29. Dezember 2020

Die Rückkehr des Lichtes im Dunkeln

Freiheit ist kein Ort, sondern eine Straße im Westen Dresdens
Erster Plan war, dass der neuste und 25. Stadt-OL das Jahr 2021 einläutet.
Conny fragte, ob er diese Woche, in der 2. Weihnachtsferienwoche bereits angeboten werden kann.
Ja, lässt er das Schaltjahr eben auch schon ausklingen.
Laufen könnt ihr ihn also ab sofort und 2021.

Es gibt 3 Bahnen – und eine Gesamtpostennetzkarte für Stadtspaziergänger, denen die Reihenfolge der Posten und deren Anzahl nicht so wichtig sind.

Kurz 3,5km Luftlinie, 19 Posten
Mittel 4,9km LL, 29 Posten
Lang 6,3km LL, 39 Posten

Die Fragen, manchmal auch kleine (sportliche) Aufgaben zu den Posten könnt, aber müsst ihr natürlich nicht beantworten bzw. befolgen. Ganz wie ihr wollt. Wer nach dem Lauf seine Lösungen vergleichen möchte, dem kann ich meine auf Bitte zuschicken.
Die Objekte sollten meistens so eindeutig sein, dass sie ohne Extramarkierung schnell zu finden sind, welche dort eh nicht lange hängen würden und es an einigen Stellen von einigen Menschen aus auch nicht dürften.

In erster Linie geht es um Routenwahlen und Orientieren im urbanen Gelände wie bei den meisten Sprint-Orientierungsläufen. Die Strecken sind allerdings länger. Teilt euch also die Kräfte ein und stürzt nicht wild los, plant vor, schaut nach dem Verkehr und lauft vorsichtig (es geht nicht ums Gewinnen), besonders auch, wenn ihr im Dunkeln mit gedimmter Lampe lauft, um andere nicht zu blenden. Jede Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko.

Die „Postenbeschreibung“ (Fragen etc.) müsst ihr, wenn gewollt, euch extra ausdrucken und könnt sie so in die Postenbeschreibungshülle stecken, was einem OL unter Wettkampfcharakter näher kommt.
Die Frage etc. zu lesen ist dem gedanklichen Vorbereiten des Postenstandortes nicht unähnlich und fördert durchs Lesen beim Laufen die O-Komponente sowie Konzentration und Koordination.
Ihr könnt sie auch schon (im Gegensatz zur Karte/ Bahn) vorher studieren.

Sophie u. Tomi vor 10 Jahren im Osterzgebirge an der Grenze
Danke, Tomi und Sophie, für das zur-Verfügung-Stellen der Karte, die ich im Bereich der Posten im November aktualisierte – wer weiß, ob und wenn ja, wohin die Baustellen schon wieder zogen. ...

Start und Ziel befinden sich an der Haltestelle Hülßestraße, die von den Trambahnen 9 und 13 sowie von den Buslinien 64, 65 und 87 frequentiert wird.

Posten 61 (nur auf der langen Bahn) ist außer sonntags zwischen 8 und 20 Uhr momentan korrekterweise nur mit Mundnasenbedeckung zu erreichen, eine mögliche Route (Lang und Mittel) ebenso nur so zu laufen.

Allen einen guten Start ins neue Jahr mit genügend Schwung
Warum Sterne-OL?

Es gibt eine OL-Form namens Stern-OL: Start in der Mitte, Posten ringsherum, die (eher) einzeln von jenem aus angelaufen werden. Damit haben die Bahnen hier nichts zu tun. ...
Jedes Etwas bekommt von Menschen 1. Namen.
Sterne, weil 2. auch aus Prohlis ein Mann sinnbildlich nach ihnen griff, Astronaut (wie Juri Gagarin, bei ihm passender Kosmonaut, der beim Fenster-OL vorkommt) wurde er nicht, aber Astronom – er entdeckte einen Kometen (deren Partikel in der Atmosphäre verglühend uns als sogenannte Sternschnuppen bekannt sind), den davor ein anderer Mann berechnet hatte.
2.b Auf „seiner“ Straße wohnten eine Weile zwei schnelle OLer.
In Reick (am nordwestlichen Kartenrand des Angebotes) sind 3. zwei weitere Straßen nach Astronomen benannt.
Läuft man nachts, kann man 4. zum Glück selbst noch bei unserer Lichtverschmutzung (viele machen die Nacht halt wach halb zum Tag) ohne Wolkenabdeckung Sterne sehen.
Sterne sind 5. inzwischen oft unbeachtete wahre Highlights und (OL-)Stars 6. auch (nur) Menschen.
7. Unser Stern, die Sonne strahlte vor einer Woche so wenig wie nur einmal im Jahr auf die Nordhalbkugel (daher auch die Überschrift) und 8. selbst unsere Erde ist innen heiß wie ein kleiner Stern.
9. Klingt es mir schick.

Viel Freude am Laufen und Entdecken der durchaus spannenden Gegend mit Einblicken in die Vergangenheit und vielleicht ja mit eigenen, kleinen Lichtblicken!

wünscht Euch Wieland

18. Dezember 2020

Zurück zum Kern des Pudels

„POesie“ – ohne Kunst keine Verständigung ... Foto: F. Heckel
Bald ist Mittwinter,
die Wintersonnenwende in der dunkelsten Zeit
auf der Nordhalbkugel.
Heute ist Welttag der Migration.
Vor 8 Tagen war Welttag der Menschenrechte,
weitere 5 Tage davor Internationaler Tag des Ehrenamtes
sowie Weltbodentag.
Am 2.12. war Internationaler Tag der Abschaffung der Sklaverei.
...
Der Dezember ist voller (bei uns kürzer heller) Tage.
Was das bringe? Und mit (Dresdner Stadt-)OL zu tun habe?
Aufmerksamkeit.
Und wäre doch alles ohne Menschenrechte nicht möglich.
Und ohne Ehrenamt vieles nicht, z.B. viel Pflege.
Wir bleiben Zuhause, andere haben (zeitweise) keins.
Dabei teilen wir uns doch unsere Erde, solange wir leben.
Würden Menschen nicht unterdrückt und ausgebeutet ...
Manch zarte Blüte zwischen Schnee,
gar in Bombenlücken,
stimmt trotz allem zuversichtlich.
Und dass es weiterhin Schnee gibt.


handlungsunfähig: Manchmal bringt's, nichts/ wenig(er) zu tun.

Der Fenster-OL hatte bereits einige Nutzer*innen,
auch von Rad-Orientierern, die allerdings liefen,
und gerade in den Weihnachtsferien folgen wohl noch einige.
Einige Freunde lösten ihn mit spürbarer Freude.
Im Dunkeln ist er schwieriger, aber auch machbar.
Gerade den Wegzeichen-OL nutzten Orientierungsläufer*innen.
Ein paar Fortgeschrittene liefen zwischen den Kreuzungen
und Gabeln, den Weggabeln, quer.
(Nacht-OL-)Anfänger*innen blieben auf den Wegen.
Und ein paar Erfahrene wanderten Strecken und Posten dankbar ab.
Es existiert eine ältere OL-Karte des USV der Heide mit den Wegnamen.

 Läuft nicht – ohne Quellen kein (Weiter)Leben.

Ich nahm Anfang Dezember gleich kleine Korrekturen am Fenster-OL vor,
genauso an anderen Karten und Angeboten in der Stadt,
samt Ergänzungen.
(so am Insel-, Personen-, Skulpturen-, Fragen-OL)
Vor einem reichlichen Jahr wurden am Großen Garten
(Entdecker-OL) Stolpersteine verlegt, z.B. für Alfred Stein.

Zuletzt passte ich auch die Karte Innere Altstadt an Baustellen an,
nebst der dortigen 4 Angebote ...
Seit über 23 Jahren wohne ich in Dresden und entdeckte jetzt,
wer vor der Semperoper sitzt ...
Kurzsichtig (und ohne passende Brille) sieht man
entfernt weniger (scharf/ klar).
Der Gedenkraum der Sophienkirchruine ist fertig
– mit aktuellen Bezügen und Fragen zu Stille und Nacht ...
Einige Figuren und Brunnen wurden wieder abgedeckt,
dürfen Winterschlaf halten.
Einigen Zwingerfiguren sieht man an, dass sie restauriert wurden.

In der „toten“ Innenstadt sind derzeit mehr Krähen als Menschen.
Geisterstadt?
Wir „Zombies“ hocken und zocken noch mehr drinnen
oder gehen, fahren Rad, Auto, Bahn scheinbar mit uns selbst redend
– einige tragen elektronische Würmer im Ohr.
Wo führt das hin?
2 Atomkraftwerke in Deutschland sorgen für unseren Netzkonsum?
Sorry, ich „schweife ab“, wie ein Komet,
um wieder die Kurve zu Pudels Kern, zum Wesentlichen zu nehmen,
ohne jemals anzukommen(?),
weil mich meine eigene Fliegkraft treibt.
(Ja, weder Flieh-, noch Flug-, sondern Fliegkraft,
da Psyche eine eigene Physik erzeugt.)

Das nervt wen, versteht wer nicht?
Mich nervt und ich verstehe nicht,
wenn bzw. wie Menschen Müll im Wald hinterlassen
(ich meine hier nicht, versehentlich verlieren)
und das seit ich ein Kind bin.
Durch diese Idiotie bis Schamlosigkeit könnte ich ausrasten,
tat es aber nicht,
trug mehrfach Müll aus dem Wald,
zweifelte, weil noch viel mehr dort liegt,
und erstarrte,
als ich wen eine Dose in eine Schutzhütte pfeffern sah,
als sei sie ein Mülleimer.
„Da lag ja schon was.“
Und da stand ein Schild zur Schweinepest.


In Annaberg gibt es nächstes Jahr einen detailreichen Foto-OL,
ich sah einen Entwurf,
von Orientierungsläuferin Hanka Straube,
die für den Kreissportbund Erzgebirge für ein OL-Projekt arbeitet.

Im Saurierpark Kleinwelka,
in welchem mehrfach ein Nikolaus-OL stattfand,
gibt es seit Längerem ein Festpostennetz.

gelaufene Fenster-OL-Strecke auf einer Mountainbike-O-Karte
Das 23. Dresdner Stadt(wald!)-OL-Angebot steht.
- klein und fein
- im Kurpark Klotzsche,
in dem lange die 2. TU-OL-Kindergruppe trainierte.
- größter Bestandteil ist ein Erlebnispfad,
den es seit 2017 gibt.
= Kur-Forst-OL (Ja, das ist ein Wortspiel.)
Der nahe Kletterwald ist seit diesem Jahr viel weniger Wald
(wegen Borkenkäfern oder doch auch menschlichem Monokulturanbau)
und wiederholt geschlossen
(wegen Corona oder doch auch menschlichem ...
„Was kann der Mensch dafür, dass er heut' stürmisch ist?“)

und auf einer > 200-jährigen Karte – Technik macht's möglich
Es gibt/ gab weitere Themenlehrpfade in der Region
wie z.B. den Dohnaer Planetenweg
(mit Schildern auf der falscher Wegseite,
falsch aufgestellt, da in verkehrte Richtung weisend.
Vielleicht hatte ein Gartenbesitzer was gegen den Merkur
vor seinem Tor.)
oberhalb von dem
eine Eibe und eine Linde je 1000 Jahre alt sein sollen
– könnten auch etliche Jahre weniger Jahre sein,
aber 1000 klingt doch großartig.
In Bannewitz gibt es auch einen Baumlehrpfad
mit jungen Baumexemplaren.

Das 1. Stadt-OL-Angebot für 2021 wurde bereits getestet
und aufpoliert.
...

In den Weihnachtsferien nutzt das Kulturbüro der TU Dresden
voraussichtlich Rainer Müllers Foto-OL in der Innenstadt
für ausländische Studenten,
und zwar die jetzt auch englische „Variante“ (Aufgabenstellung).

25. November 2020

Advent, Advent, Fenster auf und lauf! – Wielands 16. Wichtel-OL

Ja, wer wohnt denn da, in der Kiefer drin?
Die wichtigen Veranstaltungen fallen nicht aus! Das war ein Spaß. Was ist – wem – wichtig?

Die Ideen sind nicht neu, ich freue mich sie umgesetzt zu haben und euch anbieten zu können.

Teil 1: ein Wege-Routen-OL durch die Dresdner Heide

Die Heide und viele Wege durch sie sind alt – hoffentlich noch lange. Und diese Wege tragen alte Bezeichnungen und alte Zeichen (rot auf weißem Grund), die früher zur Orientierung (ohne Karte) dienten. Die Zeichen werden regelmäßig nachgezeichnet, vielmehr nachgemalt. Es gibt z.B. ein Zeichen auf inzwischen Totholz, das ist stolze 285 Jahre alt. Dieses und andere bilden auf drei Strecken bis auf Ausnahmen – ohne Extramarkierungen – die Posten.

Wegkreuzungen und Weggabelungen sind eindeutige und einfache Postenstandorte. Für Nacht-OL-(Wieder-)Einsteiger (jüngere Jugendliche) reichen die. Ihr könnt die Bahnen natürlich auch tagsüber nutzen. Die Verbindungen ergeben über Wege und Pfade Routenwahlen, ähnlich dem Ski-OL und MTBO. Also schaut euch die Verbindungen für einen sinnvollen Trainingseffekt nicht vorher, sondern erst beim Rennen vor Ort an. Für geübte Orientierer*innen, denen Wege-Laufen „zu öde“ ist, ist das Angebot schlicht adaptierbar: Lauft mit dem Kompass quer und schaut, wie weit ihr links, rechts vom Ziel abgewichen seid. Wegen Zäunen ist ein direkter Kompasslauf nicht stets möglich. Vorteil beim Wege-lang-Knallen: ist man dazu in der Lage, kann man sie „langknallen“. ;-) Routenwahltraining ist im Sachsenkader beliebt. Zu zweit könntet ihr es laufen (z.B. Weg vs. quer). In der Postenbeschreibung stehen die Namen der Wege. In der Karte sind die Markierungsstellen mit violetten Extrapunkten an den Kreuzungen etc. versehen, um sie schnell zu sehen. Vor Ort findet ihr die Zeichen an Bäumen und lernt so einige kennen(, falls ihr sie nicht schon kennt). Weiß jemand von euch, wofür das HG des HG-Weges steht? Ich nicht (und nein, „Heiko Gossel“ wäre lustig, ist es allerdings nicht), fand aber heraus, dass HB-Weg sich von Holzbrückenweg ableitet.

Lang 5,8 km, 11 Posten; Mittel 4,5 km, 9 Posten; Kurz 3,9 km, 7 Posten (Angaben: Luftlinie)


Erfinder des berühmtesten „Fensters“ – in den Rechner
Teil 2: ein Foto-Fenster-OL durch das Wohnviertel Weißer Hirsch – inklusive Kurpark

Es handelt sich hier um keinen Fenster-OL im bekannten OL-Sinne, sondern um einen Stadt-OL. Die Sprint-OL-Karte von Heiko und Conny ist komplett (statt nur auf Kartenfenster reduziert) und auch möglichst aktuell. Auf den meisten Fotos, die sich relativ klein auf der Karte befinden, sind (u.a.) Fenster abgebildet. Die Aufgabe ist einfach: Posten anlaufen und Foto zuordnen. Ja, das geht sicher anfangs nicht so schnell wie OL mit SI Air+. Hier lohnt es sich durchaus vorher (vor dem Kartendruck) die Fotos schon einmal anzuschauen. Oder man geht diesen OL passend zum Dezember locker an und spaziert die Runde. Die Anlaufreihenfolge der Posten ist frei wählbar. Möglich ist sogar, jeden Tag bis Weihnachten und darüber hinaus bis zum „3. Weihnachtsfeiertag“ analog zu einem Adventskalender ein „Fensterchen zu öffnen“, d.h. den entsprechenden Posten anzulaufen. :-) Realistisch machen das aber maximal Leute, die im Gebiet der Karte wohnen. Rings um einen Posten wurde zuletzt wieder eine Baustelle eröffnet, man kann „ihn“ trotzdem sehen. Zu einem der 27 Posten passen zwei der 29 Fotos. Das 29. entstand knapp außerhalb der Karte. Läuft man alle Posten am Stück, kommt man (abhängig vom Anfang und Ende) durchaus auf 4,5 oder mehr Kilometer. Ein Vorabtestlauf mit zwei (Ski-)OLern musste wegen Corona verschoben werden.

OL = Oberlausitz, Oberloschwitz, ..., Orientierungslauf!

Wegen dieser Viren gibt es dieses Jahr keine Lebkuchen o. Ä. zum Wichtel-OL, müsst ihr euch also selbst verpflegen. Auch gibt es keinen Glühwein bei Conny und Heiko, aber ihr dürft überlegen, ob ihr ihnen eine Weihnachtskarte gleich selbst vorbeibringt.

Die Teilnahme untersteht den geltenden Schutzmaßnahmen.

Ihr dürft natürlich auch „nur“ einen Teil absolvieren oder beide mit größerer Pause dazwischen. Die Karten veröffentliche ich am Montag, 30.11.

Viel Freude und eine trotz allem bzw. gerade deswegen besinnliche Adventszeit wünscht Wichtel Wieland. Er nimmt wie immer auch gerne freundliche Rückmeldungen entgegen.

zu den Wegzeichen in der Dresdner Heide

zur Harzgewinnung (das Thema betrifft einen Posten auf der mittleren Bahn)

zum Verschönerungsverein Weißer Hirsch

17. November 2020

Offenes Gebet (ohne Jesus)

Herbst in Sápmi: die Anmut des Vergehens, Nebels, der Nacht
Ich verlange nicht, dass du mich verstehst.
Ich wünsche es mir.
Es ist mein Bedürfnis, ich muss es dir sagen, dich darum bitten, solange du nicht darum weißt.
Wenn du mich nicht verstehen willst oder kannst, höre ich auf, mich dir verständlich zu machen.

Es geht nicht darum stärker bzw. überlegen zu sein.
In der Natur ist alles auf Ausgleich aus, das ist ihr Gesicht.
Harmonie von Dauer wird nie vollkommen gelingen; mir ist, es geht darum den Versuch der Einigung mit zu leben, nicht blind, nicht kontrollierend, und sich für die Momente der Erfüllung zu freuen.

Du wirst deinen Schmerz nicht los, in dem du ihn anderen überträgst.
Du kannst ihn lösen und es gibt Menschen, die dir dabei helfen – manchmal ohne es zu ahnen.

Alle sind wir einander auch Spiegel, doch besonders sind wir alle auch wir selbst.
Ich könnte genauso gut auch du sein. Wenn ich dich also verurteile, verurteile ich also immer auch mich, einen Teil von mir.
Egal, von wem und was du sprichst, immer sprichst du von dir und aus dir. Tun wir es bewusst?!
Wahrheit: wiederkehrender Frühling, neu aufflammende Freude

Solange du von jemandem schlecht sprichst und meinst, dir ist Ehrlichkeit wichtig, kann ich dir das nicht ganz glauben, denn: Ehrlichkeit hat mit Ehre, mit Würde, mit Mut zu tun.
Achtest du einen Menschen nicht zuletzt und immer wieder auch zuerst nicht auch in deinen Gedanken, achtest du dich selbst nicht ganz und jeden, dem du begegnest und kennst.

Du bist nicht Schuld an deiner Angst, du bist mit Hilfe anderer für sie verantwortlich, für das, was du aus ihr machst. Vielleicht magst oder kannst du es (noch) nicht glauben, aber man kann sie in Liebe verwandeln.

Es ist wichtig zu verstehen, wie Missverständnisse entstehen.
Wer versteht, wird sich dem zuwenden, was ihm gut tut.
Wer nicht versteht, wodurch er seelisch leidet, anderen und anderem Leben schadet, weil er nicht verstanden wurde, und Verstehen nicht für möglich hält, verpasst sein Lebensglück.
Verstehen ist bewusstes im-Einklang-Sein mit sich und anderen, nie abgeschlossen, maximal am Lebensende.

Es ist nicht leicht.
Das hat wohl auch nie jemand ernsthaft behauptet.
Es ist möglich. Und sei die Wahrscheinlichkeit noch so gering.
ES ist z.B. das Leben und eine Wahrscheinlichkeit bist DU.
Im Grunde ist es einfach, teilt man nicht, steckt man nichts in Fächer, vielmehr alles in ein Fach bzw. lässt es dort. ;-)

Danke für Menschen, die mir gut taten und tun, die mich verstanden und verstehen, so dass ich lernte und lerne mir selbst gut zu tun und mich zu verstehen.
Danke für Menschen, die mich aus ihren Sorgen herausforderten, ich zu sein, die meine Grenzen verletzten, damit ich diese kennenlerne, wahrnehme und lerne mich zu schützen.
Danke für Kunst, die mir gut tut, ob Musik, Schauspiel, Bilder, Texte, die zeigen, was (wie) bewegt.

für alle, die sich gerade mal wieder selbst auf den Senkel gehen

Zum Dresdner Stadt-OL: Ab Dezember kann der 22. genutzt werden und im Januar voraussichtlich bereits der 23. Derzeit werden OL-Trainings wieder einmal individuell nutzbar angeboten.

Ein Orientierungsläufer, der Ende Oktober in Dresden Urlaub machte, wanderte den Baukunst-OL mit seinem 9-jährigen Sohn und dankte dafür. Sie könnten damit die Ersten gewesen sein, die ihn nutzten. Der Bekannte fand das Angebot für Touristen und als teamfördernde Maßnahmen geeignet.

Man kann OL in Coronazeiten noch mehr digitalisieren und überwachen oder man vertraut für Trainings und läuft die Orte an, um sie wahrzunehmen wie im Stadt-OL, als sie „nur abzuhaken“.

Zwei Vereinsfreunde, eine Mutter und ihr Sohn, nutzten letztes Wochenende den Märchen-OL, den ich vor zwei Jahren erstellte und inzwischen ein wenig aktualisierte. Der Jugendliche staunte: „Wie zum Teufel kennst du die ganzen kleinen Ecken dort, wie zum Beispiel diese Gartenzwerge?“
Der Teufel ist Hirngespinst, an die Wand gemalt, steckt im Detail und damit in unserer Welt, die unter ihm ächzt, aber nicht an ihm zugrunde gehen wird, weil sie alles ist und er im Grunde nichts.

29. Oktober 2020

Wellen, Barrikaden, Sorgen

Wie begegnen wir (Natur)Gewalt? Wie gehen wir mit Angst um, wie mit unserer Sterblichkeit? Niemand kommt heil raus, aus dem Leben.

Die perfekte Welle gibt es nicht, jede bricht, einige schlagen zu
Gewalt und Frieden
Ich werde gewinnen, sagte die Gewalt. Ich bin stark und du bist schwach.
Ich, sagte der Frieden, werde nicht gegen dich kämpfen.
Doch, drohte die Gewalt, ich werde dich angreifen und du wirst dich mit allen Mitteln verteidigen und keine Chance haben.
Wir
sprechen von uns, sagte der Frieden, du sprichst von dir, ich spreche von mir. Ich liebe, mich wird es immer geben, ich bin Urzustand und Bedürfnis aller und lerne mit Angst zu leben.
Da zerstörte und tötete die Gewalt den Frieden, als bräuchte sie keine Menschen, und der Frieden schwieg, wurde wiedergeboren und blühte neu auf.


Posten 50 des Baukunst-OL: Das Blaue Wunder wurde vor über 127 Jahren erbaut, hielt u.a. Hochwasser stand, wurde am Ende des 2. Weltkrieg fast zerstört von der sich zurückziehenden Wehrmacht und von mehr als zwei Bewohnern bewahrt. Am 30. Jahrestag der Deutschen Einheit demonstrierte eine kleine „Welle“ aus Heidenau sich im Recht glaubend auf eben dieser hellblauen Stahlbrücke und demonstrierten bunt und wütend, auch radelnd, viele mehr dagegen. Der Durchgangsfußverkehr, auch meckernder, befand sich auf der „Gegenseite“ der Rechten, als ließen diese, von Polizei geschützt, keinen bei sich zu, wenn sie das Sagen haben.
Unweit mahnt ein Zitat Schillers: „Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben. Bewahret sie!“
Auf eben diesem Schillerplatz ist am Dienstag, Donnerstag und Samstag Markt, kann man u.a. Brot aus dem nahen Tschechien kaufen. Noch etwas weiter steht eine Glocke, die für die neue Frauenkirche angefertigt wurde und deren Standort ich in die betreffende Karte nachtrug.

Ein OLer, der bei der Bundeswehr arbeitet, fragte letztens nach Dresdner Stadt-OL-Angeboten.

Alle Wände stehen auf Vergangenem
Die Stadt wandelt sich dermaßen schnell, dass manche (älteren) Menschen, die schon immer bzw. lange hier leben, sie kaum wiedererkennen. Baustellen, derzeit alte Gemäuer, da wo das neue Rathaus entstehen soll. Gegenwart, die auf Geschichte baut, die sie überbaut, die noch was von ihr zeigt. Der Geschichts-OL zeigt ein paar Hinweise zu Aufständen, Demonstrationen, zu Menschen, zu alten Gebäuden – ein weiterer Hinweis auf die ehemalige Sophienkirche wurde bspw. aufgestellt. Obdachlose … Menschen. Menschen, die Menschen verachten, umbringen.
Viren, Informationen, Bakterien, getarnt als „Wahrheiten“ schlecht tuende Meinungen verbreiten sich, Mutlosigkeit verbreitet sich, gut Tuendes verbreitet sich. Kontakte brechen ab, Chancen auf bewusste Lösungen gehen unter. Und so bleibt schweigsame Zeit, die Wunden vielleicht heilt.

Der Graupaer Naturlehrpfad ist fertig und geht in den Pillnitzer Weinwanderweg über. Auch der Archaeo-Pfad lädt zum (Kennen)Lernen ein.

Freude stirbt nicht, schweigt zeitweise, kehrt wieder wie Frühling
Auch im Harz, dem der Borkenkäfer derzeit sehr zusetzt, gibt es viele Wanderwege und (Natur)Lehrschilder. Ein Teil des Grünen Bandes führt durch ihn und ein Wanderweg an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die immer noch eine bildet.

Regenwaldvernichtung und menschliche, soziale Grenzen, die nicht geachtet werden – derzeit läuft ein Kinofilm zu Bruno Manser und seinem Wirken. Solange Kinos noch offen sind. Die Stimme des Regenwaldes Ein anderer Film der sich mit Menschen, ihren Gefühlen und Gewalt beschäftigt: Und morgen die ganze Welt Kunst ist nicht nur wichtig, sie ist (ur)menschlich, doch geht ihre Freiheit nicht über die, über unsere Menschenrechte – zum Schutz vor uns, vor menschlicher Willkür.

Die nächsten fünf Samstage sollen eigentlich bereits verschobene Naturtouren vor allem auch für und mit Menschen nichtdeutscher Herkunft stattfinden. Wie entwickeln sich allerdings die Rahmenbedingungen? Einschränkungen im Freizeit- und Kulturbereich, Menschen, die das nicht hinnehmen (können und wollen), z.B. im Gaststättengewerbe. Meine Wanderung führt am 7.11. über den Heller und durch Hellerau (Garten-OL) – mit maximal 10 Teilnehmer*innen – oder nicht?