9. Dezember 2025

Zootiere, Stadtbäume und Naturzerstörung, Menschenrechte, Menschenliebe und (unge)rechte Menschen

Was übrig blieb, (Geschichte der) Spezies Mensch


"Fühlen Sie Ihr Herz, wenn Sie keine Maschine sind?! - Ihre KI"

Ich habe "den Zoo" aktualisiert, "den Dresdner", die Karte, nachdem ich mit meinen Nichten im neuen Orang-Utan-Haus war, in dem z.B. auch Otter wohnen, auch "draußen drinnen", weil das Haus einen runden Innenhof hat. Sich Zeit nehmen, die Tiere zu beobachten, ihr Verhalten wahrzunehmen.
Wie geht es ihnen?
Sie zeigen kein (gänzlich) natürliches Verhalten in künstlicher Umgebung.
Verwirren wir Menschen sie?
Es gibt nicht mal Alphawölfe in freier Wildbahn, erfuhr ich. Und ein Tiger versteckt sind, mag sicher kein Schaulaufen in kleinem Gehege, auch wenn diese besser sind als vor Jahren.
Sind Tierfilme besser, Safaris?
Ich fing an den Leipziger Zoo zu kartieren, dachte mal wieder, ich mache dies mit einem (weiteren) Besuch fertig. Nix da. 2026? ... Dort wird viel gebaut, für Tiere, besonders wohl auch die Tierart Mensch, die gafft oder auch beobachtet.

Die Affenforscherin Jane Goodall starb am 1. Oktober diesen Jahres und hinterließ sensible Einsichten und kluge Ansichten: Ein Bewusstsein für die Umwelt beginnt damit, die Schönheit der Natur zu erkennen.

eine unbeschädigte Bank, auf die ich (mich) setze


Vielen Leipziger Stadtbäumen geht es nicht gut und nicht nur denen.
Ende November, nachdem ich bei lieben Menschen dort war, rannte ich durch Leipzig und bekam zum Glück keinen toten Ast auf den Kopf. wodurch schon Menschen ihr Leben verloren.
Leipziger OLer überlegen, die Stadtbäume mit deren Plaketten als Festposten(netze) zu nutzen. Einer von ihnen kümmerte sich bereits um das Baumverzeichnis im Netz.
Alle Fotos dieses Dezember-Berichts entstanden über 1,5 Jahre in Leipzig.

Hat die Weltklimakonferenz in Brasilien etwas Richtung Klimawandelabbremsung gebracht - dafür das sehr viele hinflogen?
Die gehörten marginalen Ergebnisse ernüchtern. Den (Einfluss)Reichen scheint es, Erhalt ihrer Macht gebracht zu haben. Anscheinend gehören Förderer der fossilen Energien zu den Gästen oder laden sich selbst ein. Aber es gibt auch immer wieder Widerstand und (friedlichen) Protest und Einsatz für den Erhalt der Natur und besseren bzw. weniger schädlichen Umgang mit ihr, schließlich uns selbst.
Sehr alte Bäume werden gerodet, auch in Deutschland, auf einem Schulhof, gegen Widerstände.

Und, bist du 's? Glücklich, in der Welt, trotz Mist.
Warum ist die Bahn in Deutschland marode? Das ist keine Flachwitz- oder Fangfrage. Weil die Auto- und Flugzeugindustrie mehr unterstützt wurde - und weiterhin wird. Dabei ist Bahnfahren udn Busfahren noch das, was am verträglichsten ist, um über weite Strecken mobil zu sein. Und auch das Angenehmste, finde ich.
Radfahren und Laufen strengen an, ja, aber sind gesünder, solange man nicht überfahren wird.

Wir fangen so viel an, zu bauen, zu produzieren, überblicken es immer weniger. Wissen wir, wohin mit unserem Atommüll? Ja, der gehört uns, den haben wir produziert, auch wenn wir ihn nicht wollten. Und die Wunden in der Erde, die wir hinterlassen, sie bluten aus und dann ist da kein Leben mehr (möglich), dann vertrocknet ihre "Haut". Sie, Mutter Erde, wurde ausgehöhlt, von uns Menschen.

Beton statt Bäume; Platz  für kein schönes Spiel
Ich hasse den Kapitalismus.
Das bringt zwar nix außer noch mehr Schlechtes, aber es beschreibt etwas.
Er schadet vielen und wenigen nutzt er - scheinbar(!). - Auch sie sind im Grunde Verlierer, deuten es aber falsch.
Viele Menschen rennen zum Black Friday, der sich über mindestens eine Woche zieht. Sie rennen nicht wirklich. Und sie denken auch nicht wirklich weit, fühlen nicht, oder?
Günstige Klamotten sind nicht günstig, wenn man bedenkt, dass sie nicht lange halten und riesige, giftige Müllberge werden.
"Ist ja woanders." Nein, Leute, es ist auf dieser, unserer schönen, zerbrechlichen Welt.
Und Menschen werden als Arbeitskräfte für den kurzlebigen Krempel ausgebeutet, der super lange Müll ist und sich als Mikroplastik überall, also auch in uns verteilt, uns krank macht.

Europa sei rückständig, da lenken noch Menschen Taxis, nicht wie in Kalifornien.
Und China hat ja so aufgeholt und dort ginge es immer mehr Menschen immer besser. Ja, die beuten aber auch ihre eigenen Leute aus und was heißt, besser gehen?
Kritik muss möglich sein, ist es dort z.B. nicht, da werden Zweifel unterdrückt, niedergeschlagen. Die USA und Europa haben Mitschuld, weil sie die großen Absatzmärkte sind, und sie luden schon viel eher Schuld auf sich mit Kolonialisierung. Und diese Macht weicht nun dem großen "Drachen" aus dem Osten. Und das macht sie, uns (aus Angst) aggressiv.
Schuld bringt nix Gutes, aber es beschreibt Tatsachen - und Gefühle.

Auf dem "freien" Markt werden die Menschenrechte verkauft.
Ist er frei, wenn einzelne (Einfluss)Reiche bestimmen, diktieren - und nicht die Politik im Sinne eines Gleichgewichtes (genug) reguliert, damit GestaltungsFreiheit der Einzelnen, die anderen nicht schadet, möglich ist? Das wird angeblich gemacht, sicher, aber halbherzig, weil die andere Herzhälfte am Geld hängt.
Wir hängen unser Herz nicht an die Freude? Nein, dafür pocht die Angst zu laut durch unsere Adern?
Nein, der Markt reguliert sich nicht "selbst", "er" verkauft Menschen, Menschen verkaufen sich und andere.
Wir Menschen sind "schlecht" - und moralisch!
Und sich nicht zu wehren, kann gefährlich sein, wobei ich weiß, dass Widerstand, um bei sich zu bleibe
n, schwer sein, bis unmöglich gemacht werden kann.

kein Opfer falschen Rechts sein wollen
Warum stellten Täter der NS-Massenmorde Totenscheine aus, warum logen sie auf diesen, was Todesursachen und auch -orte anging, warum verheimlichte man? Aus Scham, aus einem übel beißenden Gewissen(srest) heraus, weil man wusste, dass andere es ihnen moralisch vergelten würden? (Freude und Gewissen scheinen nicht totzukriegen zu sein!)
Warum gab es so viele Mittäter? Weil es einfacher ist, sich anzupassen, an die Masse?

Am 9. November stand ich abends an zwei Stolpersteinen. Für eine Mutter und eine Tochter, die selbst Mutter wurde, Felicia Glückmann und Helene Zucker. Felicia wurde enteignet und starb nach Zwangsumsiedlung und Erkrankung 82-jährig. Ja, auch das war Mord. Helene wurde kein Jahr später in Riga als eine von vielen erschossen. Ihr Sohn, der sich das Leben nahm ("angeblich nach einer Fehlinformation über eine nicht bestandene Prüfung") war ein Freund Kästners. Macht das deutlicher, dass diese Menschen lebten, litten, durch Gewalt, die aus Dummheit anderer entstand, gar daran starben?
Was werden sie zuletzt über die Welt gedacht haben?
Ich habe eine Sportfreundin aus Lettland (Hauptstadt Riga), die eine Tochter hat.
Um sich einen Hauch der Gewalt vorzustellen, lest das Schicksal einzelner und fühlt, verflixt noch einmal!
Eine "grüne" Frau am Stolperstein erzählte, dass ihre Tochter in einer 8. Oberschulklasse inmitten von Neonazis sei und sich aus Angst lieber etwas anpasse.
"Nackt unter Wölfen" sollte Pflichtlektüre sein und ein Besuch in Pirna Sonnenstein oder in der Burg Hohnstein von Dresden und dem Umland aus.
Wölfe sind ein Witz gegen Menschen. Wir Menschen wirken manchmal so unfähig und können so unbarmherzig sein.

Ich aktualisierte meine Karte "Äußere Neustadt", ergänzte dabei einen Gedenkort ganz im Osten des Gebietes für den Stell-dir-vor-OL an die Zerstörung Dresdens als Folge vom Krieg-in-die-Welt-Bringen.

Es soll eine App aller 90.000 in Deutschland verlegten Stolpersteine bis Ende 2027 geben, hörte ich im Radio.

im ertragbaren Schatten, null Sumpf
Ich aktualisierte/korrigierte auch ein wenig im nördlichen Bereich der Johannstadt, als ich bei einer Gedenkverantstaltung zu Anna Joachimsthal-Schwabe auf einem Friedhof beiwohnte, wo eine Frau erzählte, dass vor reichlich 80 Jahren Menschen wegen des Besitzes einer Tomate hingerichtet wurden oder wegen des Kaufes eines Radieschenbundes, weil sie sukzessive aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden.

Heute hörte ich, dass ein Rechtspopulist in Tschechien, welches ich für den OL und viele natürliche Orte dort liebe, Ministerpräsident wurde. Mit Unterstützung einer Autofahrerpartei. "Ja, unterstützt mal endlich mehr die armen Autos!"
Das Asylrecht der EU wird immer mehr ausgehebelt und ausgehöhlt.

Auch weiter weg scheren sich die Mächtigen und Unterdrücker nicht um Menschenrechte, z.B. im Iran und in Afghanistan. Deutschland hält sich nicht an Zusicherungen für den Schutz, die Aufnahme von gefährdeten Menschen.
Durch Umstände sah ich spontan den im Ausland produzierten Film "7 Tage" (in Georgien gedreht, wo auch "die Falschen" an Macht gewannen), in dem es um eine Aktivistin der Frau, Leben, Freiheit-Bewegung ging, um ihre Familie, Flucht versus Kampf gegen das Regime.
Geflüchtete Menschen haben immer ein Einzelschicksal. Russland und Weißrussland schafften künstliche Fluchtrouten von Asien aus und setzen darauf, dass Ukrainer/inenn fliehen.
Was ist das für eine Welt?!

Frau mit Vogel; Stein, Kunst
Der Familienunternehmer-Verband akzeptiert im Mindesten, sich der AfD zu öffnen. Bei Rossmann, was sich aus dem Verband löste, kann man als AfD-Kritiker noch einkaufen, Müllermilch schon längst nicht mehr, da der Chef schon lange mit streng Rechten und mit dieser verschrobenen Partei sympathisiert.
Die AfD mäßigt sich nicht, sondern radikalisiert sich, ihre neue Jugendorganisation, nachdem die alte aufgelöst werden sollte, hat einen Rechtsradikalen an der Spitze. Was ist das sinnlos! In diesem Land will eine Masse diese Arschlöcher an der Macht haben und ich befürchte, sie sind erst wieder, wenn es zu spät ist, aufzuhalten. Wenn die Masse wieder mal gemerkt hat und sich nach Scham und Verdrängen eingesteht, dass die Weiße Rose z.B. keine Linksradikalen sind, sondern junge Menschen mit Gewissen und Anstand, die auch nach ihrem Gewissen handeln. Kant: Die Menschen sind mit ihrem Gewissen gerne passiv. Ich merke es an mir selbst. Es ist leichter, Problemen aus dem Weg zu gehen. siehe Klimawandel - Aber "das Problem" ist, dass dieses Problem und andere große Probleme uns nicht aus dem Weg gehen, auch wenn wir es versuchen.

(Straßen)Kampf um Namen, Frauenrechte, Leben
Antifaschismus und Feminismus und selbst Naturschutz sind eins und eine Reaktion auf das patriarchale, rassistische, nationalistische und kapitalistische Übel in der Welt und zumeist harmlos, weil sie ja eben nicht das Gewaltmonopol suchen, sondern suchen zu "zerschlagen", aufzulösen. Ein Vergleich zwischen Rechts und Links genauso wie zwischen Patriachat und Matriachat wird daher immer humpeln. Die Linke ist mit anderen und einer Opposition regierungsfähig, die Rechten würden Widersprüche/Widersprechende "ausrotten", sie taten und tun es an der Macht immer wieder. Brachial bzw. banal ausgedrückt: Leute, den Scheiß hatten wir schon und Massen wurden denunziert und ermordet!
Daher: Frauen(rechte) gegen patriarchale Gewalt! Unterstützen - für Gleichwertigkeit, für echten Frieden. 
Rund jeden Tag wird eine Frau in Deutschland ermordet (Femizid). Die Gewalt an Frauen steigt, so wie andere, z.B. rassistische Übergriffe und welche gegen Journalisten*innen. (Vor einige Jahren war der Trend noch umgekehrt.) Das ist auch ein Beweis für mehr Aggressivität durch Angst vor Abstieg, Machtverlust.
Bei der Demo am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11. wurden in Dresden auch viele andere Länder mit Fällen erwähnt: Dominikanische Republik (wodurch der Jahrestag der Ermordung dreier Schwestern 1960 für den Schutz von Frauen vor Gewalt gewählt wurde), Sudan, Mexiko, Polen, ...
Ein Kritikpunkt an progressiver Politik wurde mir wiederholt bewusst: sie ist teils elitär, abgehoben und das ist fatal, spielt rechts außen zu, weil sich Abgehängte, Ausgeschlossene bei steigender Unzufriedenheit dann dorthin bewegen, wo man sie "willkommen" abholt, aber nicht nachhaltig unterstützt, unterstützen wird. Aber man füttert ihre Sorgen und schlachtet und nimmt diese aus.

Großeltern der Handys  Wann telepathieren wir?
Ein Freund zitierte auf seinem Blog die Kapitel eines Buches, die wie durcheinander gewürfelte schöne Wünsche klingen und eine anarchische Verfassung bedeuten können. (Anarchie = Herrschaftslosigkeit, ungleich Chaos) Nur bei "Krankheit" in dem seelischen Zusammenhang sträubt sich wieder etwas nicht nur in mir. Trauer ist Trauer und so sollte sie einfach sein dürfen, Zeit haben dürfen, Trost finden dürfen. Ich bin auch nicht hochsensibel, zuweilen vermisse ich meine eigene Sensibilität. Vielleicht ist "die Masse", sind viele (der Privilegierten in den reichen Ländern) längst abgestumpft - von Netflix und Weihnachtsmarktglühwein unterhalten, unten gehalten. "Gebt dem Volk so viel Geld/"Kaufkraft", dass es nicht aufbegehrt, aber so wenig, dass es keinen wesentlichen Einfluss nimmt auf die Geschäfte und Entscheidungen "der Großen"" - die nicht nutzlos sind, weil sie ja
sich nutzen, aber dabei vielen anderen schaden.

nicht Rennen verboten; heißt: Beete nicht betreten
Die Welt ist groß, die Welt ist schön und eben auch schrecklich, schrecklich und schön.

Viele Menschen mit Migrationsgrund halten "unser" (wessen?) Land am Laufen. Viele Ehrenamtliche genauso. Am 5.12. war Tag des Ehrenamtes.
Alle, die in diesem Land leben - und arbeiten (verstehst du die Sprache der Bauarbeiter auf deutschen Baustellen?), gehören dazu. Wer anfängt auszuschließen, ist des Teufels Fratze.

Ja, ich mag meine Sprache, in der viele weise Gedanken formuliert wurden, ich bin (noch) sehr dankbar hier zu leben und für Errungenschaften, die hier erfolgten, gelangen, für einige deutsche Geschichte, wie den friedlichen Mauerfall, dem eine friedliche, aber entschiedene Revolutionsbewegung vorausging, auch wenn danach manches, vielleicht vieles nicht gut gemacht wurde, sondern der Kapitalismus seine Reißzähne in den Osten schlug und vergrub.
Vielleicht ging die Wende mit viel Glück und Hoffen friedlich, weil die DDR in der BRD aufgehen konnte, was bei anderen Ländern nicht möglich ist?
"Auf Fritzis Spuren - Wie war das so in der DDR?" ist eine international ausgezeichnete, fantasievoll gestaltete 6-teilige (je knapp 15min) Doku für Kinder und Erwachsene, die noch zu sehen ist.

Streber? Ne, Schrebergärten
Meine Mutter freute sich mit der Wende, dass ich nicht zur Armee müsse. Ich will niemanden erschießen. "Das will doch niemand." Aber es wird gemacht!!
Ich bin für Verteidigung (Wehren), aber Wehrpflicht ist wieder ein Schritt Richtung Unfreiheit und Drill und die Verteidigung (tut Russland laut Putin) kann zum Angriff übergehen. Militarisierung für den Frieden? Welcher Frieden? Trump schreit, gebt Geld für Rüstung aus, Putin sagt es nicht, aber diktiert es durch seinen Krieg und wir machen es.

Und die KI wird für Missbrauch gebraucht und als unvermeidlich und Fortschritt hingestellt und wir jagen ihr nach, als gäbe es kein Morgen und damit könnten wir recht behalten.
Sie lernt viel langsamer (ja, langsamer) als ein Kind. Kein Kind durchkaut die ganz Weltliteratur mit unvorstellbaren Energieeinspeisungen, um dann Falschaussagen zu machen, weil diese ihm einer eintrichtert, einprogrammiert oder die Datenlage mal dünn ist. Wir sind uns ähnlich, aber uns trennt das Elementarste: Leben.

Sicher ist sicher nicht sicher.
noch mal noch mehr zum (Stadt-)OL:
Kartenlehrgänge erlebe ich in einer Ambivalenz der Gefühle: Toll, was da inzwischen alles technisch geht und die Arbeit erleichtert und die Karten präzisieren lässt, aber auf welche Kosten und mit welchem Mehraufwand, (technischen) Erneuerungen und Know How. Gewinnen wir, wenn wir den Pfad zum Fluss asphaltieren oder verlieren wir nicht auch? Wenn wir Laufschuhe mit tollsten Sohlen kaufen und den Kontakt zur Erde verlieren? Lichter einschalten, um die Nacht durch wach zu bleiben, aber den Kontakt zum Sternenhimmel verlieren?
"Ja, früher wurden sie nicht so alt." Was ist ein langes Leben ohne Tiefe, ohne Gefühle, unerfüllt wert? Und ist mein langes Leben, das kurze, arme von zig anderen Menschen?

Den Kneipen-OL und Brücken-OL machten nicht so viele mit (etwa 14 bzw. 24), aber die, die mitmachten, taten es gerne (besonders auch Kinder, was mich freut) und teils strahlend. Und ich bot die OL an, weil ich sie erstellen und anbieten wollte.
Mein Wichtel-OL schloss mit einem Lagerfeuer bei Vereinsbekannten. Ein Gast erzählte anderen Gästen von seinen AfD-Avancen, was mich im Nachhinein wütend machte. Ja, man müsste, muss im Gespräch bleiben, ins Gespräch gehen, aber bei Demokratie- und Menschenrechtsfeinden weigert sich in mir dabei viel. "Nein, sind wir doch nicht, aber ..."

Blumen sind unkartierbar, vergänglich, lebendig.
Der Katzen-OL erhielt zwei neue Bahnen: "Catwalk" und "Streuner" (2. etwa 5,1 km ideale Laufroute), da der Hort der 8. GS in den Winterferien dieses meiner Stadt-OL-Angebot nutzt.

Für das Epilepsiezentrum Kleinwachau habe ich bereits einen Foto-OL angelegt, die (neue) Karte ist halb erneuert, wird 2026 für einen Schul-OL dort final. Eine alte Karte gab es bereits.

Der Post SV Dresden wurde dieses Jahr 70 Jahre alt und zugleich die Abteilung OL in ihm 50 Jahre. Für die Beteiligung am sports day im September entstand ein kleiner Foto-OL im Ostragehege, der jetzt auch in der Dresdner Stadt-OL-Übersicht zu finden ist.

Dieses Jahr verschenke ich noch zwei (halb) erstellte OL-Karten zu Geburtstagen, darunter ein Stadt-OL.

Zuvor biete ich noch den AussichtsReich-OL als Rahmenprogramm unserer erstmals - aus forstlichen Gründen - in den Dezember verschobenen Vereinsmeisterschaft an.

24. November 2025

Wielands 21. Wichtel-OL schlägt Brücken

Durchlass
Keine Sorge oder tut mir Leid: mein Brücken-OL bietet keine 2 Ebenen.
Auch bringe ich keine künstlichen Brücken (wie bei der Sprint-EM in Belgien) raus in die nächtliche Heide. Abgerissen habe ich aber auch keine für mehr Routenwahlproblematiken.

Und ich muss euch noch mehr enttäuschen: Die allermeisten "Brücken", die als Postenstandorte dienen, sind nicht mal welche, sondern lediglich Durchlässe. Aber Druchlass-OL klingt blöd.
eine Prießnitzbrücke

Auftakt Wald-Nacht-OL-Training 2025/2026
Mittwoch, 3. Dezember 2025
Treff: ab 17 Uhr
17:23 gemeinsames Loslaufen zum 500m entfernten Start
17:30 Massenstart (falls ihr eine Masse werdet)
Zieleinlauf bis 18:30 bzw. für die, die sich Elite nennen, bis 19:00
Zielschluss: 19 Uhr
Also bitte Uhr mitnehmen!
Treff und Ziel: bei Holfeld, Heidemühlweg 41
(Der Heidemühlweg kreuzt die Oybiner Str., die nach Oybin benannt ist, das bzw. der (Felsberg) vom SAXBO bekannt ist und nächstes Jahr dort im besonderen Maße eine Rolle spielt. ... :-)
hier
Gemäuer
Anreise mit der Linie 11 bis Endhaltestelle Ullersdorfer Platz und dann noch 500m laufen
Fahrräder dürft ihr im Grundstück abstellen, am besten trotzdem anschließen!
Autos in den Nebenstraßen vorher parken, da die Waldzufahrt offen bleiben soll - das Forstrevierhaus steht schräg gegenüber vom diesjährigen Wichtel-OL-Quartier.
Sachenablage im Grundstück, bei Regen/Schnee/erst recht bei Schneeregen (das klingt doch einladend! ;-) im Unterstand

Zielbrücke
2025 keine Postenhatz?
Ja, aber sowas ähnliches.
In der Dresdner Heide gibt es über 260 Brücken, las ich in einem dicken Buch über unseren Heimwald. Wobei es sich unter 2m Breite/Weite, also meistens, um Durchlässe handelt.
Brücken verbinden, überwinden Gräben.
Um einmal diese kleineren bis größeren Bauwerke in den Fokus zu nehmen, die Wasser ein Weiterlaufen/Fließen (insofern nicht ausgetrocknet) und Menschen ein "Überwasserlaufen" ermöglichen, sind alle Posten "Brücken", was wiederum heißt, dass alle Posten über Wege angelaufen werden können, was ich in dichten Waldbereichen und für die Neulinge, die auch gerne als 2er- bis 3er-Team laufen können, überhaupt empfehle.
Das Ganze findet als Score statt.
42 Reflektorposten - richtig gelesen, 42
Darum habt ihr 60 oder 90min (Elite) Zeit. D.h. auf den Wegen dürft ihr auf die Tube drücken, also es darf ein schneller Dauerlauf mit relativ einfachem O werden - aber zum Einstieg müssen die Wegabzweige im Dunkeln auch erst einmal richtig genommen werden! Die Idealstrecke misst etwa 13km.
Wer alles schafft, bekommt einen Preis.
Wer die Maximalzeit überschreitet, bekommt Lebkuchenabzug.
Wenn sich so viele Leute wie Posten melden, statte ich die Zweitere mit SI aus und dürft ihr euch mit einer SI-card ausstatten. Dann wäre das der PrOLog zum Night-Cup.

Wichtel-OL-Gastgeberpaar beim Schweizer Mountain Marathon 2003(?)
so oder so: Im Ziel gibt es warme Getränke,
etwas Vorweihnachtlich-Süßes, wie es zum Wichtel-OL Tradition ist,
und, wie es unter den Coolen hot ist: ein kleines Lagerfeuer - außer, es (schnee)regnet.

Karte: Haarweidenstausee und Umgebung, Stand größtenteils 2025, am Rand auch älter und ein wenig lückenhaft (aber in den Lücken sind kaum Brücken), OSV Dresden, 1:10.000, 5m Äquidistanz, Normalpapier, wer braucht, bitte Kartenhülle mitbringen - Karte darf vor dem scharfen Start in Ruhe eingekartenhüllt werden.

Wenn ihr jetzt noch ganz motiviert seid, bringt ihr noch etwas kleines Eingepacktes mit, mit OL-Bezug oder auch nicht, was ihr nicht mehr braucht, aber auch nicht wegschmeißen wollt, und tauscht es am Lagerfeuer (oder im Schneeregen) mit einem anderen, einer anderen, der/die was mit hat. Wichteln nennt man das. Und wenn ihr dann beim Auspacken grinst, hat sich der Wichtel-OL schon gelohnt.
Auf dem Weg: Der Wichtel-OL-Trainingszentrums-Gastvater hat am Folgetag Geburtstag. <):-)>

Meldung intern unter ol-in-dresden oder direkt bei Wichtel Wieland

20. November 2025

Stadt, Wieland, Fluss ... Pulsnitz

Große Röder bei Kleinwachau, Bachlauf, OL folgt, Foto M. Sch.
Jetzt drücke ich auch noch Pulsnitz meinen "Stempel" auf. Pulsnitz, kriechendes Gewässer.

Da stehen einige interessante Skulpturen im Park und Figuren in der Stadt. Auch ein paar Lebkuchenfiguren. Postenkreiste ich die ein? Vielleicht, vielleicht nicht. Lebkuchen. Pfefferkuchen. Es gibt beide. Früher waren die nach Nudeln meine Leibspeise. Lebkuchen. Beim Langlaufen. In schneeweißer winterlicher Frische war mir das die beste Energie.

eine Tafel weise Zartbittersüß bitte
Und es gibt etliche Infotafeln zu Kultur und Geschichte des Ortes und der Umgebung samt Natur. Und Tafeln mit Sinnsprüchen, die anlässlich Neugeborener mit jungen Bäumchen in die Erde "gepflanzt" wurden. Die im Gebiet der Karte, die ich maßgeblich (mit) erstellte, schaute ich mir genauer an. Tafeln assoziiere ich schnell mit Schokoladentafeln. Und Schokolade ziert einige Lebkuchen, passt also auch zur Pfefferkuchenstadt, in der heute über 150 Leute dem OL frönten, inklusive einiger zum ersten Mal.

Und so erstellte ich mit der Karte gleich noch zwei Pulsnitzer Stadt-OL für Genießer*innen, die nicht nur durchhetzen (wollen). ;-)

25.11.: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Gendern, ja, nein, langsam traue ich mich das gegenüber manchen, gegenüber dem Land, dem Ländlichen nicht mehr, obwohl es gerade da umso wichtig ist. Wer alle anderen zwischen starren Mann- und Frauenrollenbildern ausschließt, schafft diese engen Gebiete, aus denen Menschen ausbrechen müssen, um frei zu sein.

Auf eine der Spruchtafeln schmierte wer "Jude", als sei es ein Schimpfwort, das es für einige war und ist. Informationsschrift wird negativ in stählerne Tafeln gestanzt (oder wie geschieht das?), um Vandalismus nicht zum Opfer zu fallen.

In Japan haben sie weder Mülleimer noch Müll in der Öffentlichkeit. Wenn es Anstand hat, braucht es keine Nachsorge.

Du siehst aus wie Sid.

Ich habe Vorurteile gegenüber dem Ländlichen, wo eine Mehrheit die AfD wählt und so Ja zu Nazis sagt, auch wenn einige derer Nein meinen und sich endlos angegriffen fühlen, obgleich die Nazis alle, die nicht in ihr verkapptes, kleines, hassendes Weltbild passten, angriffen, aufs Schärftste, aufs Äußerste. Sie, mitunter unsere Vorfahren, haben millionenfach gemordet, unvorstellbare Massenmorde an Mitmenschen normalisiert. Ich gebe Hannah Arendt (inzwischen) recht: Das Böse ist banal, es ist nah, es ist da, es ist niederträchtig, kleinlich, schwach und kann alle befallen wie eine Krankheit. Aber Vorsicht, es ist eben nicht mit einer "anderen Krankheit", nicht einem anderen Böse auszurotten - auch darum geht es. Kein Krieg wurde je mit Waffen gewonnen, allerhöchstens beendt, verschoben, verlagert. Kriege sind nicht zu gewinnen. Nur Frieden kann gewonnen werden. Und genauso werden wir keinen Frieden mit der Natur um uns und in uns finden, wenn wir weiter an ewiges Wachstum, an unaufhaltsamen und edlen Fortschritt und dem Heil im Digitalen glauben und uns gegenseitig damit vorbrügeln und mit Höher, Schneller, Weiter vorpreschen. Da vorne ist ein Abgrund und es neigt sich schon. Kippunkte. Der erste von neun (Korallenriffe - Korallen sind übrigens Tiere in Verbindung mit Algen, die wiederum Pflanzen ähneln.) ist wohl schon im Gange und reißt vielleicht das ganze Tischtuch mit dem Silber und Porzellan mit sich. Viele wissen es. Vielleicht sind wir zu dumm. Es sieht nicht gut aus, um unsere schöne Welt. Ich sah und hörte in den letzten Tagen in Theatern, Filmen, auf und vor Kinoleinwänden und im Park sowie auf der Straße viel Schönes, Schlaues, Schlimmes, Schreckliches. Nazi, du wärst ein (Binnen)"Flüchtling" in einem Land, das durch Klimakrise oder Krieg, in dem du nicht der Privilegierte und Bewaffnete bist, untergeht, im wahrsten Sinn untergeht, an einem Ort, an dem der letzte Brunnen versiegt. Das Salzwasser, durch Süßwasser geschwämmt, frisst die Bauten der Menschen wie eine Bombe Lücken reißt, nur langsamer, aber stetig. Es lohnt schlicht an einigen Orten null Komma nichts mehr dagegen zu halten. Die Sonne brennt, als wäre sie das Feuer im Regenwald, das gelegte für deinen Rinderbraten, und das, was passiert, wenn es nicht mehr, nicht mehr genug, nicht regelmäßig regnet. Bäume sterben, Artensterben, im Untergang stellen wir fest, dass wir dazugehören, wie ein Puzzelteil und kein zentrales, keins am Rand, sondern irgendeins und überall, das massiven Einfluss hat, wie ein riesiger Fluss, das anderen Einfluss haben könnte, nicht zur Rettung, aber zur Milderung und sei sie begrenzt, so doch in die andere Richtung als gegenwärtig und entschleunigend.

braun: Haut, Erde, Holz, gebacken, Nazis, Kacke
Jetzt ist "er" aber wieder abgeschweift! Na und! Wenn dein Lesen dich bis hierher führte, dann schwiff, ich meine, schweifte es, schweiftest du mindestens genauso ab, haha! Hast dich wohl nicht ganz im Griff, nicht ganz im Zaum, bist wohl auch ein Mensch?!

Klima, Klima, Klima, das nervt doch. Ja, soll es, kann es nicht anders, muss es, wird es immer mehr. In Dresden waren nicht so viele zum globalen Klimastreik, aber es waren welche da, es waren einige da, einer und noch einer und eine und noch mehr. Eine sprach und noch eine und einer, weil ein anderer krank war, dessen Worte in die Welt. Leute, die es nicht hinnehmen, wie es ist, denen es nicht egal ist, nicht mehr egal sein kann, schon längst nicht mehr, die Rückwärtsgewandtheiten anpiept, aber gewaltig, so was von, die unzufrieden sind mit dem Immer-weiter-so und Noch-mehr-so, so sinnfrei, so zerstörerisch. Sch..., dass so viele Gute draufgehen und die, die oben sitzen und mit der Masse spielen, teils stinkend (einfluss)reich alt werden, wobei nicht wirklich ihr Altwerden das Problem ist, sondern ihr Kaltsein vor ihrem Tod. Und wieder scheint sich Krieg auch im Frieden zu normalisieren. Und längst taten sich die Superreichen zusammen, um dem Rest aus ihrer Angst heraus zu regieren. Ich übertreibe? Ich kann mit Worten nur untertreiben.

zwischen Wesenitzquelle und tschechischem Nordkap
KI oder IQ? titelte ein politisches Kabarett, Satire, die weh tat, gewollt, ungewollt, Gefühle bestätigte, Fakten untermauerte, Thesen aufstellte und versehentlich spuckend umpustete. Kunst kann nicht alles, aber viel, wenn sie Menschen erreicht, abholt, mitnimmt, ein wenig bis entzückt anders zurücklässt.

KI, du magst reich gefüttert wiederkauen und dazu Stimmiges ausspucken, aber du verstehst nicht, fühlst nicht, willst nichts, brauchst nichts. Mit Informationsdecken so dünn wie der OL hierzulande gibst du Fehler wieder, die ich nicht machte. Danke, Werkzeug, aber was bleibt mir dein Müll? Ich mache dich zum Du, so wie Menschen alleine und zusammen Gott zum Du erschuffen und ihr seid beide nur in unserem Angesicht und zerfallt, sobald wir zerfallen. Mensch, begreife, du bist weder ganz ausgeliefert noch der große Auslieferer, machst es dir nur gegenseitig und so zugleich selbst zu schwer mit zu leicht, du bist ein Gast auf Erden, warst nicht Ich davor und wirst danach kein Ich sein. 

Ha, Welt, dir zeig ich's! 1987 Steiger
Hannah Arendt schrieb zum Totalitarismus
Ich meine, ich habe das Banale am, im Bösen mit dem Gefühl, also gefühlt verstanden.
Es ist dumm, es fehlt ihm an Mitgefühl, es fehlt ihm an Liebe, an AngstFreiheit, es gehorcht und hört nicht auf sich, die Natur, in der wir ein Wimpernschlag sind, die sich nicht nach uns richtet, wenn wir uns nicht nach ihr richten, die Sinn ergibt oder zumindest Grund genug hat, so zu sein, wie sie ist. Und da wir alle Angst haben, im selben Boot sitzen, kennen wir das, ob es uns bewusst ist oder nicht, nicht ganz bewusst ist. Es ist banal - und wirkt und ist zugleich fatal, wenn wir es eben nicht verstehen, es uns aus dem Ruder läuft.

Greenpeace, Markus Mauthe stellte Kipppunkte vor: Wälder brennen, Regenwälder, boreale Nadelwälder, massenhaft, ehemalige Regenwälder verwüsten, Eis schmilzt, tonnenweise, stundenweise tonnenweise, was die Ozeane "durcheinander" bringt, Regen bleibt aus, Monsunregen werden unregelmäßig, Dürre, Hitze, Korallenriffe sterben (Korallen = Tiere in Verbindung mit Algen, ich wiederhole), Arten sterben, Ozeanstörme und Luftströme versiegen, was zu unregelmäßigen Warm- und Kaltzeiten und -gebieten führt, Permafrostboden taut auf, setzt Massen an CO2 frei.
Wir wissen nicht, was wir tun, überblicken es nicht, verstehen nicht, was wir für Schaden anrichten, oder wollen nicht sehen, was wir für Schäden hinterlassen, aber wir können es spüren, fühlen, wenn wir keine Luft mehr bekommen, Nahrung knapp wird, zuerst und ganz besonders die "unten".

außer Rand und Band, welcher Rand, welches Band - gut, dass es Worte gibt, das Worte Worte beschreiben, dass Worte Gefühle, Stimmungen beschreiben können, das es Kunst gibt, es tut gut, verstanden zu werden, zu wissen, man merkt und fühlt und denkt dies und das alles nicht alleine.

Mist, Digga, die Wäsche ist saubär, die Bahn fährt wieder und Corona ist vorbei.
Blutbuch heißt ein Buch, heißt ein Theaterstück, das Stück für Stück enthüllt, unverholen, was Scham verhüllt, angeeignete Scham, beschämende Scham, Scham aus Beschämung, Scham, die wochenlang Thema im Radio war, enthüllt, was Selbstzweifel bis -hass mit Menschen macht, offenlegt, was bloß gelegt, was entwürdigt wurde und wird, Traumata anrührt, die über Generationen weitergegeben werden und wurden und wie Gene ins uns schlummern und walten, wobei wir nicht ausgeliefert sind, nicht unverantwortlich. Es geht ums Verstehen, ihr, sagte H. Arendt, nicht ums Wirken, wie vielen Männern. Wir sind die Kinder der Opfer, die überlebten und Kinder bekamen, die Kinder, der Täter, die davon kamen, durchkamen, und Kinder bekamen. Ich genderte Täter nicht, weil es meist Männer sind. Vergewaltiger, Hexenverbrenner, die sich schämen, die weitermachen, die sich wieder davon abwenden, vom Weitermachen und von der Scham. "Die" Frau ist nicht frei, erst recht nicht frei von Verantwortung. Frauen sind vielleicht "die" Lösung, ein großer Teil der Hoffnung, sagte so ähnlich M. Mauthe, ein Mann, der die Natur sieht, die Welt, die sehr männlich domiert wird und vielleicht viel weiblicher ist und wieder sein muss, um ins Lot gerückt zu werden. Ist das noch und wieder möglich? Meere und Erde und Blut. Gebend, bis ans Lebensende, uns erneuernd.

Ich schließe mit Schönem, was diesen Monat in die Welt kam: z.B. der Fernsehbericht mit Veit Riffer.

Und ich schenkte, schickte nach dem 40. Bergsteigerfindigkeitslauf aus Oybin meiner großen Nichte meinen Zahlen-OL für sie - ihren
Die Zwölfe laufen und ziehen, fragen (nicht) und beißen. Foto: Tom
Hausnummern-Foto-OL
.

Zahlen? Zahlen mögen kalt sein, nicht gefühlskalt, sondern klar, klar wie unser Wasser und unsere Luft immer weniger, wie der Sternenhimmel über Städten und unser "erwachsener" Verstand scheinbar nicht mehr, glatt, vielleicht auch gefurcht und geschuppt, aber eindeutig, real, wie das Gefühl, das noch nicht versiegt ist, noch nicht abgestorben, wie der Gedanke, der nicht zerdacht ist, wie der Wind, der nie ganz abflaut und sich nicht ewig anstaut, wie ein Kind, das begreift, vielmehr immer wieder als unaufhörlich, dass alles aus Zahlen besteht, aus Zahlenreihen, aus Erzählungen, die fortwähren, enden und auseinander - und ineinander verwoben neu beginnen, unberechenbar, unmöglich sie auseinander zu nehmen, ganz auseinander zu halten, die aber Muster bilden und denen Gleichungen zugrunde liegen, in erkennbaren Klängen, in Beschaffenheiten und Vertrautheiten, die uns beruhigen, ein Zuhause geben, die uns sehnen und lieben lassen, die natürlich, ganz natürlich zaubern, bezaubern, aber nicht selbstverständlich, sondern die erst verstanden verstehen, aus Menschen Menschen machen, und uns eben nicht automatisch zu hassenden, willenlosen Wesen, welche vernichten, woraus wir bestehen. Nein.

Ja, diese Erzählung erzähle ich (mit), von ihr bin ich ein Teil, will ich einer sein, muss ich einer sein.


17. November 2025

Kneipen-OL - 4. Dresdner NeuStadt-OL

Kulinarik ist ästheTisch
Seit einer Weile ist es besonders unter einigen OLer/innen des USV TU Dresden eine kleine Tradition geworden, nach dem OL-Training (Ü50-Gruppe) oder auch nach dem Dienstag-Lauftraining des Post SV Dresden, Abteilung OL (u50) noch gemeinsam essen und trinken zu gehen.
Wie wäre es mal, wenn jeder Posten ein potenzieller Getränkeposten ist - an dem es zudem Verpflegung gibt?! ;-) Durch unzureichende Startgeldeinnahmen muss der Ausrichter allerdings davon Abstand nehmen, die Getränke und Speisen kostenfrei anzubieten. Wer also etwas Köstliches, Kulinarisches zu sich nehmen will, muss Zahlungsmittel mitnehmen - und etwas mehr Zeit einplanen. So, genug der Vorspeise.

Auftakt Nacht-OL-Training 2025/2026
Mittwoch, 26. November 2025
Startfenster: 17-18:30
Zielschluss: 19 Uhr
Treff/Start und Ziel:
großer, öffentlicher, ruhigerer Hof zwischen Bautzner (Senf)Str., Rothenburger (Bier)Str., Böhmischer (Knödel)Str. und (chilliger) Alaunstr.
hier
Trockene Sachablage möglich, aber am besten schon (im Wesentlichen) umgezogen erscheinen.

Trinken, Essen, katzenmäßig Stinkefingerzeigen/anarchisch leben
2025 kein Vielposten-OL?
Ja, aber sowas ähnliches. 
Es gibt allein in der Äußeren Neustadt Dresdens über 250 öffentliche Orte, an denen man gegen Geld etwas trinken und essen kann. Ich habe rund 150 Restaurants, Cafés und Verkaufsstellen für warme Mahlzeiten (Backwarenläden ausgenommen) in meine OL-Karte überführt, aber dabei von reinen Bars/Getränkeschänken, voran auch Raucherkneipen abgesehen, weil Alkohol und Rauchen einfach mal gesundheitsschädlich wirken sowie deshalb nicht für "junges Gemüse" erlaubt sind.

Da jedoch auch 150 noch zu viele sind und man mit allen auf einer Karte mehr stehen und gucken als laufen würde, gibt es keine Völlerei-Strecke "allyoucanrun", bei der man dann doch wieder nicht rennen könnte, sondern habe ich die meisten Gaststätten in 8 Bahnen (Vitamine?) kategorisiert, die sich noch leicht ändern könnten:

Hasen...löffel löffeln?
- C wie Caféposten: 4,5km, 25 Posten, gehobenes Ambiente (eher für Anpruchsvolle)
Bitte nicht überall etwas trinken und auch die mehrheitlich Süßspeisen würden dir zu viel Genuss! :-) Kaffee stammt übrigens wie wir Menschen aus (Ost)Afrika.

- P wie Pizzaparty (Vitamin P?): 3,6km, 14 Posten, lang wie Spaghetti (eher für ausdauernde Läufer/innen)
Bei italienischen und ähnlichen "Kneipen", Restaurants und Läden gibt es diese Leibspeise vieler (Pizza und Pasta) und Ähnliches?

- A wie asia-Tisch: 3,4km, 30 Posten, mittelgar, deftig mit Posten gewürzt (eher für Vielposten-OL-Liebhaber/innen)
fernöstliche Küche - Den Nahen Osten gibt es auf einem extra "Teller", vielmehr in einem anderen Gang!

Indisch kann man auch hören
- E wie exoEuropa: 3,2km, 16 Posten, leichte Kost (eher für in den OL schnuppernde Neulinge)
mehr oder minder europäische Küche, aber auch Exotisches mit europäischem Einfluss oder auch ohne (nachhaltigen), aber durch Eingewanderte wieder hier

- D wie DDdeutsch: 2,9km, 15 Posten, mild (für eher Ältere, die OL lieber klassisch mögen)
deutsche Küche und Dresdner Spezialitäten und auch die DDR klingt noch mit, wie etwas Vergangenes, das immer noch lebt.

- O wie orient...alisch (vielleicht mit O-Saft?, auf jeden Fall mit etwas Orientieren): 2,5km, 17 Posten, gut verdaulich (für kürzeres, einfacheres Laufen)
Der in Europa sogenannte Orient brachte neben ersten Hochkulturen und den monotheistischen Religionen auch viele schmackhafte Speisen in die Welt, gleichzeitig werden u.a. dort Menschen ausgehungert, wie sie in den ärmsten Regionen hungern, und bekriegen Menschen einander - durch Einflüsse Einflussreicher, auch von weiter entfernt.

nachhaltig auf eigene Gefahr
- V wie veggievegan (voller Vitamine bis auf Vitamin B12, das hier ohne Tier kaum vorkommt): 1,9km, 6 Posten, frugal (eher zum Ein- oder Auslaufen)
Vegetarisch und vegan wird von außerhalb belächelt und innerhalb teils stark verteidigt. Logisch ist: Tiere/Tierprodukte nicht zu essen, erspart Tierleid und dämpft die Klimakrise. Und klar ist, dass wir Menschen von pflanzlichen Produkten leben können, zudem teils gesünder. Verständlich ist, dass wir Fleischesser/innen sind/waren und es Mangelerscheinungen gerade durch vegane Ernährung geben kann. Essen, Denken, Verstehen und eventuell Lösen?!

- F wie foodly faster (Vitamin F gibt es nicht, aber Fett(säuren)): 1,3km (real mindestens 1,5), 7 Posten, einfach (für Kinder mit Streckenhinweisen zu leckereren Routen)
mehr oder weniger Fast Food, wenn's schnell gehen soll und eher für den kleinen Hunger - Dick und dement Werden (durch viele Süßstoffe) nicht ausgeschlossen.

oder bist du schon ein menschliches Tier?
alle Kilometerangaben in Luftlinie gemessen (messen lassen) - Luft, weil ja auch Atmen ganz essenziell ist.

Es kann eine Runde oder können mehrere Runden gelaufen werden, je nach Geschmack.
Gebt die Karten, wenn ihr noch einmal lauft, bitte erst einmal ab, am Ende könnt ihr welche mitnehmen und behalten.

Fehlt noch Vitamin K, K wie alle Kneipen:
Wer in den 2h alle Bahnen (über 23km LL) schafft, bekommt von mir ein Essen im Neustädter Lokal seiner/ihrer Wahl spendiert. :-)

Karte: Äußere Neustadt, 1:4000, neueste Zeichennorm, Aufnahme 2024, durch ein paar Bau- und sogar Pflanzmaßnahmen Stand 2025

eigenständige Postenkontrolle: Wie heißt die "Kneipe" (Restaurant, Café, ...)?
Ferner können euch drei Fragen beim Laufen begleiten, die auch kurz und knapp auf den Karten stehen werden:
- Probiert? - Kennst du die "Kneipe", d.h. hast du da bereits gespeist?
- Schmeckt? - Falls ja, hat es dir dort gemundet?
- Kosten? - Würdest du dort(hin) gern mal (wieder) essen (gehen)?

Schweinesau: von heilig bis dreckig
Bitte lauft vorsichtig über und auf den Nebenstraßen, weil vor allem Autos durchs Innere der Äußeren Neustadt gefahren werden. Teilnahme auf eigene Verantwortung.

Es reichen relativ schwache, schwach eingestellte Kopf/Stirnlampen, da die meisten Straßen und Orte, die ihr passiert, beleuchtet sind.

Nachspeise:
Ernährung ist wichtig, aber wir leben nicht vom Brot allein, deswegen: Nimm am Kneipen-OL teil, weil du hier OL-Menschen triffst und im besten Fall Freude an der Bewegung, am Eckenentdecken, Lernen und am Miteinander hast!

Spannend finde ich, wie viele Bürger/innen (Burger?) mit Wurzeln (ess- und genießbare bis lecker würz-ige?) im riesigen Ausland (alles Essen wächst auf dem Land bzw. lebt von dem, was da wächst) Nahrungsmittel, welche oft woanders produziert werden, kaufen, zubereiten und zumeist fremden Menschen/mir servieren.

Da - rechts - ist das Schwein!
Servus bedeutet neben einem Gruß übrigens aus dem Lateinischen stammend Sklave, Knecht, Diener. Wer ist bereit, anderen zu dienen, andere zu bedienen, außer Reservisten im Krieg? Wer dient dem Frieden?

Die häufigsten Gastronom/innen in der Neustadt asiatischer Herkunft sind meines Erachtens Vietnames/innen, von denen schon einige zu DDR-Zeiten kamen. Bei Vietnam denke ich an den fürchterlichen 20-jährigen Vietnamkrieg, zugleich ein Stellvertreterkrieg der Großmächte.

Karte einnerden!
Und ich stelle mal wieder eine einigen bekannte Frage: Mit welchem gedanklosen Gehirn und gefühlserkalteten, gefühlsleeren Herzen Neonazis Döner essen? Tragen sie ihre Köpfe nur für den "deutschen Seitenscheitel" und schlägt ihr Herz nur, um unfrei den rechten Arm zu heben?
Was hat das mit Essen zu tun? Alles hat mit allem zu tun - OL jetzt sogar mit Kneipen. Mich regt Fremdenhass auf, Feindlichkeit ganz allgemein, zumal wir Menschen zum Überleben, was Essen eben besonders einschließt, aufeinander angewiesen sind. Wir "Kartoffeln" importieren viel Essen, z.B. auch Tiere aus Brasilien, für die viel Regenwald abgebrannt wird und schon selbst brennt, weil es zu wenig regnet. Kartoffeln stammen ursprünglich auch aus Südamerika. Die deutsche Küche nutzte früher vor allem wohl Kohl und Rüben, weil das hier wuchs.

Kein Bock auf Schaf? Gib Widderworte! - 2026 Fassaden-Foto-OL?!
So wie sich Sprachen gegenseitig beeinflussen, übernehmen und vermischen wir auch aus Lebensmitteln hergerichtete Gerichte und inspirieren sie uns zu neuen. Sprache und Essenszubereitung gehören zu den menschlich größten kulturellen Errungenschaften.

"Reservierst" du dir nun also eine/mehrere "Speisekarte/n" und meldest dich für den Kneipen-OL unter ol-in-dresden oder direkt bei mir an?

Guten Appetit!

wünscht Wieland

11. Oktober 2025

Leipzig, Chemnitz, ...

kein Munch, Straßenkunst
3 neue Stadt-OL: 2 in Dresden, 1 in Leipzig

Beim Königsteiner Trail-O waren Teilnehmende mit dem Helmut-Conrad-Foto-OL dabei.
Die gerade im Bereich der Höhen überarbeitete Karte ist inzwischen für diesen und den "Saxonia-O-Festival-OL" hinterlegt.

Die Innenstadt-OL-Angebote wurden ebenso mit aktualisierter Karte versehen (Zwinger-Baustellen in neuer Form). Ein Österreicher OLer nutzte eines dieser Angebote beim Stadt-Anschauen.

Vor einer Weile fiel mir erst so halb und dann nachgeprüft auf, dass ich ein neueres Haltestellenhäuschen am Pirnaischen Platz vergessen hatte einzuzeichnen -> 2 Altmarkt-Stadt-OL aktualisiert :)

auf dem eigenen (Jakobs)Weg
Auch das Dresdner Stadt-OL-Faltblatt habe ich aktualisiert.

Vielleicht wurden auch der Labyrinth-OL wiederholt und der Miteinander-OL inzwischen von Schulklassen genutzt.

Vor 50 Jahren, 1975, wurden in Erfurt (meine Heimatstadt, in die ich gerne wieder OL bringen will) 25 algerische Vertragsarbeiter von etwa 300 jungen Deutschen durch die Stadt gehetzt und "krankenhausreif" geprügelt. In der Zeit zogen meine Eltern nach Erfurt.

Kinderweisheit, Menschheitsaufgabe
Letztens hörte ich etwas von Erich Kästner und freute mich, was es für gescheite Gedanken gibt. Vielleicht ging es um den (rechtzeitigen) Widerstand gegen das Grausame oder um Frauen, die Männer vom Kriegeführen abhalten (sollten), darum, dass nur der Krieg unser Feind ist, oder um das Lebendighalten des Kindlichen, Lebendigen, Fröhlichen in uns, vielmehr durch uns, aus uns heraus, also klar und echt gelebt, zwanglos, ironielos, angstfrei.
Und ich hörte etwas über Zuversicht und dachte, ja, es lohnt sich doch, sie zu haben und es gehe ja im Grunde nur mit ihr.

Der Pirnaer Foto-OL, nicht von mir, nur auf einem Ausschnitt meiner Karte, erhielt ein Update.
Meinen Schönes Biest-OL dort nutzte ein Vereinskollege wiederholt mit Jugendlichen und meinte, die Posten seien nicht immer Fragen. Ja, kann sein, ich machte es, wie mir war und das fühlte sich gut an. Der Park am Schloss ist einem Freund nach schon wieder teils umgestaltet und abgesperrt.
Es ist wie mit der ganzen Welt und unseren Kriegen und anderen Krisen: Immer ist "irgendwas".

Frische statt Hitze, Liebe statt kühle Schulter
Als mein 3. Leipziger Stadt-OL entstand nun letzten Monat der sOLidarische OL.
Vorgestern schloss ich die letzte Ecke der großen "3-teiligen" Karte nach 1,5 Jahren seit Beginn der Überarbeitung ab.
Ich packte Gedanken von Gerald Hüther auf die Karte, den ich sehr für sein geistreiches Denken schätze, seine Klarheit, dass das Dumme und Schreckliche im Grunde das Hilflose ist, von den Bedürftigen ausgeht, und dass es darum geht, sich selbst zu spüren, seine Bedürfnisse und sich zu lieben und so auch andere, so dass sie sich frei entfalten können, sie selbst sind, weil das jede*r braucht. Er "studierte Biologie an der Universität Leipzig" (wikipedia) und schrieb und äußert sich u.a. vielfach kritisch zu Schule/Lernen und auch zu KI. Aber ich verlinke hier nicht zu Interviews mit ihm mit Sch... reißerischen Titeln, die er so nie sagen würde. Besser man liest ein Buch von ihm, als vor/nach/gar zwischen einem Audiobeitrag mit ihm noch dümmste Werbung zu hören, die der absolute Gegensatz zu seinen Erkenntnissen sind, die er (mit)teilt.
Noch besser: mit anderen singen, tanzen, ... genießen.
nur 3 Stichpunkte von Hüther, die mit Herz bei mir im Gehirn andocken:
- authentisches Ich
- Kohärenz-Wiederherstellungs-Kompetenz-Gefühl
- und individuelle Gemeinschaften

... in dieser Welt zart zu sein.
Der 1. Teil der Karte (Nonnenholz) wurde letztens schon einmal genutzt, allerdings sind (kleine) Pfade jedes Jahr anders, lebendig, Natur, wie Vegetation (z.B. in der Dresdner Heide). (Meine) Karten sind nicht lebendig. Gehirne, die mit Begeisterung "betrieben" werden, dagegen schon, da bilden sich auch immer neue Pfade und alte, überholte, wachsen wieder zu. Wobei ja das Zuwachsen lebendig ist. - hinkende Vergleiche

Vor wenigen Tagen erst hörte ich in einem Beitrag im Radio DLF Kultur vom (organisierten) Klau öffentlicher Denkmale der Rohstoffe wegen, z.B. im Leipziger Clara-Zetkin-Park, den ich durchstreifte.

Und uns kommen Züge nur zu spät.
Vor einem Monat nutzte ich (nach der SM Lang + Sprints) den Chemnitz Bilder-Stadt-OL, "stolperte" dabei uvm. über die Wielandstraße und war davor in der Edvard
Munch-Ausstellung, in der es um große Themen wie Angst, Einsamkeit, Mann-Frau-Beziehung ging. Und eine über queere Menschen in Nazideutschland.
Zwei, gutes Deutsch sprechende, große Mädchen/junge Frauen erbettelten sich in Europas Kulturhauptstadt von mir 1-2 Euros für Essen.
Vorhin hörte ich beim Pulsnitzer Karteausbessern einen Beitrag über Armut in Deutschland.
Alle Fotos hier sind von jenem Nachmittag in Chemnitz.

Das Wochenende darauf war ich im Hygienemuseum in der Ausstellung zu Freiheit, nahm mit anderen an einer persönlichen, musikalisch bespielten ..., begleiteten Führung teil. Es ging besonders auch um neuere (ost)deutsche Geschichte sowie polnische und tschechische - und Persönliches.
Was ist Freiheit für dich?
Am Tag des offenen Denkmals tagsdarauf schaute ich mir mit anderen die Gedenkstätte am Münchner Platz an, wo besonders auch viele tschechische Menschen umgebracht wurden.


ein missbrauchter, großer Denker
In und für Annaberg-Buchholz erstellte Hanka Straube neue Foto-OL, entdeckte ich.
Einige Jugendliche/junge Erwachsene meines Vereins organisieren demnächst dort Sprints.

Im Rahmen der Interkulturellen Tage sah ich den Film "Bei uns heißt sie Hanka" zu sorbischem Leben.
Und den Film von einem Mädchen in Saudi-Arabien, das sich ein Fahrrad wünscht, den ich bereits vor Jahren sehen wollte.
Oft geht es um Unterdrückungen von Frauen durch Männer, die von Frauen mitgetragen werden und die manche Frauen aus Gründen leugnen oder zumindest nicht in manchen Zusammenhängen wahrhaben wollen.
Was ist für dich die größte feministische Errungenschaft, Bewegung?
Und eben sah ich den ungarischen Kurzfilm "Mindenki" (Jeder) von 2016, der von kollektivem Widerstand eines Kinderchors handelt, um Macht(missbrauch) zu brechen(, und einen Oscar erhielt). Vielleicht geht es nur so friedlich. Auch in Ungarn und Venezuela.
Der Literaturnobelpreis ging an einen ungarischen Schriftsteller, weil er die Stärke der Kunst beweist.
Der Friedensnobelpreis ging mit Kritik an eine venezuelanische Politikerin, weil Politik parteilich bleibt, wenn auch mehr oder weniger demokratisch gewählt, und kaum überparteilich verbindet.

Wie Recht hatte Bertolt Brecht!
War Rilke seiner Zeit voraus? Er schrieb in seiner Zeit von einer Zeit, in der Frauen frei, selbstbestimmt ihre Weiblichkeit leben, eben nicht nach männlichen Vorgaben, Wünschen, nicht sich Männern anbiedernd, sondern aus sich selbst heraus.
Queere und Frauenrechte werden wieder zunehmend eingeschränkt, "verhandelt". Frauen und alle Betroffenen, lasst das nicht mit euch machen! Menschenrechte sind unverhandelbar.

Spontan erstellte ich einen Foto-OL (mit Sprüchen, die Vorurteile mit Vorteilen vereinen), wobei die Idee des Ortes schon älter war: Geh deinen Weg-OL in Altgruna, Altgruna, von dem nichts mehr alt erhalten ist (Krieg) - innerhalb von 6h, ohne vorgefertigte Idee. Ich ließ mich vor Ort inspirieren, reizen. Und hierbei begann ich vor 9 Jahren gewählte Farben (blau und braun) der Kartenbeschriftung zu ändern. ...
2 Frauen meinten, sie wollten den Foto-OL alleine bzw. mit anderen nutzen. ...

Liebt er sie ihn?
Zwei Vereinsmitglieder nutzten dankbar für ihr Seminargruppentreffen meinen "Studenten-OL".
 
Mit der Kartenerstellung "Fernsehturm" binnen 2 Wochen erstellte ich den Fernweh-OL und veröffentlichte ihn nach dem Sprint dort.
Im Wachwitzgrund sah ich beim Karteaufnehmen Feuersalamander, wurde bei einem Regenguss klitschnass und floh in einen Hochstand. Was für Lebendigkeitsgefühle!

Ich hörte, ein junges Vereinsmitglied "verschenkte" den dort "benachbarten" Stadt-OL von mir an ihre Großeltern oder so ähnlich.

Bei Schul-OLs mit Jugendlichen erlebte ich Ehrgeiz, Freude und Ablehnung und mochte doch nur die Freude.
Am schönsten waren, gut taten echte, fröhliche Verbindungen zu anderen Menschen, Freunden, von denen einer spontan half und von denen eine zufällig vorbeikam und teilnahm.

Chemnitz, geformt wie die Antarktis
Binnen 4 Wochen lief ich, abzüglich meines eigenen, 5 Sprint-OLs: 2 in/von Chemnitz und je 1 bei/von Turnov, Regensburg und Berlin. Beim letzten Sprint löste mich noch einer meiner Lieblingskonkurrenten (5 Jahre jünger) in der Parktour berechnend vom 1. Platz ab. Die DM Sprint hatte ich im April mit einer Sekunde vor ihm gewonnen. Ist uns die Jagd nach Erfolg wichtig, weil uns Liebe fehlt, die von solcher Erfolgsanerkennung nicht ersetzt, nicht stillt wird?
Ich mache OL gerne, aber eben auch gerne erfolgreich, was vor allem OL meint, in denen ich mit meiner eigenen Orientierungsleistung zufrieden bin, was durch Ausgeglichheiten und Verbundenheit mit der Umgebung gelingt. Also bin ich wohl gerne ausgeglichen, zufrieden, könnte es auch mit anderem, anderswo, mit anderen sein.
Schneller als ich rennen kann, kann ich nicht rennen. Junge Läufer lösen mich längst ab und in Tschechien bin ich bei großen OL (zuletzt 2 von 4 Staffeln innerhalb von 3 Wochen) "nur" einer von vielen, die mitlaufen, was mir aber zuletzt auch wieder sehr Freude bereitete, weil ich eben ein Teil dieser großen Gemeinschaft war, auch ohne Tschechisch zu können. Hierzulande wird OL nach wie vor in Fernsehbeiträgen oft schmunzelnd als paranormal gegenüber dem (Fußball-)Mainstream kommentiert, wodurch man sich wieder fragen kann, ob sie es nicht besser sein gelassen hätten gesollt ... besser, sein, gelassen.

Wie Frieden erreichen?
In der DM Staffel erlief ich mit 2 jüngeren Vereinskameraden Bronze, in der DM Lang mein 3. Einzel-Gold 2025 und im D-Cup als Schlussläufer Silber - hinterm erwähnten Lieblingsmitkonkurrenten.
Bei der DM Lang haderte ich mit Fehlern kurz vor Schluss, als ich "Gegner" aufgelaufen hatte, aber freute mich im Nachhinein, dass es davor, als ich ganz bei mir war, weitestgehend sehr gut lief - und es schließlich knapp gegen meine beiden älteren Lieblingskonkurrenten gereicht hatte. In der Jugend waren sie meist schneller, bei dem Älteren einfach auch, weil er etwas älter war. Nun drehte sich etwas wie um. Mit einem guten Bundesranglistenlauf in der Elite nach der DM Staffel "sicherte" ich mir die BRL nach letztem Jahr erneut. Her mit der Anerkennung! Nein, Danke! verdammt
Für den D-Cup hatte ich mir einmal das ganz-Vorne gewünscht, das ich seit 22 Jahren mit der 1. Vereinsstaffel mehr oder minder anvisierte, aber bin ich nach einer erkälteten Woche, in der ich mit Karte durch schöne Felsentäler stieg und Posten mit dem Rad in Kälte an Reitwege setzte, froh, dass ich den 2. Platz hielt.

Die Ü50-Vereinstrainingsgruppe, zumindest einer, kann das Trainieren auch in der Trainingspause nicht lassen und nutzt(e) den Dölzschener Stadt-OL. Ob er auch klettert(e), schaukelt(e) und rutscht(e)? ;)

Und ich entwarf nach der Saison inzwischen Bahnen bei Oybin für den nächsten SAXBO. ...