal: egal und nein und lasst mich in Ruhe.

11. Oktober 2019

Was es Neues gäbe, fragt mein Vater oft.

Sept. nördlich des Nordpolarkreises bei meiner Schwester
Es ist Herbst.
Die OL-Saison ist fast vorbei.
Im September konnte man im Botanischen Garten ... Posten K des Pflanzen-OL bestaunen. Da lässt sich viel mit Kindern, mit jungen Menschen machen. Wenn wir sie, wenn wir einander nicht sensibilisieren für die, für unsere Natur, uns selbst nicht mehr von ihr sensibilisieren lassen, dann tut es irgendwann sehr weh. Um es positiv und lyrisch mit Goethes Worten auszudrücken: Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.
Eine Kartographin und Geigenspielerin und Malende wollte das Pflanzen-OL-Angebot zu einem Geburtstag mit einer Gruppe nutzen. Tat sie es? Mutter, weißt du's jetzt?

In Oxford, wo das Leben nicht wegen politischem Hin und Her still steht, gibt es auch Stadt-Score-OLs samt Quiz, berichtete eine Bekannte.

Eine andere bekannte Orientierungsläuferin aus Chemnitz, aus Russland stammend, seit Jahren Deutsche wie ihre Kinder, meinte letzte Woche, sie wolle längst mal einige Dresdner Stadt-OLs ausprobieren. Schafft sie es noch? Die meisten haben ja alle soviel zu tun. Was (davon) ist wesentlich? Ich glaube fest, ich lebe nur einmal. Und dann gibt es Menschen, die von Langeweile reden. Gebt mir die Zeit, ich habe genug Ideen.

Und anderswo, nicht weit weg, alles auf unserer einen Erde, wie es keine zweite gibt, und die wir ausbeuten und ausbeuten, greifen Menschen Menschen an, töten und werden getötet, überfällt ein Land ein anderes. Was soll das? Und wie lange noch? Wahrscheinlich soll es nichts. Es geschieht, aber wir können es ändern. Es wird so oder so ein Ende geben. Mit oder ohne uns.

Ich könnte Lingnertafeln ergänzen. Es gibt einen Lingnerpfad in Dresden. Die am Lingnerschloss wird es vielleicht nicht auf ein neues Angebot schaffen, welches dieses Jahr noch zu einem Termin Anfang Dezember für eine Nutzung entstanden sein soll, weil das speziell werden soll.

Ich könnte immer wieder kleine Änderungen an Karten vornehmen und manchmal tue ich es.

Er zeigte ihr den Po, er hat auch einen, ist mit uns verwandt.
Gestern wurden Naturführungen vom Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V. für dieses Jahr noch geplant. Für Menschen von hier und anderswo, also kurz gesagt für alle (die laufen können und gut genug Deutsch verstehen, um auch was von den Erklärungen zu habenEs gibt ja doch immer Einschränkungen.).
Eine Führung werde ich, Wieland Kundisch, anbieten. Sie wird den Lehrpfad im Albertpark der Stadt nutzen, aber auch verlassen. Einzelne seiner Stationen wurden bereits zum Orientierungslauf-Frühlingsspaziergang 2017 im Mai genutzt, wo der Lehrpfad doch erst im Juni 2017 eingeweiht wurde.
Und wenn die neue OL-Karte dort fertig ist, soll das Angebot auch als fester Dresdner Stadt(wald)-OL hier erscheinen.

29. August 2019

Die alte und die neue Welt?

wieder ein Foto von einem fotografierenden Freund - F. H.
„Zu wenig“ Zeit ist Wertung, das Leben ist begrenzt und viele wollen mehr, als sie können?

Stadt-OL in Dresden und anderswo vor einer Weile.
Der Schüler_innen-OL wurde um ein Foto ergänzt, die „Grinsebacken“ (siehe Vorderseite) lockten zum Fotografieren.
Die Karte des Trimm-dich-OL (Bahnen extra) wurde für ein Training etwas überarbeitet.
Die Straßenbahnen fahren eine neue Ecke durch Strehlen, wo der Märchen-OL gemacht werden kann. Auch diese Karte wurde leicht angepasst, aktualisiert.
Genauso die Laubegaster, wo der Insel-OL um einen Posten ergänzt wurde.

Warum dürfen Dresdner Busfahrer behaupten, ihr Bus hätte 88 Sitz- und Stehplätze, wenn dem nicht so ist, sondern sie damit eine Nazi-Gesinnung zum Ausdruck bringen sowie direkt und indirekt Rollstuhlfahrenden und emigrierten Frauen mit Kinderwagen Eintritt in „ihren“ Bus verwähren, weil sie zu viel Platz einnähmen? Was ist da los, DVB? Man solle „sowas“ nicht hochspielen?

Mich schmerzt, wenn Ureinwohner und Zuwanderer/Ausländer meinen, der moderne, scheinbar zivilisiert Mensch, der Europäer in Europa könne sich nicht in sie hineinfühlen, würde ihre Naturverbundenheit nicht verstehen, genauso wie rassistische Ablehnung und Diskriminierung nicht. Doch, dass empfinde ich auch und mit, hört ihr!

Wie wird am Sonntag in Sachsen gewählt? Wir wissen es am späten Sonntag.
Italien war mal eine rechte Diktatur, wurde zum Glück gerade nicht wieder sehr rechts.
Großbritannien war mal groß mit seinen Kolonien, Ländern die es mehrheitlich ausnahm, und zerfleischt sich noch weiter im Sprung, im Austritt aus der EU?
(Italien baute einiges in Eritrea auf, England nahm einiges weg. Was die Länder nicht gut oder schlecht macht, es gab Zeiten, da war es anders.)
Im auch sehr schönen Frankreich wurden Kinder letztens noch gesellschaftlich anerkannt geschlagen.
Die beiden „Alliierten“-Länder haben nach wie vor viel Einfluss in anderen Ländern. Anders wäre Einfluss auf Länder, wenn es doch freundschaftlich geht.
Griechenland geht es besser, wird berichtet.
Deutschland wird wieder mal von seiner Vergangenheit eingeholt? Ein Kommentar von einer Frau dazu. Widerstand regt sich.
Menschen machen Länder aus.
Und die Erde „schwitzt“. Wir beeinflussen sie vielfältig. Wie lange trägt sie uns noch, „hält sie uns noch aus“?

OL machen wir Natursportler auch weiter und reisen nicht immer mit dem Rad an.
Am Samstag findet der 40. Tharandter Waldlauf statt, samt einer 40km-Strecke, die fast einem Stadt-OL gleich kulturelle Orte verbindet.
Andere Läufe werden ähnlich alt oder 25 Jahre oder entstehen neu wie der Ultratrailrun im Zittauer Gebirge mit Teilnehmer/innenlimit. Erster Meldeschluss ist am 31.8.
Pfade sind schön, Englisch ist hipp und top. Hat die englische Sprache zumindest und haben damit auch gewisse Denkmuster einen „kulturellen Wettlauf“ gewonnen?

20. Juli 2019

Alles ist immer ... unfertig.

Tat er von seinem hohen Ross aus gut oder nur prächtig?
Ich eilte am Rathaus vorbei, ein Zwerg lächelte mich an, den hatte ich hier noch nicht gesehen. Ich blieb stehen, hielt an und inne.
Um was geht es im Leben? Wenn einem einer oder eine diesen „Film“ erklärt, tut, als wüsste er/sie es, dann ist das Blödsinn. Der Zwerg ist jetzt jedenfalls im Kultur-OL nachgetragen wie Tafeln des Dresdner Revolutionsweges der FRIEDLICHEN Revolution am Ende der DDR, der nicht fertig wird, wie die Wiedervereinigung, wie Stationen des Kaitzbach-Kunstweges Mnemosyne im Märchen- sowie im mehr oder weniger Brunnen-OL.

Das Leben wird unter vielem anderem mit einer ständigen Baustelle verglichen. Dresden geht es gut, insofern es einer Stadt gut gehen kann, da wird immer irgendwo gebaut, werden nach wie vor Bombenlücken zugebaut. „Aus dem Augen aus dem Sinn.“ „Der Krieg ist vorbei“, tobt anderswo, „kommt schneller zurück, als du denkst, ...“, singt Judith Holofernes.
Wo sind all die Bäume hin? Stürme entwurzeln sie, sie müssen Beton weichen, Gebäuden und Straßen. Lehm und Holz sind gute Baustoffe, sie sind lange nicht so schädlich wie Metalle und anderes, brauchen zum Einsatz als Baumaterial weniger Energie, dämmen/isolieren, lösen sich ohne Gifte auf im Kreislauf der Natur.
„Schön gerade müssen sie wachsen, die Bäume in der Stadt und kein Blatt darf unten liegen (und zu Erde werden) und keine Frucht darf auf ein Auto fallen,“ sagt die bitterernste Ironie. Lieber zerschneiden wir die Luft mit einem Laubsauger und zerstören so die Erde.
Der Verkehrsstrom fließt, Flüsse, Adern der Erde versiegen. Jetzt, vorm Kollaps(?) „brauchen“ mehr und mehr Menschen ein fettes Auto, für noch weniger Platz im Gegenverkehr mit und beim Überholen von Radfahrern, für noch mehr tödliche(re) Unfälle mit Kindern, für noch mehr Klimatod.
Kinder dürfen nicht spielen, sollen lernen, ha, die lernen doch besonders beim Spielen!

Immer so weiter? Nein. Irgendwann ist Schluss. Kein Weg wird fertig, doch irgendwann ist Schluss. Ein Schuss, eine Bombe reißt eine Lücke (die viel später wieder zugebaut, verschlossen wird, falls das geht). Freunde sterben, verschollen, werden eingesperrt, gefoltert, ein Cousin stirbt sinnlos im Krieg, die Cousine ist geflüchtet und weint um ihn. Menschliche Gewalt.
Es reißt einen Menschen aus dem Leben, plötzlich, letzte Woche, letzten Monat, vor Jahren sprachen, scherzten wir doch noch, sahen wir ihn, uns, schlimm genug ist Krebs oder ein Unfall wie der Sturz von einem Felsen, weil ein Seil nicht hielt, wie und wo es halten sollte. Und alles, auch Krieg, ist „nur“ Natur?! Wenn Rassismus und andere Diskriminierung Natur ist, dann aber auch Moral, Ethik, Liebe.

Er strahlte und strahlt noch und tat (mit seinem Humor) gut.
Zur Erinnerung an einen Orientierungslauffreund wurde das 15. Dresdner Stadt-OL-Angebot in der Neustadt, wo er wohnte, nach ihm benannt. Es ist in der Inneren, er wohnte in der Äußeren. 15 Leute nahmen zur ersten Nutzung erfreut und dankbar teil, spazierend, rennend, und merkten Kleinigkeiten zu bessern an, Danke! Einer, der dabei seinen ersten OL machte, hieß Janek – wie der Verstorbene.
Der Janek-Leibiger-Orientierungslauf besteht aus über 50 Orten, ein paar wie das Glockenspiel (durchs Hören und auf Anraten einer Teilnehmenden) kamen hinzu. Posten 31, 43 und 64 sind Stolpersteine bzw. Stolpersteinstellen, die von manchen überlaufen wurden. Die Höfe um Posten 47 und 49 sind nachts geschlossen. Nachts leuchtet aber manches und gibt es auch Stadtführungen. Ganz sehr früher schauten Menschen nachts in die Sterne, heute gehen viele – wissenschaftliche Interessierte – in die Uni, andere und selbe ins Theater, in Museen, schauen Filme oder hören Konzerte wie beim Palais Sommer, der gestern begann, kostenfrei sei und mir doch etwas exklusiv scheint.

Die Stadt bietet und speziell die DREWAG bot „Schnitzeljagden“ bzw. eine „Stadtrallye“ an. Eine Orientierungsläuferin, die am Mittwoch den Stadt-OL abspazierte, erzählte, einer googelte bei einer derart angelegten Preisfrage, riet und gewann, war nie vor Ort gewesen. In dem Sinne: Achtung, die Dresdner Stadt-OLs kosten kein Geld und hier gibt keinen Scheiß zu gewinnen! Es geht darum, zu erleben, zu entdecken, wahrzunehmen, WAS DA IST und (wahr) war, sich zu bewegen, SELBST zu denken, nicht mehr und nicht weniger. Kultur ist und darf keine rein finanzielle Sache sein. Das mag „China“ vielleicht anders „sehen“, Gedanken sind eben auch Kultur. Sicherheit kann einengen. Freiheit heißt vor allem auch Verantwortung.

Wir überlasten die Erde wie uns selbst. Landwirtschaft sollte nicht in blindem Massenwahn, sondern klein erfolgen, wie es tausende Jahre funktionierte, eigentlich wissen das viele, wenn nicht gar die meisten. Und diese Vielen bzw. Meisten sind schon so viele, dass kaum noch im Kleinen alle ernährt werden könnten?

Die Mächtigen können am weitesten stürzen. Wie also mit ihnen umgehen?

Wir schlucken Medikamente und Wut, schimpfen, wenn jemand weint, anstatt ihn/sie/es in den Arm zu nehmen, zu trösten, hören immer noch viel zu oft Vorträgen anstatt einander zu in fröhlich-ernsten Gesprächen auf einer Augenhöhe, sehen und markieren und bewerten Unterschiede statt GEMEINSAMKEITEN zu FÜHLEN, wahrzunehmen, ernst zu nehmen, arbeiten und kämpfen gegen- statt MITEINANDER.

Wir Menschen sind eben nicht gleich, Gleichschaltung ist Tod, es geht u.a. nach meiner Prägung und meinem Empfinden um Gleichwertigkeit, nicht ums Bewerten, sondern ums Schätzen, ums Lieben. Wir sollten achten und nicht immer wieder denken, dass wir es besser wissen, können und nur korrigieren. Fehler (= Erfahrungen!) sollten Antrieb und nicht Bremse sein. Wenn wir offen für einander sind, erkennen wir, dass wir uns ähneln.

Irgendwann ist es vorbei, so oder so.

Ein Lieblingslied von Janek Leibiger, das Freunde von ihm zu seiner Beerdigung an seinem Geburtstag u.a. auf seiner Gitarre SPIELTEN, war Wann strahlst du? von Das Paradies.

4. Juli 2019

Vom (Ge)Brauchen und Verschwinden

Bauen, bauen. Bauen wir auch an unserer Menschlichkeit?!
Jugendeuropameister! Einer aus Deutschland, Dresden. Im Sprint-OL. Aus dem Verein, der das Projekt hier macht. Im Wesentlichen pflegt und entwickelt es dessen Heimtrainer. Er hat einige Trainer*innen. Es war seine Leistung. Ihm gelang sie. Zuviel Aufmerksamkeit ist zuviel. Aber dass in Dresden OL auch im Stadtgelände Tradition ist, spricht für den Titel.

Eine OL-Kinder- und Jugendtrainerin vom Post SV Dresden lobte und staunte, dass es schon ... 14 Angebote gäbe. Sie hätte sie ihren Kolleginnen, Bekannten empfohlen und zum Abschlusstraining der Kindergruppe vor den Sommerferien den Entdecker-OL genutzt. Damit sich die Teilnehmenden über das Postennetz verteilen, hatte jeder/jede einen anderen Anfangsposten, was für einige etwas weitere Einlaufstrecken zum ersten Posten bedeutete.

Auch beim USZ der TU Dresden hat OL im Sommersemester Tradition. Zum Studenten-OL-Kurs vor zwei Wochen wurde der Schüler-OL genutzt. (Ja, vielleicht kommt in den nächsten Jahren noch ein Studenten- und/oder Campus-OL hinzu.) Nur für die Form der Bänke half erst die Karte mit den Lösungen drauf. Ja, nach was sehen sie denn aus? Als Tipp: ein so naheliegender genauer Blick auf die/Vergleich mit der Karte hilft!

Zum Abschluss der diesjährigen Schul-OL-AG an eben jener Schule mit den Bänken (die AG wird fortgesetzt und mit ihr sicherlich die Nutzung etlicher der hier mehr und weniger festen Stadt-OLs) wurde Rainer Müllers Foto-OL genutzt. Ein Foto ist nicht mehr ganz aktuell, aber gerade das ordnet wohl jede/r richtig zu, der/die es (ver)sucht. Aber ist die 13 wirklich oben? Reicht Hochgucken oder muss man hochlaufen? Passt da (scheinbar) auch ein anderes Foto? Posten 8 liegt nach wie vor versteckt in einer Baustelle des Zwingers. Das Ende der Bauarbeiten wird für Ende des Jahres angekündigt.
Genauso der Bau am Blauen Wunder (der Übergang flussabwärts ist gesperrt). Nächstes Jahr im Winter soll, wenn es klappt, dort spazierend, wandernd ein weiterer festerer Stadt-OL entstehen.

Morgen wird die neue Straßenbahnverbindung zwischen Lenné- und Wasaplatz über den Bahnhof Strehlen eingeweiht. Damit sollten die vielen Baustellen dort auch langsam (ver)schwinden. Und dann könnte auch diese Karte wieder auf einen aktuelleren Stand gebracht werden. Könnte, weil die Zeit nicht reicht, um zu machen, was nicht unbedingt gemacht werden muss und will, wenn vieles anderes mehr drängt.

Im Zuge von Bauarbeiten wurde nicht nur die Innenstadt-Altstadt-Karte überarbeitet, sondern gerade auch durch die Entstehung des Geschichts- und Born-to-go-/Brunnen-OL der Denkmal-OL angepasst, wurden sie alle drei klarer gegliedert, ergänzt, optimiert. Und weil es so heiß war und wohl oder übel auch wieder wird, sind jetzt auch in allen die Trinkbrunnen als Getränkepunkte markiert.

Die wiederholte Nutzung des Pflanzen-OL zum Abschluss einer anderen Schul-OL-AG fiel heute kurzfristig aus. Zeit für anderes.

Was ist wichtig im Leben? Leben? Ist es sinnvoll? Weil/wenn es Sinn(e) (er)gibt?

Vor 10 Jahren (am 1.7.) wurde Marwa El-Sherbini in Dresden ermordet. Derzeit findet eine Gedenkwoche statt. Ja, benennt den Park vorm Landgericht nach ihr! Das ist das Mindeste. Rassismus und Gewalt gegen egal wen sind das Schlimmste, was Menschen Menschen antun können.

Demnächst entsteht der 15. Dresdner Stadt-OL (nicht ganz neu) der Art dieses Projektes. Auch als Andenken an einen viel zu früh gestorbenen Orientierungslauffreund ...